Pro Cycling Manager: Der amtierende Weltmeister im PCM kommt aus Deutschland. Im vergangenen Jahr hat der jetzt 22-jährige Stuttgarter erstmals den WM-Titel eingefahren. Uns erzählt er im Interview seine Geschichte, äußert Kritik und wagt einen Ausblick.
Mit nur vier Jahren Erfahrung zum PCM-Weltmeister
Lewis Hamilton, Cristiano Ronaldo, Tadej Pogacar und Tim – Wer passt nicht in die Reihe? Richtig: Es ist Cristiano Ronaldo, denn die anderen drei Genannten sind in ihrer Karriere Weltmeister geworden. Tim, 22 Jahre alt aus Stuttgart, hat sich nach nur vier Jahren Erfahrung zum Weltmeister im Pro Cycling Manager gekrönt. In der 24er-Version ließ er im Finale all seine Kontrahenten aus Frankreich, Portugal und Großbritannien hinter sich. Im Interview mit uns erzählt er seine Geschichte und äußert Kritik am aktuellen PCM25, findet aber auch lobende Worte.
Im vergangenen Jahr bist du erstmals Weltmeister im PCM geworden. Kam das für dich überraschend oder hast du schon intensiv auf dieses Ziel hingearbeitet?
„Ich habe das ganze Jahr über viel PCM gespielt und viele Erfahrungen mit dem Spiel gemacht, das hat mir bei der WM sicherlich geholfen. Nachdem ich im letzten Jahr bereits den vierten Platz belegt hatte, war das große Ziel eine Medaille zu holen. Das es am Ende der Weltmeistertitel wurde, war dann natürlich noch besser.“
Wie bist du zum PCM gekommen und wie oft hast du schon an der WM teilgenommen?
„Ich habe mit dem PCM 2022 angefangen. Ich habe bei einem Freund das Spiel gesehen und habe es mir anschließend gekauft und war sofort völlig im Spiel gefangen. Ich habe dann auch direkt im ersten Jahr bei der WM mitgespielt, allerdings noch recht erfolglos. Im zweiten Jahr (PCM 2023) wurde es dann der vierte Platz und im dritten Anlauf hat es mit dem Weltmeistertitel funktioniert.“
Was fasziniert dich am Radsport allgemein?
„Am spannendsten finde ich die Variation an Etappenprofilen. Bei jedem Rennen gibt es einen unterschiedlichen Kreis an Fahrern, die das Rennen gewinnen können und dementsprechend auch völlig unterschiedliche Taktiken, die von den Teams und Fahrern gewählt werden. Dazu kommen bei Rundfahrten häufig völlig unterschiedliche Interessen der Teams und daher bilden sich immer wieder taktisch interessante Situationen, die das Rennen spannend machen.“
Kann der PCM diese Faszination auffangen und realistisch abbilden?
„Ja, kann er. Der PCM macht genauso wie der reale Radsport unfassbar viel Spaß. Das Spiel hat zwar seine Probleme aber das Spiel ist genauso wie der reale Radsport unglaublich vielseitig. Man kann in die Rolle aller Teams schlüpfen und alle Etappen aus der Sicht der jeweiligen Teams fahren. Dadurch kann man sich völlig unterschiedliche Ziele setzen und entsprechend die Taktik für das jeweilige Rennen gestalten.“
Welche Etappen bzw. Rennen machen dir besonders viel Spaß?
„Die Kopfsteinpflaster-Klassiker und die harten Bergetappen sind am spannendsten und machen am meisten Spaß. Ich habe aber auch nichts gegen Sprintetappen. Ich würde sagen die Mischung macht es.“
Hast du zwei oder drei Tipps für all diejenigen, die den PCM nicht so häufig spielen?
„Legt euch vor der Etappe immer einen Plan zurecht. Überlegt euch, wer euer Kapitän ist, und bringt Ihn möglichst frisch in den entscheidenden Teil in der Etappe. Außerdem ist es immer wichtig an den entscheidenden Stellen gut positioniert zu sein damit man nicht die entscheidende Attacke verpasst.“
Was würdest du am PCM verbessern, wenn du es könntest?
„Ich finde die Hügeletappen sind ein großes Problem im PCM. Im Singleplayer hat die KI sehr große Probleme sich vernünftig zu verhalten und im Multiplayer ist es sehr schwer Lücken zu kreieren, selbst mit Fahrern wie Tadej Pogacar, ist es schwer bei Liège-Bastogne-Liège einem Sprint einer größeren Gruppe zu entgehen. Was mich am meisten stört ist das man an Bergen, die nicht extrem lang sind, kaum für Abstände sorgen kann. Das liegt daran das der Windschatten-Effekt an Bergen viel zu stark ist, dadurch können auch schlechte Bergfahrer mit den Spitzenfahrer mithalten, solange der Berg nicht extrem lange ist. Der Karrieremodus hat auch einige Baustellen. Aktuell gibt es nicht genügend Möglichkeiten wie man Einfluss auf sein Team nehmen kann, dazu ist das Transfersystem veraltet und muss dringend überarbeitet werden.“
Nimmst du auch dieses Jahr an der WM teil und wann findet sie statt?
„Aktuell ist es leider noch nicht sicher, ob eine WM stattfindet. Für den Fall, dass Sie stattfindet, bin ich natürlich dabei und versuche meinen Titel zu verteidigen. Die WM wird immer im April und Mai ausgetragen.“
Recruitment for the #TDF2026 & #PCM26 public playtests are now open! 🚀
— Tour de France Video Games (@PCyclingManager) February 26, 2026
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