Das Team Lotto Intermarché ist eines von 18 UCI WorldTour-Teams. Sie zählen zu den besten Mannschaften der Welt, haben eine erstklassige Jugendarbeit und die Tradition dieses Teams reicht zurück bis ins Jahr 1985. In ihren Trikots sind Legenden gefahren wie Andrei Tchmil, Peter van Petegem, Robbie McEwan, Cadel Evans und Philippe Gilbert. Doch aktuell machen sie eher durch fragwürdige Entscheidungen auf sich aufmerksam …
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Top-Fahrer, aber keine Top-Ergebnisse
Die Nachwuchsarbeit der Mannschaft Lotto Intermarché zählt zu den besten im gesamten Profiradsport. Jahr für Jahr schaffen Fahrer aus der eigenen Jugend den Sprung zu den Profis. Dort fahren sie um gute Resultate mit, scheinen dann aber zu stagnieren. Fahrer wie Lennert van Eetvelt und Arnaud de Lie haben eigentlich das Zeug zu absoluten Top-Fahrern, doch viele Siege konnten sie zuletzt nicht mehr einfahren. Van Eetvelt hat seit Oktober 2024 nicht mehr gewonnen. De Lie gewann in dieser Saison zwei Rennen, aber sein letzter WorldTour-Sieg liegt auch schon fast ein Jahr zurück. Das neue Super-Talent heißt Jarno Widar. Aber auch er hat nach dem Sprung zu den Profis die Erwartungen erstmal nicht erfüllt. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Vor allem aber kann man der Führung dieser Mannschaft eines vorwerfen: Sie lassen ihre Profis erkrankt oder gar verletzt Rennen fahren. Warum?
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Liebes Lotto-Team, wann lernt ihr endlich aus euren Fehlern?
Im vergangenen Jahr hat Lennert van Eetvelt sein Potential nicht ausschöpfen können, weil er über viele Monate hinweg verletzt war. Dennoch ließ man den damals 23-jährigen Belgier nicht regenerieren oder genesen. Er wurde für zahlreiche Rennen nominiert und wurde dort als Leistungsträger eingesetzt. Jarno Widar hat der Mannschaftsführung auch 2025 bereits vorgeworfen, dass er viel zu viele Rennen fahren musste, obwohl er oft nicht fit war. In diesem Jahr geht es genauso weiter – es wurde sogar noch schlimmer. Zum Giro d’Italia ist die Mannschaft wie jede andere auch mit acht Mann angetreten, aber zur Präsentation sind nur fünf erschienen. Die drei Vermissten waren erkrankt. Dennoch ließ die Teamführung sie an den Start. Wenige Tage später haben alle drei völlig erschöpft und demotiviert aufgegeben. Man würde meinen, spätestens damals im Mai hat die Teamleitung aus den Fehlern gelernt – denkste! Nun schickten sie zur Teampräsentation der Tour de France nur sieben Mann. Wieder fehlte – wie schon beim Giro – Arnaud de Lie krankheitsbedingt. Und wieder nominieren sie keinen Ersatzmann nach, sondern zwingen ihren 24-jährigen Sprinter an die Startlinie. Und schon jetzt wissen wir: Er wird die Tour nicht beenden. Er ist krank. Er ist nicht in der Lage, Leistungssport zu betreiben.
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Arnaud De Lie is suffering from a stomach upset and will not attend tonight’s Tour de France team presentation.
— Lotto-Intermarché (@LottoIntermarch) July 2, 2026
As a precaution, he will stay at the hotel to rest and recover, with the aim of being fully ready for the start of the Tour de France on Saturday.
Let's wish Arnaud… pic.twitter.com/1E1p4bAFq9
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