Vor Beginn des Giro d’Italia 2026 war Diego Pablo Sevilla nicht vielen Zuschauern bekannt. Jetzt kennen wir den Spanier gut, weil er an den ersten beiden Tagen als Ausreißer überzeugte und das Bergtrikot trägt. Kann er das Trikot verteidigen und die Bergwertung gewinnen?
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Diego Pablo Sevilla ist kein ausgewiesener Bergfahrer
Obwohl Diego Pablo Sevilla [Polti VisitMalta] die Bergwertung bei Tirreno-Adriatico 2026 gewonnen hat, ist er im Peloton nicht aus Top-Bergfahrer bekannt. Der Spanier ist mit seinen 30 Jahren auch kein unentdecktes Talent mehr. Im Gegenteil: Er fährt seit 2018 auf einem professionellen Niveau und hat schon zahlreiche Rennen bestritten. Wir wissen also eigentlich, woran wir bei ihm sind. Diego Pablo Sevilla bestreitet gerade seine zweite Grand Tour, hat in seiner gesamten Karriere noch kein einziges Rennen gewonnen. Studiert man seine Ergebnisse, kommt man zum Schluss, dass er sich auf hügeligem Terrain wohlfühlt und dass er auch auf Mittelgebirgsetappen passabel performt. Geht es gegen starke Gegner, ist er allerdings chancenlos – zumindest war das bisher so.
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Er führt die Bergwertung des Giro d’Italia souverän an
Nach zwei Tagen Giro d’Italia führt Diego Pablo Sevilla die Bergwertung souverän an. Er gewann die beiden Bergwertungen auf der ersten Etappe (2x 3 Punkte) vor seinem Begleiter Manuele Tarozzi [Bardiani CSF 7 Saber]. Auf der heutigen zweiten Etappe riss er mit seinem Teamkollegen Mirco Maestri [Polti VisitMalta] aus und musste daher nicht um die Zähler kämpfen. Er sicherte sich 2x 9 Punkte, ehe die beiden eingeholt wurden. Als Erster auf dem Lyaskovets Monastery Pass erhielt kurz vor dem ZielJonas Vingegaard [Visma | Lease a Bike] 1x 9 Punkte. Damit ist er in der Bergwertung hinter Diego Pablo Sevilla Zweiter.
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Diego Pablo Sevilla hat aktuell keinen Gegner
Aktuell sieht es so aus, als hätte Diego Pablo Sevilla keinen Konkurrenten. Manuele Tarozzi hat auf der ersten Etappe ebenfalls versucht, das Bergtrikot zu übernehmen. Der Italiener musste jedoch einsehen, dass er im Sprint deutlich unterlegen war. Um Rang drei (einen Punkt), hat sich aus dem Hauptfeld heraus niemand bemüht. So war es auch heute. Niemand wollte die verbliebenen Zähler (1 Punkte und einen Punkt) einsammeln. Das sagt uns, dass sich von den kleinen Teams niemand wirklich für das Bergtrikot interessiert. Das Unterfangen „Übernahme des Bergtrikots“ hat man bei z. B. Bardiani CSF 7 Saber bereits aufgegeben. Diego Pablo Sevilla kämpft in dieser Sonderwertung nun also gegen die GC-Fahrer und diejenigen, die im Hochgebirge die fetten Punkte einfahren können.
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Kann Diego Pablo Sevilla die Bergwertung des Giro d’Italia gewinnen?
Die Antwort ist simpel: Nein, kann er nicht. Der Spanier kann versuchen, die Maglia Azzurra so lange wie möglich zu verteidigen, aber spätestens auf der 14. Etappe wird dieses Projekt für ihn beendet sein. Im Hochgebirge wird er gegen die Top-Kletterer nicht bestehen. Allerdings hat er gute Karten, das Bergtrikot noch einige Tage zu tragen. Wir können davon ausgehen, dass er sich auch auf der dritten und vierten Etappe in die Flucht begeben wird. Das sollte kein Problem für ihn sein, da am Montag Ruhetag ist. Läuft es für ihn perfekt, hat er dann 60 Punkte auf dem Konto. Anschließend kann er vereinzelt Punkte sammeln, muss sich aber auch Etappen zur Erholung raussuchen. Meine aktuelle Prognose ist, dass er das Bergtrikot auf jeden Fall bis zur neunten Etappe tragen darf, wahrscheinlich sogar bis zur 14. Etappe. Spätestens dort sollte sich ein Kontrahent gefunden haben, der sich im Hochgebirge Zuhause fühlt und Diego Pablo Sevilla keine Chance lässt. Da Jonas Vingegaard bereits gepunktet hat, ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr hoch, dass ihm der Däne das Trikot abknöpft.



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