Remco Evenepoel hat die Königsetappe der Volta Comunitat Valenciana für sich entschieden. Der Belgier gewann nach 172 Kilometern von La Nucía nach Teulada Moraira souverän und steht damit vor dem Gesamtsieg.

Remco Evenepoel ist in Spanien nicht zu bremsen
Spanien – und er hat es schon wieder getan. Remco Evenepoel [Red Bull – Bora – hansgrohe] feiert in dieser Saison bereits seinen fünften Sieg – und alle fünf in Spanien. Auf der Königsetappe der Volta Comunitat Valenciana mit insgesamt fünf Bergwertungen ließ seine Mannschaft keine Zweifel aufkommen, dass sie hier das Renngeschehen bestimmen wird. Die Entscheidung wurde am Puig de la Llorenca (2,3 km à 9,3 %) rund 15 Kilometer vor dem Ziel herbeigeführt, als Remco Evenepoel mit einem explosiven Antritt alle Kontrahenten abschüttelte. Als Solist erreichte er den Zielort Teulada Moraira und damit führt er nun die Gesamtwertung souverän an. Morgen endet die Rundfahrt in Valencia. Eine Veränderung in der Gesamtwertung wird nicht mehr erwartet. Wir rechnen mit einem Massensprint, obwohl in der ersten Rennhälfte zwei Berge absolviert werden müssen.
Van der Tuuk verteidigt sein Bergtrikot
Acht Fahrer, darunter Julien Bernard [Lidl – Trek] und Steff Cras [Soudal – Quick-Step] haben sich zu Beginn der Etappe aus dem Hauptfeld abgesetzt. Bei den ersten drei Bergwertungen lieferten sich Danny van der Tuuk [Euskaltel – Euskadi] und Carlos García Pierna [Burgos Burpellet BH] ein spannendes Duell. Am Coll de Rates (13,3 km à 2,9 %) und dem Alto del Sorells (3,1 km à 5,0 %) hatte der Pole die Nase vorn. Am Alto del Miserat (5,4 km à 9,7 %) war es der Spanier. Damit bleibt Van der Tuuk im Bergtrikot und wird es sich morgen nicht mehr nehmen lassen.
| Die acht Ausreißer des Tages | |
|---|---|
| Julien Bernard | [Lidl – Trek] |
| Steff Cras | [Soudal – Quick-Step] |
| Danny van der Tuuk | [Euskaltel – Euskadi] |
| Carlos García Pierna | [Burgos Burpellet BH] |
| Jakub Otruba | [Caja Rural – Seguros RGA] |
| Fernando Tercero | [Team Polti VisitMalta] |
| Lewis Askey | [NSN] |
| Tommaso Nencini | [Solution Tech NIPPO Rali] |
Red Bull – Bora – hansgrohe macht früh ernst und hängt Girmay ab
Schon weit vor dem eigentlichen Etappenfinale war klar: Die Ausreißer werden heute nicht weit kommen. Denn bereits am Alto del Miserat (5,4 km à 9,7 %) wurde das Tempo derart erhöht, dass der Vorsprung in sich zusammenfiel. Das Team Red Bull – Bora – hansgrohe forcierte das Tempo und schüttelte damit unter anderem den Gesamtführenden Biniam Girmay [NSN] ab. Die nächste Stufe der Eskalation zündete der Raublinger Rennstall am Puig de la Llorenca (2,3 km à 9,3 %). Perfekt vorbereitet, vollendete Remco Evenepoel [Red Bull – Bora – hansgrohe] den finalen Angriff. Der Belgier löste sich aus der Gruppe der Favoriten. Zunächst konnte Antonio Tiberi [Bahrain – Victorious] noch mithalten, doch dann ging auch der Italiener ein. Evenepoel war weg – und ließ sich nicht mehr einholen.
Almeida fehlt die Spritzigkeit
Hinter dem souveränen Solisten mühte sich vor allem Brandon McNulty [UAE – XRG] ab. Der US-Amerikaner versuchte verzweifelt, seinen Kapitän Joao Almeida [UAE – XRG] wieder nach vorn zu führen. Doch der Portugiese verlor vor allem im steilen Abschnitt Sekunde um Sekunde. Immerhin sprintete Almeida schlussendlich auf Rang zwei. Knapp setzte er sich vor Giulio Pellizzari [Red Bull – Bora – hansgrohe] durch, der den Doppelsieg der deutschen Mannschaft fast perfekt gemacht hätte.
Uijtdebroeks muss die Volta Comunitat Valenciana aufgeben
Cian Uijtdebroeks [Movistar] hat sich seinen Einstand bei seiner neuen Mannschft auch etwas erfolgreicher gewünscht. Der Belgier konnte wegen seiner Sturzverletzungen zur heutigen Etappe nicht mehr antreten. Leider sind auch Balint Feldhoffer [Bahrain – Victorious] und Antonio Polga [Novo Nordisk] nicht mehr mit dabei. Außerdem hat während der heutigen Etappe Victor Langellotti [Ineos Grenadiers] aufgegeben. Erwar gemeinsam mit seinem Teamkollegen, dem gestrigen Etappensieger, AJ August zu Fall gekommen.

