Guillermo Thomas Silva hat die zweite Etappe des Giro d’Italia für sich entschieden. Der 24-Jährige aus Uruguay konnte sich im Sprint eines stark dezimierten Feldes durchsetzen. Florian Stork aus Deutschland hat auf Rang zwei nur knapp den Tagessieg verpasst. Zuvor war das Rennen geprägt von schlechtem Wetter, dramatischen Stürzen und einer GC-Attacke von Jonas Vingegaard. -> Giro d’Italia 2026 – 3. Etappe: Prognose & Favoriten -> Kann Diego Pablo Sevilla das Bergtrikot gewinnen?
Guillermo Thomas Silva feiert seinen größten Erfolg, Stork Zweiter
109. Giro d’Italia (2.UWT)
2. Etappe: Burgas › Veliko Tarnovo (221 km)
221 km
⚡Attacke❌Aufgabe
Das Team Team Polti VisitMalta setzt sich mit Mirco Maestri und Diego Pablo Sevilla ab. Wie schon gestern bleibt es auch heute bei zwei Ausreißern, diesmal sogar aus einer Mannschaft. Die Mission ist klar: Sevilla soll seine Führung in der Bergwertung ausbauen. Nicht mehr mit dabei beim Giro d’Italia ist Matteo Moschetti. Der italienische Sprinter ist eines der Sturzopfer auf der ersten Etappe.
171 km
⏱Zeitangabe🚅Tempoarbeit
Nun haben die Profis 50 Kilometer in den Beinen. Das Duo harmoniert natürlich super, hat bereits einen Vorsprung von über fünf Minuten. Im Hauptfeld sorgt vor allem das Team NSN für Tempo. Sie wollen mit Corbin Strong die Etappe gewinnen.
119 km
SSprintwertungSliven
1. Diego Pablo Sevilla (12 Punkte), 2. Mirco Maestri (8), 3. Paul Magnier (5), 4. Jonathan Milan (3), 5. Max Walscheid (1). Während die beiden Ausreißer natürlich nicht um die Punkte gekämpft haben, ging es im Hauptfeld etwas mehr zur Sache. Anders als gestern beteiligte sich jetzt auch Magnier. Und der Franzose war deutlich spritziger als Milan. Walscheid musste fast bremsen, um seinen Kapitän noch vorbeizulassen.
111 km
🌧️Wetter
Es beginnt jetzt zu regnen.
100 km
3Bergwertung 3. KategorieByala Pass (7,7 km à 4,6 %)
1. Diego Pablo Sevilla (9 Punkte), 2. Mirco Maestri (4), 3. Ryan Mullen (2), 4. Fran Miholjević (1).
81 km
3Bergwertung 3. KategorieVratnik Pass (9,1 km à 4,1 %)
1. Diego Pablo Sevilla (9 Punkte), 2. Mirco Maestri (4), 3. Tim Rex (2), 4. Ben Zwiehoff (1). Der Spanier hat jetzt 24 Punkte auf dem Konto und wird das Blaue Trikot damit einige Tage tragen dürfen.
80 km
➤Fahrer abgehängt
Arnaud de Lie wird abgehängt. Der Belgier leidet unter Magen-Darm-Problemen und ist offensichtlich nicht fit.
72 km
➤Fahrer zurück im Feld
Jetzt kommt Arnaud de Lie zurück ins Feld. Er wurde von seiner Mannschaft allein gelassen, musste selbst die Lücke wieder zufahren.
55 km
🌧️Wetter⏱Zeitangabe
Alle Fahrer haben ihre Regenjacken an. Die Profis sind nicht zu beneiden. Diego Pablo Sevilla und Mirco Maestri haben noch 1:50 Minuten Vorsprung.
27 km
🔒Ausreißer eingeholt
Es geht so schnell, wenn die Teams im Hauptfeld Gas geben. Das Ausreißerduo wird gerade eingeholt. Im Peloton sehen wir mehrere Züge an der Spitze. Alle wollen vorne in den Anstieg fahren. Außerdem wartet gleich der Red Bull KM auf uns.
25 km
🌧️Wetter
Es hat aufgehört zu regnen, aber die Straßen sind noch nass. Die Profis werfen jetzt ihre Regenjacken zur Seite und fokussieren sich auf das Finale.
