Vuelta a Andalucia 2026: Parallel zur Volta ao Algarve findet traditionell eine Rundfahrt in Spanien statt. Auch als Ruta del Sol bekannt, führt sie ebenfalls über fünf Etappen und ist eine hügelige Angelegenheit. Wir blicken auf die Etappen, die Startliste und die Favoriten.

Vuelta a Andalucia 2026: Es gibt nicht DIE EINE entscheidende Etappe
Vuelta a Andalucia 2026: Die 72. Austragung der Ruta del Sol hat keine Etappen für klassische Sprinter zu bieten, keine für Zeitfahrer und auch keine für Bergfahrer. Sie bietet den teilnehmenden Profis fünf hügelige Teilstücke, auf denen nahezu alles passieren kann. Am ersten Tag sind die Schwierigkeiten in der ersten Rennhälfte zu absolvieren, ehe danach eigentlich alles nach Massensprint aussieht. Aber ob nach drei Bergankünften noch schnelle Männer im Peloton sind? Ungewiss. Es folgt eine weitere Etappe, die für hügelfeste Sprinter geeignet ist. Leicht ansteigend geht es hinauf zur Ziellinie in Otura. Die dritte Etappe sieht aus wie eine klassische Überführungsetappe einer Tour de Fracne, auf der Ausreißer gute Karten hätten. Doch da hier bei der Vuelta a Andalucia 2026 die Abstände gering sind, wird wohl kaum eine Flucht Erfolg haben.
| Etappenübersicht | |||
|---|---|---|---|
| Datum | Wochentag | Etappe / Strecke | km |
| 18.02 | Mittwoch | Stage 1 | Benahavís – Pizarra | 150,1 |
| 19.02 | Donnerstag | Stage 2 | Torrox – Otura | 138,6 |
| 20.02 | Freitag | Stage 3 | Jaén – Lopera | 180,9 |
| 21.02 | Samstag | Stage 4 | Montoro – Pozoblanco | 166,0 |
| 22.02 | Sonntag | Stage 5 | La Roda de Andalucía – Lucena | 167,8 |
Entscheidet wirklich der Alto de la Primer Cruz?
Ähnlich sieht der Tag danach aus. Direkt nach dem Start in Montoro geht es bergauf. Die zweite Rennhälfte ist wellig, aber nicht allzu anspruchsvoll. Kann hier zu Beginn ein Sprinter im Feld bleiben oder nur mit geringem Abstand die Kuppe überqueren, sprintet er in Pozoblanco um den Tagessieg. Am letzten Tag der Vuelta a Andalucia 2026 könnten erstmals richtige Abstände generiert werden. Denn knapp sechs Kilometer vor dem Ziel in Lucena ist der Alto de la Primer Cruz zu absolvieren. Er ist zwar nur 2,8 Kilometer lang und im Durchschnitt 5,9 Prozent steil – aber man nimmt was man kriegen kann.

Alex Aranburu lässt sich nicht abhängen
Noch vor einigen Wochen wäre ein Tipp auf Alex Aranburu [Cofidis] als Dark Horse akzeptiert worden. Spätestens nach seiner Vorstellung bei der Figueira Champions Classic ist er hier aber einer der Favoriten – und unser Topfavorit. Dort ließ sich der Spanier von Brandon McNulty [UAE – XRG] und Antonio Morgado [UAE – XRG] nicht abhängen. Im Gegenteil: Er selbst ließ sogar Kletter-Ass Daniel Martinez [Red Bull – Bora – hansgrohe] und Supertalent Jarno Widar [Lotto Intermarché] stehen. Hält er seine Form bis zur Vuelta a Andalucia 2026, ist er fast nicht zu schlagen, da er eben auch sprintstark ist.
Pidcock, Christen und Gregoire werden attackieren
Alex Aranburu [Cofidis] muss dranbleiben, wenn Tom Pidcock [Pinarello Q36.5], Romain Gregoire [Groupama – FDJ] und Jan Christen [UAE – XRG] attackieren. Ein Dark Horse zu finden ist schwer, da hier potentiell viele Fahrer unter die Top Ten fahren können. Wir trauen César Macías [Burgos Burpellet BH] zumindest eine kleine Überraschung zu. Der Mexikaner kommt langsam in Form, fühlt sich an Hügeln wohl und ist sprintstark.

