Die Spannung vor dem Start der Italien-Rundfahrt steigt spürbar an und die wichtigsten Giro d’Italia 2026 News liefern bereits kurz vor dem ersten Etappenstart zahlreiche Geschichten. Von krankheitsbedingten Sorgen über Comebacks bis hin zu großen Ambitionen der Klassementfahrer ist das Fahrerfeld vor dem Giro d’Italia 2026 voller offener Fragen. Besonders die neuesten Giro d’Italia 2026 News zeigen, wie unterschiedlich die Ausgangslagen der Teams unmittelbar vor dem Auftakt in Bulgarien sind.
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„Darmbeschwerden, Durchfall, Erbrechen …“
Maxime Bouet
Arnaud De Lie kämpft kurz vor dem Giro-Start mit Magen-Darm-Virus
Kurz vor dem Start des Giro d’Italia 2026 sorgt die gesundheitliche Situation bei Lotto Intermarché für Unruhe. Arnaud De Lie wurde nach seinem Sieg bei der Famenne Ardennes Classic von einem Magen-Darm-Virus heimgesucht, der laut Team-News mehrere Fahrer betroffen hat. Sportdirektor Maxime Bouet erklärte sogar, dass einige Profis ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. De Lie reiste zwar nach Bulgarien, fehlte jedoch bei der Teampräsentation. „Wir haben beschlossen, dass Arnaud im Hotel bleibt, da er sich immer noch etwas angeschlagen fühlt. Darmbeschwerden, Durchfall, Erbrechen …“, erklärte Bouet gegenüber CyclingPro.net. Liam Slock musste sogar seinen Giro-Start absagen. Joshua Giddings rückte kurzfristig nach, scheint nun aber auch krank zu sein, während Milan Menten sich rechtzeitig erholen konnte. Lotto wollte zudem kein Risiko eingehen, andere Teams anzustecken. „Die Gesundheit hat für uns absolute Priorität“, betonte Bouet. Trotz der Probleme zeigt sich das Team optimistisch und verweist darauf, dass mehrere Fahrer um Etappensiege kämpfen können. Dennoch ist beachtlich, wie häufig das Team Lotto Intermaché in den vergangenen Monaten verletzte oder gesundheitlich angeschlagene Fahrer an den Start geschickt hat.
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😯🤢 La primera sorpresa del #Giroditalia, en la presentación
— Eurosport.es (@Eurosport_ES) May 6, 2026
Lotto Intermarché sube con solo cinco ciclistas al escenario y sin Arnaud de Lie.
El belga se encuentra enfermo tras una infección, aparentemente por agua contaminada el domingo en la Famenne Ardenne Classic pic.twitter.com/U5G3rTrTxI
„Ich freue mich wirklich auf das Zeitfahren.“
Jay Vine
Jay Vine verzichtet auf Gesamtklassement beim Giro d’Italia 2026
Jay Vine wird beim Giro d’Italia 2026 offenbar nicht auf die Gesamtwertung fahren. Obwohl UAE Team Emirates-XRG ohne João Almeida antritt, sieht der Australier seine Rolle unverändert. „Ich glaube nicht, dass ich das bei diesem Rennen machen werde“, sagte Vine zu möglichen GC-Ambitionen gegenüber Cyclingnews. Stattdessen konzentriert sich der 30-Jährige vor allem auf einzelne Etappen – insbesondere auf das 42 Kilometer lange Zeitfahren der 10. Etappe. Dort will Vine seine starke Zeitfahrform nutzen. „Ich freue mich wirklich auf das Zeitfahren auf Etappe 10“, erklärte er. Seine Saison verlief bislang allerdings schwierig. Nach seinem Gesamtsieg bei der Tour Down Under stoppte ihn ein Kahnbeinbruch nach einem kuriosen Sturz mit einem Känguru. Ein weiterer Sturz bei der Volta a Catalunya warf ihn erneut zurück. Dennoch fühlt sich Vine mental frisch: „Ich hatte lange Zeit zuhause und fühle mich mental ziemlich erholt.“ Sein großes Ziel bleibt ein starkes Ergebnis im Zeitfahren sowie das Erreichen von Rom. Damit dürfte klar sein: Adam Yates fährt für das UAE Team Emirates – XRG auf die Gesamtwertung.
