Tour de France 2026: Das Highlight der Radsport-Saison findet zwischen dem 4. und 26. Juli 2026 statt. Gestartet wird in Barcelona. Das Ziel erreichen die Profis traditionell in Paris. Welche Etappen werden über den Gesamtsieg entscheiden? Welche Teams dürfen antreten? Und mit welchen Favoriten müssen wir diesmal rechnen?
-> Hier gehts zur Vorschau des Giro d’Italia 2026.
Tour de France 2026: Etappen für Grand Départ in Barcelona
Am 23. Oktober 2025 stellte die Amaury Sport Organisation (A.S.O.) die komplette Route der Tour de France 2026 vor. Sie beginnt mit einem Paukenschlag in Barcelona. Zum dritten Mal nach den Starts in San Sebastián (1992) und Bilbao (2023) erfolgt der Grand Départ in Spanien, erstmals jedoch in der katalanischen Metropole. Die 113. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt startet am 4. Juli 2026 mit einem Mannschaftszeitfahren über 19,7 Kilometer – dem ersten Auftakt dieser Art seit 1971. Die Strecke führt vorbei an der weltberühmten Sagrada Família, hinauf auf den geschichtsträchtigen Hügel von Montjuïc und endet vor dem Olympiastadion. Das anspruchsvolle Finale verspricht bereits zum Auftakt deutliche Zeitabstände unter den Favoriten. Besonders bemerkenswert: Anders als im klassischen Reglement erhält jeder Fahrer seine tatsächlich gefahrene Zeit – ein Detail, das den Kampf um das Gelbe Trikot vom ersten Meter an verschärft.
Montjuïc als Bühne der Favoriten
Auch die zweite Etappe rückt den Montjuïc ins Zentrum: Nach dem Start in Tarragona führt sie über 178 Kilometer zurück nach Barcelona, wo ein Rundkurs über den Hügel erneut für Hochspannung sorgen dürfte. Die dritte Etappe beginnt in Granollers und leitet über den Col des Toses in die Pyrenäen – mit einer Bergankunft in Les Angles. Damit setzt die erste Woche sportlich ein klares Zeichen. Barcelona selbst schlägt als weltoffene, innovative und traditionsreiche Mittelmeermetropole ein neues Kapitel ihrer Radsportgeschichte auf. Der Montjuïc, Schauplatz großer Rennen, Weltmeisterschaften und olympischer Wettbewerbe, wird zur emotionalen Arena eines direkten Aufeinandertreffens der großen Tour-Favoriten. Die Tour de France 2026 verspricht damit schon in ihren ersten Tagen alles, was dieses Rennen so einzigartig macht: Dramatik, Prestige und die pure, elektrisierende Faszination des Radsports.

