Jurgen Zomermaand hat die dritte Etappe der Tour du Rwanda für sich entschieden. Der Niederländer gewann das hügelige Teilstück als Solist nach einer beherzten Attacke über die Kuppe des letzten kategorisierten Berges. Damit erobert er auch das Gelbe Trikot.

Jurgen Zomermaand feiert seinen ersten Sieg als Profi
In den vergangenen Jahren galt er immer schon als großes Talent. Der Knoten wollte bei ihm aber nicht platzen. Jetzt ist Jurgen Zomermaand [Development Team Picnic PostNL] endlich der erste Profisieg gelungen. Auf der dritten Etappe der Tour du Rwanda waren die Profis über 145,3 Kilometer von Huye nach Rusizi unterwegs, unter anderem durch den wunderschönen Nyungwe-Nationalpark, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Augen für die Schönheit der Natur hatten die Profis zwischendurch sicherlich, als die Post aber abging, waren alle Fahrer sichtbar am Limit. Im letzten kategorisierten Anstieg zerfiel das Peloton in viele kleine Gruppen und der spätere Etappensieger konnte sich anschließend von seinen zehn verbliebenen Begleitern lösen. Jurgen Zomermaand [Development Team Picnic PostNL] erobert damit auch das Gelbe Trikot von Pau Martí [NSN], der später sogar aus der Verfolgergruppe fiel.
Electric atmosphere on our way to Rusizi. pic.twitter.com/1xtk4XHapV
— 𝗧𝗼𝘂𝗿 𝗱𝘂 𝗥𝘄𝗮𝗻𝗱𝗮 🇷🇼 (@tour_du_Rwanda) February 24, 2026
Oliver Mattheis fährt auf Rang acht, Topfavorit Mulubrhan fehlt
Die zehn Mann starke Verfolgergruppe war sich nach dem bemerkenswerten Antritt von Jurgen Zomermaand [Development Team Picnic PostNL] nicht einig, auch weil mit Matteo Vanhuffel [Development Team Picnic PostNL] ein weiterer Fahrer dieser Mannschaft lauerte. Obwohl sie dann aber das Tempo gemeinsam hochhielten, konnte der Entflohene nicht mehr eingeholt werden. Den Sprint um Platz zwei gewann Lucas Van Gils [Lotto – Groupe Wanty] knapp vor Matteo Vanhuffel [Development Team Picnic PostNL]. Rang vier geht an den Brasilianer Henrique Bravo [Soudal Quick-Step Devo Team]. Über einen achten Platz darf sich der Deutsche Oliver Mattheis [Bike Aid] freuen, der hier im Vorjahr Gesamtdritter wurde. Henok Mulubrhan [Nationalteam Eritrea] hingegen wird nicht zufrieden sein. Der Sieger vor drei Jahren und Topfavorit konnte heute nicht mit den Besten mithalten.
Miguel Heidemann sammelt weiter Punkte für die Berg- und Punktewertung
Obwohl das heutige Etappenprofil wie gemacht für eine lange Flucht gewesen wäre, hat sich keine Ausreißergruppe lange vorne halten können. Zu Beginn haben sich fünf Mann vom Peloton lösen können, darunter auch der Deutsche Jermaine Zemke [REMBE | rad-net] und Mewael Girmay [Istanbul Team], der Bruder von Biniam. Später machte vor allem die Mannschaft Lotto – Groupe Wanty Tempo. Reuben Thompson war einige Kilometer als Solist vorn, danach Teamkollege Duarte Marivoet. Auch Miguel Heidemann [REMBE | rad-net] war wieder aktiv, aber alle Flüchtigen wurden relativ zeitig durch die Tempoarbeit der Mannschaft NSN zurückgeholt. Als in Giheke die letzte Bergwertung abgenommen wurde, zerfiel das Hauptfeld in viele kleine Grüppchen. Jurgen Zomermaand [Development Team Picnic PostNL] war es schließlich, der sich von seinen noch zehn verbliebenen Begleitern lösen konnte und den Solo-Sieg einfuhr.
Huye – Rusizi: 145,3 km
— Umunota (@umunotanews) February 24, 2026
Agace ka 3 ka #TdRwanda2026 kegukanywe na Jurgen Zomermaand wo muri Development Picnic PostNL. pic.twitter.com/KzuhmEF4ks
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