23 km
⚠️Sturz
Massensturz! Es liegen einige Fahrer auf dem Boden. Da hat es mindestens 20 Fahrer erwischt. In einer eigentlich harmlosen Rechtskurve sind sie einfach weggerutscht und teilweise über die Leitplanke geflogen oder unten durch geschlittert. Von den Klassementfahrern liegen Santiago Buitrago, Derek Gee-West und Adam Yates am Boden. Mit Corbin Strong, Edoardo Zambanini und Antonio Morgado sind auch Mitfavoriten auf den heutigen Etappensieg betroffen.
20 km
⚠️Sturz
Das Rennen wird neutralisiert. Die Fahrer rollen ganz langsam weiter. Die Ärzte und Krankenwägen sind beschäftigt und dann kann das Rennen natürlich nicht weitergeführt werden.
18 km
❌Aufgabe
Das Rennen wird weitergeführt. In nur 2,5 Kilometern steht der Red Bull Kilometer an. Das ist eine interessante Entscheidung. Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, für heute das Racing zu beenden. So langsam trudeln auch die Aufgaben rein. Jay Vine und Ådne Holter sind raus. Sie werden nicht die einzigen sein.
Es geht in den Anstieg hinein. Christian Scaroni attackiert, kommt aber nicht weg. Anschließend macht Davide Piganzoli mit Jonas Vingegaard am Hinterrad das Tempo.
12 km
➤Fahrer abgehängt
Paul Magnier – das Rosa Trikot – wird abgehängt. Damit bekommen wir einen neuen Gesamtführenden. Auch Derek Gee-West hat Mühe. Der Kanadische Meister ist nach seinem Sturz blutverschmiert.
11 km
⚡Attacke
Jonas Vingegaard attackiert. Der Däne macht diese Etappe jetzt zu einem Rennen fürs Gesamtklassement. Nicht viele können folgen. Giulio Pellizzari und Lennert van Eetvelt sind dabei. Danach klafft eine kleine Lücke zur nächsten Gruppe. Das Peloton ist komplett explodiert.
10 km
Lyaskovets Monastery Pass (3,9 km à 6,6 %)
1. Jonas Vingegaard (9 Punkte), 2. Giulio Pellizzari (4), 3. Lennert van Eetvelt (2).
5,0 km
⏱Zeitangabe
22 Sekunden hat das Trio Vorsprung auf die erste Verfolgergruppe. Die Abfahrt ist kurvig und technisch und die Straßen sind nass.
2,3 km
⏱Zeitangabe
Jetzt gehts bergab auch noch über Kopfsteinpflaster. Der Vorsprung beträgt noch 19 Sekunden. Gleich gehts bergauf.
1,2 km
⚡Attacke
Jan Christen attackiert aus der Verfolgergruppe heraus. Der Schweizer kommt tatsächlich noch einmal ran. Unglaublich!
1,0 km
⚡Attacke
Jetzt geht Lennert van Eetvelt. Aber er kommt nicht weg. Sie schauen sich an. Die ganze Verfolgergruppe rollt wieder heran. Jetzt gibt es doch noch einen Sprint.
0,0 km
🏁Ziel
Dicke Überraschung: Guillermo Thomas Silva gewinnt die Etappe! Der Uruguayer feiert den größten Sieg in seiner Karriere. Er kann es selbst nicht glauben. Florian Stork wird nur ganz knapp geschlagen Etappenzweiter. Das Podium komplettiert Giulio Ciccone. Was für ein Finale!
