Die vierte Etappe der Tour de France führt die Profis über 181,9 Kilometer von Carcassonne nach Foix. Es wird wieder wellig, phasenweise sogar bergig. Werden die Klassementfahrer den Tagessieg unter sich ausmachen oder können die zähen Sprinter die Anstiege überstehen?
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Gute Chancen auch für die Ausreißer
Morgen dürfen sich die Ausreißer berechtigte Hoffnungen auf den Tagessieg machen. Das vierte Teilstück der Tour de France 2026 ist ein klassischer Fall von „für die Klassementfahrer zu leicht und für die Sprinter zu schwer“. Selbst Fahrer wie Mads Pedersen (Lidl – Trek) und Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) dürften es schwer haben, den letzten Anstieg – den Col de Montségur (6,9 km a 6,1 %) – gemeinsam mit den stärksten Bergfahrern zu überstehen. Da es nach dieser letzten Bergwertung aber noch 35 Kilometer bis zur Ziellinie sind, ist nicht davon auszugehen, dass sich hier die Klassementfahrer bis aufs Letzte attackieren. Viel mehr ist davon auszugehen, dass eine Fluchtgruppe um den Tagessieg kämpfen wird.
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Radikale Prognose: Ein Ausreißer gewinnt Solo in Foix – Vauquelin?
Auch morgen werden viele Fahrer Teil der Fluchtgruppe sein wollen. Spätestens am Col de Bedos (3,4 km a 4,4 %) und dem Col de Paradis (5,6 km a 4,3 %) werden sich die Ausreißer zusammenschließen. Schnell wird sich zeigen, ob das Peloton der Fluchtgruppe den Sieg überlässt oder nicht. Für die Klassementfahrer ist der Col de Coudons (10,9 km a 5,5 %) interessant, weil es danach nicht direkt bergab geht, sondern auf einer Hochebene einige Kilometer lang eben ist. Hier könnten unachtsame GC-Fahrer überrascht werden. Am Col de Montségur (6,9 km a 6,1 %) könnte es zu vereinzelten Angriffen kommen, aber es ist nicht zu erwarten, dass sich hier ein Solist löst oder sehr kleine Grüppchen gebildet werden. Es wird entweder einen Solo-Coup geben oder einen Sprint aus einem stark dezimierten Hauptfeld. Ich tippe auf die erste Variante. Kevin Vauquelin (Netcompany Ineos) könnte dank seines bereits großen Rückstands in die Offensive gehen und am letzten Anstieg all seine Begleiter stehen lassen. Außerdem werden sich all diejenigen so langsam positionieren, die ein Auge auf das Bergtrikot werfen.
Tour de France Prognose für die 4. Etappe
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