Col d’Aspin und Col du Tourmalet in den Pyrenäen
Nach der ersten Bergankunft in den Pyrenäen führt die vierte Etappe über ein hügeliges Profil mit mehreren Anstiegen nach Foix, ehe am Folgetag auf dem Weg nach Pau erstmals die Sprinter im Fokus stehen dürften. Doch die Ruhe währt nur kurz: Eine Hochgebirgsetappe über den Col d’Aspin und den legendären Col du Tourmalet hinauf nach Gavarnie-Gèdre sorgt für frühe Selektion im Gesamtklassement. Auf dem höchsten Punkt des Tourmalet wird das Souvenir Jacques Goddet vergeben – ein symbolträchtiger Moment auf historischem Asphalt. Es folgen zwei flache Etappen nach Bordeaux und Bergerac, die klar den endschnellen Spezialisten gehören sollten. Vor dem ersten Ruhetag verlangt eine stark wellige Strecke nach Ussel mit Anstiegen wie dem Suc au May und dem Mont Bessou nochmals den Puncheuren alles ab.
Nicht zu unterschätzen: Das Zentralmassiv und die Vogesen
Nach dem Ruhetag im Département Cantal rückt das Zentralmassiv ins Rampenlicht: Eine anspruchsvolle Etappe mit zahlreichen klassifizierten Anstiegen, darunter der Puy Mary und der Col de Pertus, endet mit einem steilen Finale in Le Lioran. Zwei weitere Flachetappen bieten erneut Chancen für die Sprinter, bevor die einzige über 200 Kilometer lange Etappe der Rundfahrt nach Belfort führt – mit dem Ballon d’Alsace als späte Herausforderung. Es folgt eine harte Vogesen-Etappe mit dem Großen Belchen, Col du Page, Elsässer Belchen und Col du Hundsruck sowie dem Schlussanstieg über den Col du Haag nach Le Markstein. Die letzte Prüfung vor dem zweiten Ruhetag führt über welliges Terrain und den Col de la Croisette hinauf zum Plateau de Solaison in den Savoyer Alpen – ein weiterer Fingerzeig Richtung Gesamtwertung.
Alpen-Showdown: Drei Hochgebirgsetappen für die Kletterer der Tour de France 2026
Nach dem zweiten Ruhetag in Haute-Savoie beginnt die entscheidende Woche mit einem 26 Kilometer langen Einzelzeitfahren am Südufer des Genfersee. Ein rund 400 Höhenmeter langer Anstieg zu Beginn und ein flacher Abschnitt nach der Abfahrt machen diesen Kampf gegen die Uhr zu einer komplexen Prüfung für Klassementfahrer. Eine flache Etappe von Chambéry nach Voiron könnte die womöglich letzte Sprintchance bieten, bevor mit drei Hochgebirgsetappen das große Alpenfinale eingeläutet wird. Die erste endet an der Skistation Orcières-Merlette, ehe von Gap aus die kürzeste Nicht-Zeitfahr-Etappe über vier klassifizierte Anstiege hinauf nach Alpe d’Huez führt – inklusive der ikonischen 21 Kehren.

