Remco Evenepoel ist für viele überraschend direkt am ersten Berg der UAE Tour abgehängt worden. Der Favorit wird mit dem Gesamtsieg vermutlich nichts zu tun haben. Doch laut eigenen Aussagen kam dieser Einbruch für ihn nicht überraschend.
Remco Evenepoel: „Zu Beginn der Saison habe ich an solchen Anstiegen oft solche Momente“
Am steilen Schlussanstieg des Jebel Mobrah bekam Remco Evenepoel auf der dritten Etappe der UAE Tour Krämpfe und musste früh abreißen lassen. Der Belgier, der tags zuvor noch das Zeitfahren gewann, verlor mehr als zwei Minuten auf den Etappensieger Antonio Tiberi. Auch im Gesamtklassement fiel er deutlich zurück und rutschte aus den Top Ten. Remco Evenepoel äußerte sich nach dem Rennen gegenüber der belgischen Zeitung Nieuwsblad.
Remco Evenepoel:
„Am Fuß des Anstiegs spürte ich bereits Krämpfe, vielleicht wegen der gestrigen Anstrengung, die ich noch nicht vollständig verarbeitet hatte. Als ich abreißen lassen musste, hatte ich einen sehr schlechten Kilometer. Danach ging es etwas besser, aber insgesamt hatte ich heute einfach kein gutes Gefühl in den Beinen. Ich habe genug getrunken, also lag es nicht an der Hitze, auch wenn ich schlecht geschlafen habe. Letztendlich kann ich keine Ausreden machen. Ich liege etwa eineinhalb Minuten zurück, vielleicht kann ich am Samstag noch um den Etappensieg fahren.“
Sein Sportlicher Leiter Klaas Lodewyck hatte Angst
Remco Evenepoel hat sich laut eigener Aussage also nicht gut gefühlt und die gestrige Anstrengung noch nicht verdaut. Und auch sein Sportlicher Leiter Klaas Lodewyck sagte gegenüber cyclingnews.com, dass Evenepoel zu Beginn einer Saison an solchen Anstiegen häufiger schon Probleme hatte.
Klaas Lodewyck:
„Vielleicht war Remco am Anfang etwas zu enthusiastisch und hat sich sehr gut gefühlt, was er am Ende bezahlt hat. Aber wir müssen daraus kein Drama machen . Er hat gestern nach belieben gewonnen und es sind noch einige Tage zu fahren. Viele seiner Konkurrenten hatten bereits ein Höhentrainingslager und wir wissen, dass Remco diese Vorbereitung für lange Anstiege braucht. Deshalb hatte ich vor dieser Etappe etwas Angst. Es ist Februar und noch viel Zeit bis zu den großen Zielen. Er ist natürlich enttäuscht, aber ich bin sicher, dass er sofort wieder angreifen und nach vorne schauen wird.“
🇦🇪 #UAETour
— Red Bull – BORA – hansgrohe (@RBH_ProCycling) February 18, 2026
A tough day in the mountains. Remco finished 18th and now ranks 11th in the GC. That’s racing. There will be new opportunities in the coming stages 💪
__________
📷 @GettySport pic.twitter.com/BBrBPwVpU1
Auch del Toro fiel früh ab, kam aber stark zurück
Sogar noch vor Remco Evenepoel wurde am Jebel Mobrah Isaac del Toro abgehängt. Doch während Evenepoel zunächst vorn mitfuhr und dann völlig einbrach, ließ sich del Toro früh abhängen und rollte schlussendlich das Feld von hinten auf. Für Rang zwei sollte es am Ende noch reichen. Durch das Ergebnis liegt er nun auch im Gesamtklassement auf Rang zwei und hat 21 Sekunden Rückstand auf Antonio Tiberi. Del Toro betonte, dass er am Anstieg sehr vorsichtig mit seinen Kräften umging und lobte die Arbeit seines Teams. Trotz der knappen Niederlage zeigte er sich gegenüber cyclingnews.com zufrieden mit seiner Leistung, auch wenn das Ergebnis schmerzhaft sei.
Isaac del Toro:
„Es war auf dem Papier ein superharter Anstieg. Deshalb habe ich einfach versucht, mein Limit nicht zu sehr zu überschreiten. Ich meine, die Jungs waren zu stark und ich wollte nicht zu optimistisch sein, also habe ich einfach versucht, mein eigenes Tempo zu fahren. Das Team hat perfekte Arbeit geleistet, um mir zu helfen, also konnte ich dank ihnen mit Selbstvertrauen im Finale angreifen. Ich bin zufrieden mit dem, was ich geleistet habe.“
All heart on Jebel Mobrah💪
— @UAE-TeamEmirates (@TeamEmiratesUAE) February 18, 2026
🥈 @ISAACDELTOROx1 takes second place on the first summit finish of the #UAETour 🇦🇪 and moves up to second overall.#WeAreUAE pic.twitter.com/CoOhJHiHJe