Julien Bernard opfert sich auf – doch seine Kapitäne waren zu schwach
Heute hat Julien Bernard [Lidl – Trek] auf sich aufmerksam gemacht. Der 33-Jährige Fahrer aus Frankreich war Teil der Ausreißergruppe, ist aber keinen einzigen Meter für sich selbst gefahren. Oft im Wind zu sehen, hielt er die Fluchtgruppe bei stetig hohem Tempo. Dass er am Ende derjenige war, der als einziger übrig blieb, als es den Puig de la Llorenca (2,3 km à 9,3 %) hochging, ist durchaus beeindruckend. Von den Favoriten eingeholt, hielt er sofort Ausschau nach seinen beiden Kapitänen. Doch Tao Geoghegan Hart und Mathias Vacek waren leider nicht unter den Stärksten. So konnte Bernard nur noch für Schadensbegrenzung sorgen. Schade, denn bei solch einer starken Leistung hätte man ihm mehr gegönnt.

Polti VisitMalta präsentiert sich offensiv
Auf der heutigen Etappe haben wir uns die Mannschaft Polti VisitMalta etwas genauer angesehen. Das Nachfolgeteam von Eolo – Kometa hat ein starkes Aufgebot nach Valencia geschickt. Mit Giovanni Lonardi belegten sie auf der ersten Etappe in Torreblanca sensationell Rang drei. Mit Mirco Maestri, Alessandro Tonelli und Mattia Bais haben sie vor dem Start dieser Königsetappe noch drei Fahrer innerhalb des 10-Sekunden-Abstands auf Leader Biniam Girmay positioniert. Um sich auch heute als UCI ProTeam gut zu verkaufen, steckte man wie so oft jemanden in die Fluchtgruppe. Fernando Tercero – ein durchaus unterschätzter Fahrer – wurde aber genauso wie seine Begleiter Opfer des hohen Tempos im Hauptfeld. Dennoch hat Polti VisitMalta mit diesem Schachzug wieder alles richtig gemacht. Denn mit nur 19 Sekunden Rückstand in der Gesamtwertung war er der Bestplatzierte der Ausreißer.
Mattia Bais verpasst die Chance auf eine Top-Platzierung
Plan A war für die Mannschaft Polti VisitMalta aber ohnehin Mattia Bais. Der Italiener sammelte während der Rundfahrt bereits Bonussekunden, so dass er als Gesamtfünfter in die heutige Etappe startete. Eigentlich hat er nicht damit gerechnet, bei der Volta Comunitat Valenciana um eine gute Platzierung in der Gesamtwertung zu fahren, weil ihm der Kampf gegen die Uhr nicht liegt. Da das Zeitfahren vor zwei Tagen aber neutralisiert wurde, sah er heute seine große Chance kommen. Doch als Remco Evenepoel [Red Bull – Bora – hansgrohe] ernst machte, war es auch um ihn geschehen. So verpasst der Italiener mit Rang 20 eine große Chance, sich hier unter den Besten zu platzieren.
LA MASCLETÀ.
— Eurosport.es (@Eurosport_ES) February 7, 2026
Evenepoel revienta a Almeida, McNulty y compañía.#VCV26 pic.twitter.com/X4ef6FYHAa
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