Pau Marti hat seinem NSN Development Team den zweiten Sieg bei der diesjährigen Tour du Rwanda beschert. Der Spanier gewann das zweite Teilstück im Sprint aus einem leicht dezimierten Hauptfeld heraus. Da er sich am Vortag bereits bei einem Zwischensprint eine Bonussekunde sicherte, ist er jetzt auch der neue Gesamtführende.

Pau Marti setzt sich in einem anspruchsvollen Finale durch
Zweite Etappe, wieder NSN: Nachdem gestern Itamar Einhorn [NSN Development Team] erfolgreich war, darf heute Pau Marti [NSN Development Team] jubeln. Nach über drei Stunden Fahrzeit, heute bei deutlich besseren Wetterbedingungen, setzte sich der Spanier im Sprint eines dezimierten Hauptfeldes durch. Henok Mulubrhan [Nationalteam Eritrea] ist vor Mauro Cuylits [Lotto – Groupe Wanty] auf den zweiten Platz gesprintet. Das anspruchsvolle Finale und ein Sturz auf dem letzten Kilometer sorgten für eine kleine Selektion. Von Nyamata nach Huye waren wellige 134,6 Kilometer zurückzulegen. Wieder waren am Straßenrand zahlreiche Fans zu sehen, welche den Radprofis friedlich und völlig begeistert zujubelten. Teilweise erinnerten die Bilder an die Rad-WM im Vorjahr, die auch hier in Ruanda ausgetragen wurde.
„Es war ein unglaublicher Tag und ich bin wirklich sehr glücklich über den Sieg. Das Team hat von Anfang an einen großartigen Job gemacht. Im Finale haben wir uns schnell angepasst und ich musste es am Ende nur noch vollenden.“
Pau Marti
NSN hält die Ausreißergruppe klein
Direkt nach dem Start hat die Mannschaft NSN das Kommando übernommen und darüber entschieden, wie viele Ausreißer heute in die Gruppe gehen dürfen. Als sich mit Miguel Heidemann [REMBE | rad-net], Eric Nkundabera [Nationalteam Ruanda], Mike Uwiduhaye [Benediction Banafrica], Bruno Martins Lemes [Localiza Meoo/Swift] und Gabriel Sousa Silva [Localiza Meoo/Swift] fünf Fahrer einen Vorsprung von zehn Sekunden erarbeitet haben, fuhr das Team um Leader Itamar Einhorn [NSN Development Team] die Lücke wieder zu.
Etape ya Nyamata – Huye ushobora kuyikurikira kuri Youtube unyuze hano:https://t.co/cK9Y0G1Spd pic.twitter.com/65EveFfszB
— 𝗧𝗼𝘂𝗿 𝗱𝘂 𝗥𝘄𝗮𝗻𝗱𝗮 🇷🇼 (@tour_du_Rwanda) February 23, 2026
Miguel Heidemann verteidigt sein Bergtrikot und erobert das Punktetrikot
Wenig später hat ein Trio das Okay erhalten. Wieder waren Miguel Heidemann [REMBE | rad-net] und Bruno Martins Lemes [Localiza Meoo/Swift] dabei. Dritter Fahrer im Bunde war Alexander Francois Erasmus [Tshenolo]. Mike Uwiduhaye [Benediction Banafrica] verpasste den entscheidenden Moment der Gruppenbildung. Der Ruander versuchte daher als Solist aufzuschließen, was ihm aber nicht gelang. Das Trio konnte sich einen Vorsprung von über zwei Minuten erkämpfen, wurde aber von NSN kontrolliert zurückgeholt. Immerhin: Heidemann gewann beide Zwischensprints und übernahm damit das Punktetrikot. Außerdem verteidigte er an beiden Bergwertungen sein Bergtrikot.
Tödlicher Unfall bei der Tour du Rwanda
Gestern ist es auf der ersten Etappe der Tour du Rwanda zu einem schweren Unfall gekommen. In der Region Gabiro geriet ein Fahrzeug der Werbekarawane von der Strecke ab und fuhr in eine Zuschauergruppe. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt und medizinisch versorgt. Die Organisatoren bestätigten den Vorfall in einer öffentlichen Mitteilung und sprachen den betroffenen Familien ihr Beileid aus. Die Rwanda National Police hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Die 173,6 Kilometer lange Auftaktetappe von Rukomo nach Rwamagana wurde trotz des tragischen Ereignisses fortgesetzt.
Pau Marti wins the 2nd stage of Tour du Rwanda pic.twitter.com/8sGJmr1K3X
— Eemeli (@LosBrolin) February 23, 2026
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