Legende
⚡Attacke
🔒Ausreißer eingeholt
➤Fahrer abgehängt
➤Fahrer zurück im Feld
🔧Defekt / Panne
💨Windkante
⛈️Wetter
❌Aufgabe
⚠️Sturz
⏱Zeitangabe
🚅Tempoarbeit
⌛Bonussekunden
🏁Ziel
1Bergwertung 1. Kategorie
2Bergwertung 2. Kategorie
3Bergwertung 3. Kategorie
4Bergwertung 4. Kategorie
SSprintwertung
Massensturz überschattet die zweite Etappe des Giro d’Italia
Auch die zweite Etappe des Giro d’Italia wurde nicht von Stürzen verschont. 23 Kilometer vor dem Ziel ist es in einer eigentlich harmlosen Rechtskurve zu einem Massensturz gekommen. Involviert waren mindestens 20 Mann, darunter Adam Yates [UAE – XRG] und Derek Gee-West [Lidl – Trek]. Einige Aufgaben wurden bereits bestätigt. Unter anderem sind Jay Vine [UAE – XRG], Marc Soler [UAE – XRG], Santiago Buitrago [Bahrain – Victorious] und Ådne Holter [Uno-X Mobility] nicht mehr dabei. Für viele weitere Fahrer ist das Thema Gesamtwertung beendet. Yates verlor über 13 Minuten. Damit hat es das UAE Team Emirates – XRG besonders hart erwischt. -> Alle Teams des Giro d’Italia und deren Ziele.
Vingegaard-Attacke geht nicht auf, Florian Stork sprintet auf Rang zwei
Im letzten Anstieg hat sich Jonas Vingegaard [Visma | Lease a Bike] aus der Deckung gewagt. Der Däne attackierte kurz vor der Bergwertung und konnte gemeinsam mit Lennert van Eetvelt [Lotto Intermarché] und Giulio Pellizzari [Red Bull – Bora – hansgrohe] eine Lücke reißen. Da die drei jedoch nicht gut zusammenarbeiteten, sind sie wieder eingeholt worden. Schließlich kam es zum Sprint einer 34 Mann starken Gruppe, in dem sich überraschend Guillermo Thomas Silva [XDS Astana] durchsetzen konnte. Der 24-Jährige übernimmt damit auch die Maglia Rosa. Er ist der erste Radprofi aus Uruguay, dem dies gelingt. Ärgern wird sich Florian Stork [Tudor]. Der Deutsche hat nur um Haaresbreite den Etappensieg verpasst, wurde im Sprint Zweiter vor dem Italiener Giulio Ciccone [Lidl – Trek]. -> Fährt Jan Christen jetzt beim Giro auf die Gesamtwertung?
In Erinnerung an Wouter Weylandt
Genau 15 Jahre nach dem tragischen Tod von
Wouter Weylandt trug die Mannschaft Lidl – Trek einen schwarzen Trauerflor zum Gedenken an den verstorbenen Radprofi.
Der Belgier verunglückte am 9. Mai 2011 auf der Abfahrt vom Passo del Bocco rund 25 Kilometer vor dem Ziel tödlich.
Bei einer Geschwindigkeit von etwa 75 km/h blickte er sich nach einer Gruppe hinter ihm um, touchierte dabei eine Mauer, wurde über die Straße geschleudert und schlug mit dem Gesicht auf.
Die Nachricht erschütterte den gesamten Radsport. Weylandts schwangere Lebensgefährtin
An-Sophie
sowie Familie, Freunde und Fahrer standen unter Schock. Betroffen war auch sein Team Leopard Trek – unter anderem Zimmerkollege
Fabian Wegmann.
Noch am selben Abend entschieden Organisatoren und Teams, die Rundfahrt fortzusetzen. Die folgende Etappe wurde neutralisiert gefahren, viele Fahrer trugen Trauerflor, vor dem Start gab es eine Schweigeminute. Im Ziel entfiel die übliche Siegerehrung – stattdessen rollten Weylandts Teamkollegen gemeinsam als Erste über die Ziellinie und standen geschlossen auf dem Podium. Kurz darauf zog sich Leopard Trek aus dem Giro zurück.
Weylandts Tod war der vierte Todesfall in der Geschichte des Giro d’Italia – und der erste nach einem Sturz bei einer Grand Tour seit dem Tod von
Fabio Casartelli
bei der Tour de France 1995. In Italien bestimmten damals emotionale Schlagzeilen die Zeitungen. Die
Gazzetta dello Sport
schrieb schlicht:
„Der Giro weint.“
🇺🇾 Guillermo Thomas Silva pone a Uruguay en el mapa
💣 Apareció de la nada para ser el más rápido en meta y llevarse una victoria que vale su peso en oro
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3 Gedanken zu „Giro d’Italia 2026 – 2. Etappe: Guillermo Thomas Silva schockt die Favoriten“