Juan Ayuso hat die Volta ao Algarve gewonnen. Der Spanier war bei der Bergankunft auf dem Alto do Malhão der Schnellste und beendet die Rundfahrt damit sogar mit einem Etappensieg.
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Juan Ayuso wehrt alle Angriffe ab und gewinnt die Volta ao Algarve
Was für ein perfekter Abschluss für Juan Ayuso [Lidl – Trek]! Der Spanier gewann nach zwei zweiten Plätzen während dieser Volta ao Algarve die Schlussetappe auf dem Alto do Malhão (2,6 km à 9 %). Damit gewinnt er das Gelbe Trikot, nachdem er nach dem Start in Faro über 148,4 Kilometer lang zahlreiche Attacken abwehren musste. Seine Mannschaft Lidl – Trek war aber stets stark vertreten, um ihn zu unterstützen. Rang zwei geht am heutigen Tag an Oscar Onley [Ineos Grenadiers] vor Paul Seixas [Decathlon CMA CGM], der damit seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigen konnte. Im GC hat sich somit nicht viel geändert, obwohl es diese Schlussetappe wirklich in sich hatte.
| Die Ausreißer des Tages auf der Schlussetappe der Volta ao Algarve | ||
|---|---|---|
| Fahrer | Nationalität | Team |
| Maximilian Schachmann | Deutschland | Soudal Quick-Step |
| Jan Tratnik | Slowenien | Red Bull – Bora – hansgrohe |
| Tobias Bayer | Österreich | Alpecin – Premier Tech |
| Luca Van Boven | Belgien | Lotto Intermarché |
| Julian Alaphilippe | Frankreich | Tudor |
Schachmann fährt virtuell ins Gelbe Trikot und stürzt in der Abfahrt
Das heutige Teilstück begann direkt mit einem echten Feuerwerk. Da der erste Zwischensprint in Olhão nur wenige Kilometer vom Start entfernt war, konnte sich davor keine Ausreißergruppe lösen. Juan Ayuso [Lidl – Trek] fuhr aufmerksam und aktiv, wie schon die gesamte Volta ao Algarve über, und sicherte sich eine Bonussekunde. Damit vergrößerte er den virtuellen Vorsprung auf seinen Verfolger von sieben auf acht Sekunden. Danach bildete sich eine Ausreißergruppe mit Maximilian Schachmann [Soudal Quick-Step], Jan Tratnik [Red Bull – Bora – hansgrohe], Tobias Bayer [Alpecin – Premier Tech], Luca Van Boven [Lotto Intermarché] und Julian Alaphilippe [Tudor]. Da der Vorsprung zeitweise über zwei Minuten anstieg, fuhr Maximilian Schachmann virtuell im Gelben Trikot. Rund 35 Kilometer vor dem Ziel dann aber der Schock: Gemeinsam mit Alaphilippe hat er sich von seinen Begleitern gelöst, kam aber in einer abschüssigen Linkskurve zu Fall. Damit war sein starker Versuch beendet.
Lipowitz und Almeida eröffnen das Finale früh
Wer damit gerechnet hat, dass die Favoriten bis zum Schlussanstieg warten, hat sich getäuscht. Florian Lipowitz [Red Bull – Bora – hansgrohe] attackierte bereits rund 50 Kilometer vor dem Ziel bei der ersten Überfahrt des Alto do Malhão (2,6 km à 9 %). Obwohl sich der Deutsche nicht lösen konnte, sorgte er mit diesem Antritt für Chaos und Reaktionen. Kaum zurückgeholt, ging Joao Almeida [UAE – XRG] in die Offensive. Das Hauptfeld wurde derart dezimiert, dass nur noch ca. zehn Fahrer zusammen waren. Dann ging Lipowitz erneut, diesmal nicht alleine, sondern mit dem Franzosen Kévin Vauquelin [Ineos Grenadiers] am Hinterrad. Da in die Favoritengruppe aber wieder drei Helfer von Juan Ayuso [Lidl – Trek] aufschließen konnten, war das Unterfangen für die beiden nicht einfach.
Almeida versucht alles, aber Ayuso ist der Stärkste
Exakt am Fuße des Schlussanstiegs sind mit Florian Lipowitz [Red Bull – Bora – hansgrohe] und Kévin Vauquelin [Ineos Grenadiers] die letzten beiden Flüchtigen eingefangen worden. Die Favoritengruppe fuhr mit ca. 20 Mann in den Alto do Malhão (2,6 km à 9 %) hinein. Joao Almeida [UAE – XRG] schien sich einiges vorgenommen zu haben, denn er fuhr den kompletten Berg von vorn. Der Portugiese ist ja bekannt dafür, sich am kurzen, giftigen Anstiegen schwer zu tun und sein eigenes Tempo zu fahren – eine gute Strategie also. Doch als das Tempo noch einmal forciert wurde, konnte Almeida nichts entgegensetzen. Juan Ayuso [Lidl – Trek] und Oscar Onley [Ineos Grenadiers] lieferten sich ein spannendes Sprintduell, welches knapp an den Spanier ging. Damit feiert Ayuso letztendlich einen souveränen Gesamtsieg.

Red Bull – Bora – hansgrohe versuchte es mit einer Relais-Station
Obwohl die Mannschaft Red Bull – Bora – hansgrohe mit der Volta ao Algarve insgesamt sicher nicht zufrieden sein kann, hat sich der deutsche Rennstall heute taktisch stark präsentiert. Der Plan war vermutlich vom Start weg klar. Die Zuschauer konnten ihn aber erst später verstehen. Jan Tratnik wurde in der Fluchtgruppe platziert, nicht um den Tagessieg einzufahren, sondern um als Relais-Station zu fungieren. Ziel war, mit Florian Lipowitz bereits bei der ersten Überquerung des Alto do Malhão (2,6 km à 9 %) zu attackieren und zu Tratnik aufzuschließen. Dieser hätte dann – bei Chaos in der Favoritengruppe – für einen großen Vorsprung sorgen können. Der Plan ging soweit gut, soweit Red Bull – Bora – hansgrohe Einfluss nehmen konnte. Denn dass in der Favoritengruppe um Leader Juan Ayuso [Lidl – Trek] zu diesem Zeitpunkt noch drei seiner Helfer arbeiten können – damit war nicht zu rechnen. So ging der gut durchdachte Plan der Relais-Station diesmal nicht auf.
Results powered by FirstCycling.com
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