Weil es so schön ist: 2x Alpe d’Huez
Den Höhepunkt bildet die Königsetappe von Le Bourg-d’Oisans über den Col de la Croix de Fer, den Col du Télégraphe und den Col du Galibier. Dort wird als höchster Punkt der Rundfahrt das Souvenir Henri Desgrange vergeben – bis hinauf zum Col de Sarenne und erneut nach Alpe d’Huez. Rund 171 Kilometer und etwa 5.600 Höhenmeter machen diesen Tag zur ultimativen Bewährungsprobe. Das große Finale folgt traditionsgemäß in Paris: Mit einer Passage über den Montmartre – etwas früher platziert als im Vorjahr – und dem prestigeträchtigen Sprint auf den Champs-Élysées endet die Tour de France 2026 dort, wo Radsportgeschichte geschrieben wird. Ein letzter Triumphbogen, ein letzter Sprint, ein letzter Augenblick bevor sich das Gelbe Trikot für immer in die Annalen einreiht.
Tour de France 2026 Etappen
| Etappenübersicht der Rundfahrt | ||||
|---|---|---|---|---|
| Etappe | Datum | Start – Ziel | Länge (km) | Höhenmeter (m) |
| 1. Etappe | 04.07. | Barcelona – Barcelona | 19 | 231 |
| 2. Etappe | 05.07. | Tarragona – Barcelona | 182 | 2.391 |
| 3. Etappe | 06.07. | Granollers – Les Angles | 196 | 3.906 |
| 4. Etappe | 07.07. | Carcassonne – Foix | 182 | 3.259 |
| 5. Etappe | 08.07. | Lannemezan – Pau | 158 | 1.883 |
| 6. Etappe | 09.07. | Pau – Gavarnie-Gèdre | 186 | 3.978 |
| 7. Etappe | 10.07. | Hagetmau – Bordeaux | 175 | 2.053 |
| 8. Etappe | 11.07. | Périgueux – Bergerac | 182 | 1.346 |
| 9. Etappe | 12.07. | Malemort – Ussel | 185 | 2.427 |
| Ruhetag | 13.07. | Cantal | – | – |
| 10. Etappe | 14.07. | Aurillac – Super Lioran | 167 | 2.990 |
| 11. Etappe | 15.07. | Vichy – Nevers | 161 | 653 |
| 12. Etappe | 16.07. | Circuit de Nevers Magny-Cours – Chalon-sur-Saône | 181 | 1.555 |
| 13. Etappe | 17.07. | Dole – Belfort | 205 | 2.500 |
| 14. Etappe | 18.07. | Mülhausen – Le Markstein | 155 | 4.602 |
| 15. Etappe | 19.07. | Champagnole – Plateau de Solaison | 184 | 4.701 |
| Ruhetag | 20.07. | Haute-Savoie | – | – |
| 16. Etappe | 21.07. | Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains | 26 | 465 |
| 17. Etappe | 22.07. | Chambéry – Voiron | 175 | 2.361 |
| 18. Etappe | 23.07. | Voiron – Orcières Merlette 1850 | 185 | 3.800 |
| 19. Etappe | 24.07. | Gap – Alpe d’Huez | 128 | 3.500 |
| 20. Etappe | 25.07. | Le Bourg-d’Oisans – Alpe d’Huez | 171 | 5.600 |
| 21. Etappe | 26.07. | Thoiry – Paris | 130 | 1.978 |
Tour de France 2026: Teams und ihre (voraussichtlichen) Kapitäne
Selbstverständlich treten zur Tour de France 2026 alle 18 Mannschaften der WorldTour an. Zusätzlich haben sich auf Grund ihrer Ergebnisse im Jahr 2025 die Teams Tudor, Cofidis und Pinarello Q36.5 eine Wildcard verdient. Da mittlerweile 23 Teams an den Start gehen dürfen, blieben der Tour-Organisation also noch zwei Wildcards übrig. Nach langen Überlegungen hat man sich schließlich für die Mannschaften TotalEnergies und Caja Rural – Seguros RGA entschieden.
| Teamübersicht | |||
|---|---|---|---|
| Team | Nation | Liga | Star |
| Alpecin – Premier Tech | Belgien | UCI WorldTeams | Jasper Philipsen |
| Bahrain – Victorious | Bahrain | UCI WorldTeams | Lenny Martinez, Antonio Tiberi |
| Caja Rural-Seguros RGA | Spanien | UCI ProTeams | Fernando Gaviria |
| Cofidis | Frankreich | UCI ProTeams | Milan Fretin |
| Decathlon CMA CGM | Frankreich | UCI WorldTeams | Olav Kooj, Paul Seixas |
| EF Education – EasyPost | USA | UCI WorldTeams | Ben Healy |
| Groupama – FDJ United | Frankreich | UCI WorldTeams | David Gaudu, Guillaume Martin |
| Ineos Grenadiers | Großbritannien | UCI WorldTeams | Filippo Ganna |
| Jayco AlUla | Australien | UCI WorldTeams | Pascal Ackermann |
| Lidl – Trek | Deutschland | UCI WorldTeams | Juan Ayuso, Mads Pedersen |
| Lotto – Intermarché | Belgien | UCI WorldTeams | Lennert van Eetvelt, Arnaud de Lie |
| Movistar | Spanien | UCI WorldTeams | Cian Uijtdebroeks |
| NSN | Schweiz | UCI WorldTeams | Biniam Girmay |
| Picnic PostNL | Niederlande | UCI WorldTeams | Pavel Bittner |
| Pinarello Q36.5 | Schweiz | UCI ProTeams | Thomas Pidcock |
| Red Bull – Bora – hansgrohe | Deutschland | UCI WorldTeams | Remco Evenepoel, Florian Lipowitz |
| Soudal Quick-Step | Belgien | UCI WorldTeams | Tim Merlier |
| TotalEnergies | Frankreich | UCI ProTeams | Jordan Jegat |
| Tudor | Schweiz | UCI ProTeams | Michael Storer, Julian Alaphilippe |
| UAE Team Emirates – XRG | Vereinigte Arabische Emirate | UCI WorldTeams | Tadej Pogacar, Isaac del Toro |
| Uno-X Mobility | Norwegen | UCI WorldTeams | Tobias Johannessen |
| Visma | Lease a Bike | Niederlande | UCI WorldTeams | Jonas Vingegaard, Wout van Aert |
| XDS Astana | Kasachstan | UCI WorldTeams | Sergio Higuita |
Tour de France 2026: Favoriten bleiben Pogacar & Vingegaard
Künstlich Spannung erzeugen ist nicht unser Ding. Daher sagen wir klipp und klar: Der Favorit der Tour de France 2026 ist Tadej Pogacar – und danach kommt ganz lange niemand. Eigentlich kommt grundsätzlich danach niemand. Alles andere als ein weiterer Gesamtsieg des Slowenen ist nicht vorstellbar. Vor allem, da mit Jonas Vingegaard sein größter Konkurrent schon den Giro d’Italia in den Beinen haben wird. Dass Tadej Pogacar die Tour de France 2026 mit weniger als fünf Minuten Vorsprung gewinnt, ist eigentlich nicht denkbar. Der Weltmeister ist allen anderen seit rund zwei Jahren derart überlegen, dass er einfach nicht angreifbar erscheint. Am Berg ist er nicht abzuhängen, im Zeitfahren zählt er zu den besten und mental ist er sowieso einer der größten Sportlerpersönlichkeiten aller Zeiten.
Lidl – Trek und Red Bull – Bora – hansgrohe kämpfen ums Podium
Wenn Jonas Vingegaard einigermaßen erholt aus Italien nach Frankreich (bzw. Spanien) kommt, wird er hinter Tadej Pogacar Platz zwei klarmachen. Dahinter werden wir einen großartigen Kampf um den letzten verbliebenen Platz auf dem Podium zu sehen bekommen. Vor allem die deutschen Teams Lidl – Trek und Red Bull – Bora – hansgrohe rechnen sich gute Chancen aus. Der Raublinger Rennstall hat nicht nur Neuverpflichtung Remco Evenepoel zu bieten, sondern auch den letztjährigen Gesamtdritten Florian Lipowitz. Lidl – Trek setzt auf Juan Ayuso, der nur so vor Motivation brennen wird, es allen Kritikern zu zeigen. Weitere Kandidaten für Rang #3 in Paris sind Frankreiches Hoffnung Paul Seixas sowie der Italiener Antonio Tiberi und die beiden Briten Oscar Onley und Thomas Pidcock.
Tour de France 2026: Alle Etappenprofile im Detail