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„Wir werden hier mit mir und Giulio als Co-Leadern antreten.“
Jai Hindley
Jai Hindley und Giulio Pellizzari bilden Doppelspitze bei Red Bull – Bora – hansgrohe
Jai Hindley geht mit viel Zuversicht in seinen sechsten Giro d’Italia. Der Australier bildet gemeinsam mit Giulio Pellizzari die Doppelspitze von Red Bull – Bora – hansgrohe. „Wir werden hier mit mir und Giulio als Co-Leadern antreten“, bestätigte Hindley bei der Teampräsentation in Burgas. Pellizzari überzeugte zuletzt mit dem Gesamtsieg bei der Tour of the Alps und gilt als großes italienisches Hoffnungstalent. Hindley sieht darin jedoch keinen Nachteil. „Es hilft definitiv, wenn man im Finale mehrere Fahrer vorne hat“, erklärte der Giro-Sieger von 2022 der Plattform Cyclingnews. Trotz der Favoritenrolle von Jonas Vingegaard konzentriert sich das Team auf die eigene Leistung. Hindley reist nach einem Trainingslager auf Teneriffa und einem starken Auftritt bei Lüttich-Bastogne-Lüttich mit gutem Gefühl an. Besonders freut er sich auf die Rückkehr nach Abruzzen und zum Blockhaus-Anstieg. „Es ist immer schön, zum Giro zurückzukehren. Es ist mein Lieblingsrennen“, sagte Hindley. Vor allem die letzte Woche erwartet er als entscheidend.
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🇮🇹 #GirodItalia
— Red Bull – BORA – hansgrohe (@RBH_ProCycling) May 5, 2026
The road to Rome starts here. Meet our #redbullborahansgrohe line-up for the 109th @giroditalia 👇
Giovanni Aleotti
Nico Denz
Jai Hindley
Gianni Moscon
Giulio Pellizzari
Mick van Dijke
Aleksandr Vlasov
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„Jonathan Milan ist der Topfavorit.“
Kaden Groves
Kaden Groves kehrt nach Verletzung rechtzeitig zum Giro zurück
Nach einem schwierigen Frühjahr meldet sich Kaden Groves beim Giro d’Italia 2026 zurück. Der Australier musste die Frühjahrsklassiker wegen einer Knieverletzung auslassen, die auf einen Sturz bei Omloop Het Nieuwsblad zurückging. Nun fühlt sich der Sprinter jedoch bereit für die Italien-Rundfahrt. „Ich fühle mich gut, bin bereit und wir haben ein starkes Team um mich herum“, erklärte Groves. Schon die erste Etappe sieht Alpecin-Premier Tech als Chance auf einen Massensprint. Sportdirektor Gianni Meersman machte deutlich: „Wir kommen hierher mit einem klaren Ziel: Etappensiege.“ Groves gilt dabei als wichtigste Waffe des Teams. Der Australier weiß allerdings auch um die starke Konkurrenz um Jonathan Milan, Arnaud De Lie oder Paul Magnier. „Jonathan Milan ist der Topfavorit“, sagte Groves offen. Das Team setzt voll auf Sprintetappen und verzichtet zunächst auf Jagd nach dem Punktetrikot. Groves selbst denkt aktuell ohnehin nur an den Giro: „Zuerst konzentrieren wir uns komplett auf dieses Rennen.“
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„Ich bin erst 29, aber ich fühle mich fast schon alt.“
Egan Bernal
Egan Bernal spricht über den Wandel im Radsport und seine Giro-Hoffnungen
Egan Bernal zählt beim Giro d’Italia 2026 erneut zu den interessanten Fahrern für das Gesamtklassement. Der Kolumbianer blickte vor dem Start aber auch auf die Veränderungen im modernen Radsport. „Ich bin erst 29, aber ich fühle mich fast schon alt“, sagte Bernal mit einem Lächeln auf Cyclingnews. Besonders auffällig sei, wie viele Chancen junge Fahrer heute sofort erhalten. Bernal erinnerte daran, dass sein Tour-de-France-Sieg mit 22 Jahren damals noch außergewöhnlich gewesen sei. Trotz seiner schweren Verletzungen der vergangenen Jahre bleibt der Giro-Sieger von 2021 hochmotiviert. Nach Platz sieben im Vorjahr und Rang zwei bei der Tour of the Alps reist er mit Selbstvertrauen an. „Ich bin motivierter denn je“, erklärte Bernal. Die Strecke hält er weiterhin für extrem anspruchsvoll. Vor allem die letzte Giro-Woche werde laut Bernal wieder enorme Unterschiede erzeugen. Besonders das Blockhaus und die schweren Schlussanstiege sieht er als Schlüsselstellen der Rundfahrt.
