Mit dem Pro Cycling Manager 26 veröffentlichten Cyanide Studio und Nacon am 15. Juni 2026 den neuesten Teil der traditionsreichen Radsport-Managementreihe. Die Simulation bringt einige interessante Neuerungen mit, zeigt aber auch, dass bestimmte Baustellen der Serie weiterhin ungelöst bleiben. Hier kannst du am Ende des Artikels [im Youtube-Video] sogar einen Steam-Code für das Spiel gewinnen!
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PCM26: Verbesserte Planung sorgt für mehr Übersicht
Eine der größten Neuerungen im Pro Cycling Manager 26 betrifft die Saisonplanung. Entwickler Cyanide Studio hat das System deutlich überarbeitet und gibt den Spielern mehr Kontrolle über die Organisation ihres Teams. Fahrer können gezielter Rollen zugewiesen werden, während verschiedene Prioritätsstufen helfen, die wichtigsten Saisonziele festzulegen. Dadurch wirkt die Planung strukturierter und nachvollziehbarer als in den Vorgängern. Auch die neue automatische Saisonplanung erleichtert den Einstieg und spart Zeit bei großen Kadern. Positiv fällt zudem auf, dass KI-Teams nun auf ähnliche Werkzeuge zurückgreifen und ihre Fahrer besser auf die Saison vorbereiten. Ein Schritt in die richtige Richtung also. Allerdings: Plant man die Saison manuell, nimmt dies enorm viel Zeit in Anspruch. Überlässt man die Planung dem Spiel selbst, wird man kaum zufrieden sein. Denn trotz verbesserter KI ist die automatische Saisonplanung nicht gut genug.
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Mehr Realismus mit dem überarbeiteten Tagesformsystem
Ergänzt wird diese Neuerung durch das überarbeitete Tagesformsystem, das unterschiedliche Fahrertypen realistischer abbilden soll. Besonders bei Rundfahrtspezialisten und Klassikern ergibt sich dadurch eine glaubwürdigere Leistungsentwicklung über die Saison hinweg. Trotz der Verbesserungen bleibt die Renn-KI einer der größten Kritikpunkte des Spiels. Vor allem auf mittelschweren Hügeletappen reagieren die computergesteuerten Teams noch immer nicht überzeugend auf Rennsituationen. Es ist weiterhin viel zu leicht, mit einem Zug über die Hügel zu brettern und damit viele Mitfavoriten zu distanzieren – auch mit einem eigentlich weniger starken Team. Dadurch entstehen immer wieder Rennverläufe, die nur bedingt realistisch wirken. Zwar macht die eigentliche Steuerung der Fahrer weiterhin enorm viel Spaß und vermittelt das typische Gefühl, ein Team durch hektische Rennsituationen zu dirigieren, doch gerade erfahrene Spieler werden die bekannten Schwächen schnell erkennen.
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Management und Transfers bleiben zu oberflächlich
Die neue detaillierte Simulation liefert zwar realistischere Ergebnisse im Hintergrund und spart viel Zeit, kann jedoch die grundlegenden Probleme der Renn-KI nicht vollständig kaschieren. Hier wäre ein größerer Entwicklungsschritt wünschenswert gewesen. Auch abseits der Rennen gelingt es dem Pro Cycling Manager 26 nicht vollständig, den Anspruch einer modernen Management-Simulation zu erfüllen. Das Transfersystem wirkt weiterhin altbacken und zu einfach aufgebaut. Verpflichtungen lassen sich oft ohne größere Hürden abschließen, während langfristige Verhandlungen oder komplexe Vertragsmodelle kaum eine Rolle spielen. Noch deutlicher wird dies im allgemeinen Management-Bereich. Sponsoren, Teamentwicklung und strategische Entscheidungen bieten zwar einige Möglichkeiten, erreichen aber nicht die Tiefe anderer Managementspiele. Viele Mechaniken bleiben relativ oberflächlich und entfalten langfristig nur begrenzten Einfluss auf den Karriereverlauf.
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Auch der PCM26 ist ein Spiel mit Suchtfaktor
Trotz der Kritik besitzt die Serie weiterhin ihre große Stärke: das eigentliche Gameplay. Die Rennen sind spannend, dynamisch und vermitteln die Atmosphäre des Profi-Radsports auf eine Weise, die kein anderes Spiel erreicht. Besonders motivierend ist es, ein Team über viele Jahre hinweg aufzubauen, junge Talente zu fördern und ihre Entwicklung vom vielversprechenden Nachwuchsfahrer bis zum Grand-Tour-Kapitän oder Klassikerjäger zu verfolgen. Gerade langfristige Karrieren entwickeln dadurch ihren ganz eigenen Reiz. Wer mit einem kleineren Team startet, kann sich Schritt für Schritt nach oben arbeiten, größere Rennen erreichen und irgendwann mit den besten Mannschaften der Welt konkurrieren. Diese langfristige Bindung an Fahrer und Team sorgt immer wieder für emotionale Momente und macht einen großen Teil der Faszination des Spiels aus. Deshalb hinterlässt auch der Pro Cycling Manager 26 trotz seiner Schwächen einen insgesamt positiven Eindruck.
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