Erlend Blikra ist sein erster Saisonsieg gelungen. Der Norweger gewann die vierte Etappe der Tour of Oman im Massensprint vor dem Franzosen Emmanuel Houcou.

Erlend Blikra gewinnt einen wilden Massensprint
In einem chaotischen Massensprint ist die vierte Etappe der Tour of Oman zu Ende gegangen. Nach 146,8 Kilometern vom Al Sawadi Beach nach Sohar hat sich der Norweger Erlend Blikra [Uno-X Mobility] vor dem Franzosen Emmanuel Houcou [Pinarello Q36.5] durchgesetzt. Rang drei geht an den eigentlichen Top-Favoriten Sebastian Molano [UAE – XRG] aus Kolumbien. Mit Rang #18 unzufrieden sein wird der Belgier Gerben Thijssen, da seine Mannschaft Alpecin – Premier Tech auf den letzten Kilometern einen fast perfekten Job für ihn gemacht hat. Nur als der Sprint dann tatsächlich lanciert wurde, stand er alleine da. In der Gesamtwertung ist es zu keiner Veränderung gekommen, so dass der Schweizer Meister Mauro Schmid [Jayco AlUla] nach seinem gestrigen Sieg auch die morgige letzte Etappe im Gelben Trikot in Angriff nehmen wird. Dann geht es den gefürchteten Green Mountain hinauf, wo es definitiv noch einmal zu Zeitabständen kommen wird.
Patryk Goszczurny bleibt seiner Fahrweise treu
Auf dem tellerflachen Parcours haben sich nur zwei Fahrer frühzeitig in die Offensive gewagt. Warre Vangheluwe [Soudal – Quick-Step] aus Belgien konnte sich gemeinsam mit dem Polen Patryk Goszczurny [Visma – Lease a Bike] allerdings nur einen Vorsprung von etwas unter drei Minuten herausfahren. Damit bleibt Patryk Goszczurny seiner Fahrweise auch am vierten Tag treu. Er wird sich am Ende der Rundfahrt mit dem Berg- bzw. Sprinttrikot belohnen, ebenso wie mit der Auszeichnung „Kämpferischster Fahrer“. Weiterhin in der Punktewertung in Führung liegt der Franzose Baptiste Veistroffer [Lotto Intermarché], der die zweite Etappe gewann.

Emmanuel Houcou feiert mit Platz #2 seinen größten Erfolg
In seiner ersten Saison als Profi wäre Emmanuel Houcou [Pinarello Q36.5] fast sein erster Sieg gelungen. Der 22-jährige Franzose hat im vergangenen Jahr mit fünf Siegen und zahlreichen Podiumsplatzierungen auf sich aufmerksam gemacht, als er noch für das Continental-Team von Arkéa – B&B Hôtels an den Start ging. Nun hat er für drei Jahre im Schweizer Rennstall Pinarello Q36.5 unterschrieben – und zeigt hier bei der Tour of Oman direkt, was in ihm steckt. Natürlich kommt ein so wilder Massensprint einem Außenseiter entgegen. Dennoch hat Emmanuel Houcou nicht nur bewiesen, dass er die nötige Endschnelligkeit für einen Sieg hat, sondern auch das nötige Durchsetzungsvermögen. In einem solchen Chaos einen kühlen Kopf zu behalten – das gelingt nicht jedem jungen Sprinter.
„Chris Harper hat mich wirklich gerettet, als ich 2 km vor dem Ziel die Kette verlor – er hat mich zurückgebracht und sofort wieder in Position gebracht. Es war ein echter Teameinsatz. Ich habe auf den richtigen Moment gewartet und meinen Sprint gestartet. Ich war dem Sieg sehr nah, deshalb bin ich mit dem zweiten Platz zufrieden. Die Beine fühlen sich gut an, und ich weiß, dass ich ganz vorne mitkämpfen kann. Ich freue mich wirklich auf die nächsten Chancen.“
Emmanuel Houcou
Erlend Blikra 🇳🇴 wins the fourth stage of Tour of Oman! #TourofOman2026 pic.twitter.com/ZOLSFSwlES
— Eemeli (@LosBrolin) February 10, 2026
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