Der nächste Philipsen könnte schon bald den Profi-Radsport aufmischen. Albert Philipsen ist aber eher ein neuer Mads Pedersen. Denn der 19-Jährige kommt auch aus Dänemark und ist alles andere als ein reiner Sprinter. Er liebt harte Rennen – und das wird er uns schon bald zeigen.
Albert Philipsen kommt vom Mountainbike und Cyclocross
Der Palmarès von Albert Philipsen kann sich sehen lassen, bereits bevor er Erwachsen wurde. Als Fünfjähriger begann er mit dem Mountainbiken. Von 2014 bis 2022 gewann er im Cross-Country in Dänemark die nationalen Meisterschaften in seiner jeweiligen Altersklasse. Nachdem er U17-Europameister wurde, sicherte er sich die Dänische Junioren-Meisterschaft im Straßenrennen, Einzelzeitfahren, Cross-Country und Cyclocross. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war allen Scouts im Profiradsport bewusst: Aus diesem jungen Dänen wird mal was! Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er bei den Radsport-Weltmeisterschaften 2023 bekannt, als er als jüngster Junioren-Weltmeister aller Zeiten im Alter von 16 Jahren Gold im Straßenrennen gewann.

Schon mit 17 Jahren bei Lidl – Trek unterschrieben
Nach seinen starken Auftritten in so unterschiedlichen Wettbewerben war die gesamte Radsportwelt hinter ihm her. Schließlich unterschrieb er im Dezember 2023 einen Vorvertrag im Team Lidl – Trek. Albert Philipsen sollte aber erst 2025 wechseln, dann aber direkt zu den Profis. Noch im Trikot der dänischen Tscherning Cycling Academy sammelte er aber bereits 2024 viel Erfahrung auf der Straße. Die Rundfahrten Course de la Paix Juniors und Ain Bugey Valromey entschied er für sich. Und fast wäre ihm bei der Straßenrad-WM 2024 der ganz große Coup gelungen. Doch Philipsen stürzte kurz vor dem Ziel und schied aus. Erstmals für Lidl – Trek in die Pedale trat er bei der letztjährigen Tour Down Under. Prompt gewann er die Nachwuchswertung. Wenige Wochen später triumphierte er bei Paris–Roubaix Espoirs. Besonders beeindruckend aber war sein Saisonfinish. Beim harten italienischen Eintagesrennen Tre Valli Varesine musste er sich nur Tadej Pogacar geschlagen geben.
Prognose: Albert Philipsen wird den Erwartungen gerecht
Jahrhunderttalente werden nur selten geboren. Und eigentlich tut man den Betroffenen damit keinen Gefallen. Die Erwartungen sind riesig und der Druck ebenso. Doch Albert Philipsen wird diesen Erwartungen gerecht werden. Der immer noch erst 19-jährige Däne hat so viel Potential, dass er selbst bei einer konservativen Entwicklung zu einem Top-Radprofi wird. Er hat gezeigt, dass er harte Rennen jeder Art liebt. Mit Kopfsteinpflaster-Passagen hat er ebenso wenig Mühe, wie mit kurzen, giftigen Anstiegen. Auch sprinten kann er schnell, auch wenn er nie ein klassischer Mann für Massensprints werden wird. Stattdessen muss man ihn als einen Fahrer sehen, der irgendwo zwischen Mads Pedersen und Mathieu van der Poel einzuordnen ist. Wohin er sich genau entwickeln wird, steht in den Sternen. Dass Albert Withen Philipsen aber ein Ausnahmetalent ist, steht außer Frage.
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