-> Die Siegerliste des Giro d’Italia.
'I'm 29, but I almost feel old' – Egan Bernal reflects on the changing landscape of cycling as he returns to Giro d'Italia with GC hopes once again https://t.co/imVQ3PzPkv
— Cyclingnews (@Cyclingnewsfeed) May 7, 2026
„Das gibt mir zusätzlichen Antrieb.“
Jonathan Milan
Jonathan Milan träumt vom Rosa Trikot zum Giro-Auftakt
Jonathan Milan gehört zu den großen Favoriten auf den Sieg der ersten Giro-Etappe 2026. Der Italiener könnte damit als erster Sprinter seit Mark Cavendish 2013 das Rosa Trikot nach der Auftaktetappe übernehmen. „Es ist eine wirklich schöne Möglichkeit“, sagte Milan vor dem Start in Nessebar gegenüber Cyclingnews. Besonders emotional ist das Rosa Trikot für ihn wegen seiner Heimatregion Friaul-Julisch Venetien, deren Name auf dem Trikot steht. „Das gibt mir zusätzlichen Antrieb“, erklärte der 25-Jährige. Milan erwartet jedoch starke Konkurrenz durch Fahrer wie Arnaud De Lie, Dylan Groenewegen oder Paul Magnier. Trotzdem geht Lidl-Trek mit klaren Ambitionen ins Rennen. Milan gewann bereits bei allen drei Grand Tours, an denen er bislang teilnahm, die Punktewertung. Auch beim Giro d’Italia 2026 zählt das Ciclamino-Trikot erneut zu seinen Zielen. Nach Paris-Roubaix arbeitete Milan unter anderem wieder auf der Bahn an seiner Form und seiner Zeitfahrposition. Nun will er seine starke Sprintform direkt zum Giro-Start nutzen.
„Der Giro ist jedes Mal ein zermürbendes Rennen.“
Derek GEe-West
Derek Gee-West hofft auf starke dritte Giro-Woche
Derek Gee-West geht mit gemischten Gefühlen in den Giro d’Italia 2026. Der Kanadier musste wegen einer Erkrankung nach der Volta a Catalunya das wichtige Höhentrainingslager seines Teams verpassen. „Das wird sich am Anfang des Rennens sicher bemerkbar machen“, gab Gee-West gegenüber Cyclingnews offen zu. Trotzdem reist der Lidl-Trek-Fahrer entspannt nach Bulgarien. Der Druck sei nach der schwierigen Vorbereitung sogar etwas geringer geworden. Gee-West gilt als Fahrer für harte dreiwöchige Rundfahrten und hofft besonders auf eine starke letzte Giro-Woche. Bereits 2025 kämpfte er sich nach verhaltenem Start noch auf Gesamtrang vier vor. Nun sieht er seine Chancen erneut vor allem im schweren Finale der Rundfahrt. Auf die Favoritenrolle von Jonas Vingegaard angesprochen, sagte Gee-West: „Auf dem Papier würde man sagen: nein. Aber Radrennen werden nicht auf dem Papier entschieden.“ Besonders die extremen Bedingungen und die schweren Bergetappen des Giro liegen ihm. „Der Giro ist jedes Mal ein zermürbendes Rennen – genau deshalb mag ich ihn“, erklärte der Kanadier.

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