Ein letztes Aufbäumen des Miguel Ángel López
Er war einer der besten Kletterer seiner Generation. Miguel Ángel López gewann 2021 die Ruta del Sol, im selben Jahr auch noch eine Etappe der Vuelta a Espana. In diesem Jahr fuhr er neun Monate für Movistar, bevor er zurück zu Astana flüchtete. Der Kolumbianer sah nicht ein, für seine Teamkollegen zu ackern. Schließlich ist doch er der Superstar. Nach einem durchwachsenen Jahr 2022 wechselte er zum Team Medellin – EPM auf Continental-Ebene. Es wirkte wie eine Aufgabe. Wenig später wurde er wegen Dopings mit Menotropin von der UCI gesperrt und von seiner Mannschaft suspendiert. Heute ist er 32 Jahre alt und seine Karriere ist so gut wie beendet. Seine Sperre geht bis Juli 2027. Aber im Mai 2021 – viele Rennen wurden wegen der Corona-Pandemie verschoben – ließ er sein ganzes Können aufblitzen. Er gewann die einzige Bergankunft und sicherte sich den Gesamtsieg. Klassische Kletterer wie Miguel Angel Lopez werden im heutigen Radsport vermisst, Menschen wie er eher weniger.
| Die Top 3 der Rundfahrt in den letzten Jahren | |||
|---|---|---|---|
| Jahr | Sieger | 2. | 3. |
| 2025 | SIVAKOV Pavel | BERTHET Clément | PIDCOCK Thomas |
| 2024 | |||
| 2023 | POGAČAR Tadej | LANDA Mikel | BUITRAGO Santiago |
| 2022 | POELS Wout | RODRÍGUEZ Cristián | LÓPEZ Miguel Ángel |
| 2021 | LÓPEZ Miguel Ángel | TOLHOEK Antwan | AMEZQUETA Julen |
| 2020 | FUGLSANG Jakob | HAIG Jack | LANDA Mikel |
| 2019 | FUGLSANG Jakob | IZAGIRRE Ion | KRUIJSWIJK Steven |
| 2018 | WELLENS Tim | POELS Wout | SOLER Marc |
| 2017 | VALVERDE Alejandro | CONTADOR Alberto | PINOT Thibaut |
| 2016 | VALVERDE Alejandro | VAN GARDEREN Tejay | MOLLEMA Bauke |
| 2015 | FROOME Chris | CONTADOR Alberto | INTXAUSTI Beñat |
Vuelta a Andalucia Ruta Ciclista Del Sol 2026: Alle Etappenprofile

18. Februar, 1. Etappe: Benahavís – Pizarra (150,1 km)
Die erste Etappe der Vuelta a Andalucia 2026 führt über ein anspruchsvolles, sehr kurvenreiches Profil durch das Landesinnere der Provinz Málaga. Nach dem Start in Benahavís steht schnell bergiges Gelände an, wobei der Aufstieg zum Puerto del Madroño (Kategorie 1) als erste große Herausforderung des Tages dient – eine lange, gleichmäßige Steigung, die erste Unterschiede im Feld hervorbringen wird. Danach folgen der Puerto del Viento und der Puerto de las Abejas. Kurze, harte Anstiege, die die Beine richtig fordern. Nach dem schwierigsten Teil der Strecke geht es auf etwas leichterem, aber weiterhin unruhigem Terrain Richtung Pizarra.

19. Februar, 2. Etappe: Torrox – Otura (138,6 km)
Der zweite Tag der Vuelta a Andalucia 2026 beginnt am Meeresspiegel und endet im Binnenland von Granada. Nach den schnellen ersten Kilometern entlang der Küste verändert sich das Gelände deutlich mit dem langen Anstieg zum Puerto de la Cabra (Kategorie 1), einem der wichtigsten Berge dieser Ausgabe. Er wird das Hauptfeld stark selektieren. Auch später bleiben die Rampen anspruchsvoll, besonders der kurze, aber intensive Alto de la Malahá (Kategorie 3) gegen Ende, der vor dem Abstieg nach Otura entscheidend sein kann.

20. Februar, 3. Etappe: Jaén – Lopera (180,9 km)
Heute zeigt sich das typische Profil der Provinz Jaén, geprägt von unaufhörlichen Wellen zwischen den Olivenhainen. Zwar gibt es keine hohen Alpenpässe, aber es warten Anstiege wie der Alto de Santa Ana (Kategorie 3) und mehrere hintereinanderliegende Rampen, die das Feld schwer kontrollierbar machen. Enge Straßen und ständige Tempowechsel fördern Attacken und die natürliche Selektion im Peloton.

21. Februar, 4. Etappe: Montoro – Pozoblanco (166,0 km)
Die vierte Etappe der Vuelta a Andalucia 2026 führt tief in die Sierra Morena von Córdoba mit einer langen und kräftezehrenden Strecke. Von Montoro aus wird die Route stetig härter. Auch wenn die Pässe nicht besonders lang sind, macht die Abfolge von Rampen und Kategorie-3-Anstiegen die Etappe zu einem echten Ausdauertest. Der letzte Abschnitt nach Pozoblanco ist zwar leichter, bietet aber kaum Erholung und kann bei hohem Tempo für Unterschiede sorgen.

22. Februar, 5. Etappe: La Roda de Andalucía – Lucena (167,8 km)
Die fünfte und letzte Etappe ist nervös und vielseitig – ideal, um die Gesamtwertung zu entscheiden. Vom Start in La Roda de Andalucía geht es über welliges Terrain mit mehreren Kategorie-3-Anstiegen, die ein bequemes Kontrollieren des Rennens unmöglich machen. Die letzten kurzen, aber harten Rampen vor Lucena bieten perfekte Bedingungen für entscheidende Attacken.


2 Gedanken zu „Vuelta a Andalucia 2026: Nur wer Hügel mag, steht hier am Start“