1. Etappe: Barcelona – Barcelona (19 km)
Detailierte Etappenbeschreibungen und -analysen folgen.

2. Etappe: Tarragona – Barcelona (182 km)

3. Etappe: Granollers – Les Angles (196 km)

4. Etappe: Carcassonne – Foix (182 km)

5. Etappe: Lannemezan – Pau (158 km)

6. Etappe: Pau – Gavarnie-Gèdre (186 km)

7. Etappe: Hagetmau – Bordeaux (175 km)

8. Etappe: Périgueux – Bergerac (182 km)

9. Etappe: Malemort – Ussel (185 km)

10. Etappe: Aurillac – Super Lioran (167 km)

11. Etappe: Vichy – Nevers (161 km)

12. Etappe: Circuit de Nevers Magny-Cours – Chalon-sur-Saône (181 km)

13. Etappe: Dole – Belfort (205 km)

14. Etappe: Mülhausen – Le Markstein (155 km)

15. Etappe: Champagnole – Plateau de Solaison (184 km)

16. Etappe: Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains (26 km)

17. Etappe: Chambéry – Voiron (175 km)

18. Etappe: Voiron – Orcières Merlette 1850 (185 km)

19. Etappe: Gap – Alpe d’Huez (128 km)

20. Etappe: Le Bourg-d’Oisans – Alpe d’Huez (171 km)

21. Etappe: Thoiry – Paris (130 km)


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