Christophe Laporte hat in Pizarra den Auftakt der Vuelta a Andalucia gewonnen. Im Massensprint konnte sich der Franzose vor allem deshalb durchsetzen, weil seine Teamkollegen zuvor das Rennen schwer gestaltet haben.

Christophe Laporte spielt all seine Erfahrung aus
Nach 150,1 Kilometern von Benahavís nach Pizarra darf Christophe Laporte [Visma | Lease a Bike] über seinen ersten Saisonsieg jubeln. Der Franzose konnte im Massensprint all seine Erfahrung ausspielen. Im anspruchsvollen Finale war er eigentlich zu früh im Wind, nahm dann Tempo heraus und suchte sich ein passendes Hinterrad. Dass er dann die nötige Geschwindigkeit sofort wieder aufnehmen und gewinnen konnte, spricht für eine herausragende Frühform. Das müssen sich auch Bastien Tronchon [Groupama – FDJ] und Ben Oliver [Modern Adventure Pro Cycling] eingestehen, die mit den Plätzen zwei und drei zufrieden sein müssen. Dem Norweger Sören Waerenskjold [Uno-X Mobility] – dem wohl besten Sprinter auf der Startliste – fehlte nach einer hart ausgefahrenen Etappe schlussendlich die Frische.
Die 72. Vuelta a Andalucia bietet den Profis und Zuschauern fünf hügelige Teilstücke. Durch die anspruchsvollen, aber nicht allzu harten Etappen ist vor dem Start nie ganz klar, wie der Tag verlaufen wird. Spannend ist auch, dass es im Ziel keine Zeitbonifikation gibt.
Auch viele Angriffe können den Massensprint nicht verhindern
Viele Fahrer haben versucht, den Massensprint zu verhindern. Unter anderem attackierten Axel Zingle [Visma | Lease a Bike], Jan Christen [UAE – XRG] und Ivan Romeo [Movistar]. Sie bildeten zeitweise eine starke, über zehn Mann starke Fluchtgruppe. Aber vor allem die Mannschaften Uno-X Mobility und Cofidis haben dafür gesorgt, dass die Ausreißer alle wieder eingeholt werden. Schon zu Beginn der Etappe sorgte der Puerto del Madroño für viel Action. Der Berg der ersten Kategorie ist der schwerste dieser Rundfahrt und musste direkt nach dem Startschuss absolviert werden. Victor Campenaerts [Visma | Lease a Bike] sicherte sich dort zehn Punkte und damit das Bergtrikot. Nachdem die Gruppen eingeholt wurden und es nur noch flach bis zur Ziellinie ging, stieg auch das Team Visma | Lease a Bike in die Tempoarbeit mit ein.
Ausreißer Ivan Romeo fliegt über die Trinkflasche, kann aber weiterfahren
Leider mussten bereits heute drei Fahrer das Rennen aufgeben. Die beiden Spanier Unai Iribar [Equipo Kern Pharma] und Iker Mintegi [Euskaltel – Euskadi] sowie der Franzose Thomas Gachignard [TotalEnergies] kamen zu Fall und konnten nicht weiterfahren. Pech hatte auch Ivan Romeo [Movistar]. Der Spanier ist während der Verpflegungszone sehr unglücklich zu Boden gefallen. Denn als einer seiner Ausreißer-Kollegen eine Flasche wegwarf, flog diese zurück auf die Straße. Ivan Romeo konnte nicht mehr ausweichen und fuhr mit seinem Vorderrad über die Trinkflasche. Er konnte den Sturz nicht mehr verhindern und fiel aus der Fluchtgruppe zurück ins Hauptfeld. Glücklicherweise – so wird er denken – ist kurz danach die Ausreißergruppe eingeholt worden. Glück im Unglück also für Ivan Romeo, einem der offensivsten Fahrer der WorldTour.

Visma | Lease a Bike deckt alle Eventualitäten ab
Für das Team Cofidis war die Mission beim heutigen Auftakt der Vuelta a Andalucia klar: Ein Massensprint soll erzwungen werden. Ein großer Gegner dieses Vorhabens war zunächst die Mannschaft Visma | Lease a Bike. Victor Campenaerts wurde gleich zu Beginn in die Offensive geschickt, um sich das Bergtrikot zu sichern. Später befand sich Axel Zingle in der Fluchtgruppe. Bei den Schwarz-Gelben war die Mission also auch deutlich ersichtlich: Die Etappe sollte so hart wie möglich gemacht werden, um entweder aus einer kleinen Fluchtgruppe heraus zum Erfolg zu kommen oder den Sprint eines dezimierten Hauptfeldes zu gewinnen. Denn mit Christophe Laporte und eben jenem Axel Zingle kann man einen Sprint zwar gewinnen, nicht aber aus einem großen Peloton heraus, wenn die schnelleren Sprinter sich noch fit fühlen. Am Ende des Tages vereinten sich die Schlachtpläne von Cofidis und Visma | Lease a Bike. Beide Teams arbeiteten in der Sprintvorbereitung zusammen – und für Visma | Lease a Bike lief alles nach Plan.

Ben Oliver sprintet sensationell auf Rang #3
Unser Fahrer des Tages kann nur Ben Oliver [Modern Adventure Pro Cycling] sein. Dem Neuseeländer gelang heute ein Sprint auf Rang drei. Das kann sich bei dieser Konkurrenz durchaus sehen lassen. Fast wäre ihm eine Sensation gelungen. Der mittlerweile schon 29-jährige Neuseeländer hat in seiner Karriere nämlich erst zwei Rennen gewonnen. Er entschied die Gravel and Tar Classic 2023 und eine Etappe der Tour de Beauce 2025 für sich. Auf professioneller Ebene ist er noch sieglos. Nun fährt er für das neue Team von Bobby Julich und George Hincapie und hat schon zu Jahresbeginn gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Bei den Neuseeländischen Meisterschaften fuhr er auf Rang drei im Zeitfahren auf auf Rang sechs im Straßenrennen. Und nun dieser Platz auf dem Podium der Vuelta a Andalucia – so kann das Jahr für ihn weitergehen.
🐝🙏🏼🏆 Victoria 𝐑𝐄𝐏𝐀𝐑𝐀𝐃𝐎𝐑𝐀 para Visma: Christophe Laporte, primer líder de la @VCANDALUCIA en Pizarra
— Eurosport.es (@Eurosport_ES) February 18, 2026
Éxito necesario, entre tantos rumores y noticias sobre la formación neerlandesa
📺 La #72RdS del centenario, hasta el domingo 22 en Eurosport y @StreamMaxES pic.twitter.com/vyFb6Ojlhh
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-> Hier gehts zum Rennbericht der heutigen Etappe der UAE Tour.


1 Gedanken zu „Christophe Laporte sprintet in Andalusien zum Auftakterfolg“