Max Kanter hat sensationell die zweite Etappe von Paris-Nizza gewonnen. Der Deutsche konnte sich in einem langen, harten Sprint von vorne gegen Laurence Pithie durchsetzen. Danach ließ er seinen Gefühlen freien Lauf.
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Max Kanter feiert seinen erste WorldTour-Sieg
Bei Überqueren der Ziellinie schlägt er sich mit der rechten Hand auf den Helm, als würde er es selbst nicht glauben können. Doch Max Kanter [XDS Astana] darf sich freuen. Der Deutsche hat sich nach 187 Kilometern von Épône nach Montargis vor Laurence Pithie [Red Bull – Bora – hansgrohe] und Jasper Stuyven [Soudal Quick-Step] durchgesetzt. Damit gewinnt er erstmals ein Rennen auf WorldTour-Ebene. Gesamtführender bleibt der gestrige Etappensieger Luke Lamperti [EF Education – EasyPost]. Mit Daan Hoole [Decathlon CMA CGM] wurde der letzte Ausreißer erst 700 Meter vor dem Ziel eingeholt. Der Niederländer hat im letzten Rennviertel attackiert, während zu diesem Zeitpunkt im Peloton das Tempo völlig eingeschlafen war.
Casper Pedersen baut seine Führung in der Bergwertung aus
Alle Teams rechneten heute fest mit einem Massensprint. Denn nur zwei Fahrer haben sich als frühe Ausreißer in die Offensive gewagt. Casper Pedersen [Soudal Quick-Step] und Mathis Le Berre [TotalEnergies] haben es auf die Bergwertungen abgesehen. Sowohl an der Côte des Mesnuls (1,2 km à 5,5 %), der Côte de Villeconin (1,0 km à 6,1 %) und der Côte du Pressoir (1,0 km à 6,6 %) war der Däne schneller als der Franzose. Damit verteidigt er sein Bergtrikot nicht nur souverän, sondern baut seinen Vorsprung deutlich aus.
Juan Ayuso sichert sich vier Bonussekunden
Dass er sich bei einwöchigen Rundfahrten gerne auf Flachetappen Bonussekunden holt, hat Juan Ayuso [Lidl – Trek] bereits bei der Volta ao Algarve gezeigt. Jetzt hat er es wieder getan. Beim Zwischensprint in Fromont rund 50 Kilometer vor dem Ziel konnte sich der Spanier sogar gegen den gestrigen Etappensieger Luke Lamperti [EF Education – EasyPost] durchsetzen und hinter Vito Braet [Lotto Intermarché] auf Rang zwei sprinten. Damit lässt er sich vier Sekunden gutschreiben. Ein vielleicht entscheidender Vorteil gegenüber seinen Kontrahenten, denn viele harte und lange Berge gibt es in diesem Jahr bei Paris-Nizza nicht.
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Luke Lamperti gewann den Auftakt von Paris-Nizza 2026
Gestern ist es zum Auftakt von Paris-Nizza 2026 nach 170,9 Kilometern von Achères nach Carrières-sous-Poissy zu einem etwas chaotischen Massensprint gekommen. Diesen hat Luke Lamperti [EF Education – EasyPost] vor Vito Braet [Lotto Intermarché] und Orluis Aular [Movistar] für sich entschieden. Damit hat der US-Amerikaner sein erstes Rennen auf WorldTour-Niveau gewonnen. Die deutschen Sprint-Hoffnungen Phil Bauhaus [Bahrain – Victorious], Pascal Ackermann [Jayco AlUla] und Max Kanter [XDS Astana] kamen nicht in der ersten Gruppe ins Ziel und konnten daher nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen.
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