Jetzt wirds ernst! Nach der heutigen spannenden vierten Etappe des Giro d’Italia dürfen wir auch morgen ein ähnliches Teilstück erwarten. Aber Vorsicht: Der letzte kategorisierte Anstieg ist zwar deutlich kürzer, dafür aber auch erheblich steiler.
-> Narvaez gewinnt die vierte Giro-Etappe!
5. Etappe: Praia a Mare > Potenza (203,0 km) am Mittwoch, den 13. Mai 2026

Giftige Anstiege sorgen für ein spannendes Finale
Das Peloton bewegt sich Richtung Norden. Von Praia a Mare nach Potenza sind auf der fünften Etappe des Giro d’Italia 203 Kilometer zurückzulegen – und die haben es durchaus in sich. Obwohl nur eine Bergwertung der dritten Kategorie direkt nach dem Start zu absolvieren ist und später ein Berg der zweiten Kategorie, darf sich hier kein GC-Fahrer einen schlechten Tag erlauben.

Direkt zu Etappenbeginn wird sich im Anstieg nach Prestieri (13,0 km a 4,6 %) die Fluchtgruppe des Tages bilden. Und schon hier könnte die Vorentscheidung auf den Etappensieg fallen. Denn das wellige Etappenprofil bietet einer großen und starken Ausreißergruppe beste Chancen, den Tagessieg unter sich auszumachen. Diese wird spätestens am Monte Grande di Viggiano (6,6 km a 9,2 %) in seine Einzelteile zerfallen. Der Anstieg ist extrem steil und wird jede Schwäche sofort zum Vorschein bringen. Ist ab hier noch kein Solist unterwegs, folgt die nächste Attacke kurz vor dem Ziel. In einem 300 m langen Abschnitt steigt die Straße mit 12 % an. Danach geht es nur noch wenige Meter bergab, ehe die Zielgerade wieder leicht ansteigend ist. Es ist also alles vorbereitet für ein spannendes Finale. Fragt sich nur, ob das Peloton bzw. die Gruppe der Favoriten die Ausreißer noch rechtzeitig einholen kann …
-> Alle Teams, Fahrer und Ziele des Giro d’Italia 2026.
Können auf dieser Etappe die Ausreißer kontrolliert werden?
Die heutige vierte Etappe war leicht zu kontrollieren. In der Ebene fuhr XDS Astana, um das Rosa Trikot potentiell verteidigen zu können. Und anschließend übernahm Movistar, um die Etappe zu gewinnen. Morgen wird Lidl – Trek versuchen, die Ausreißer zu kontrollieren. Die Fluchtgruppe aber wird dennoch Chancen haben. Denn der deutsche Rennstall hat viele Ambitionen. Jonathan Milan soll noch Sprintetappen gewinnen und Derek Gee-West in der Gesamtwertung überzeugen. Die Mannschaft wird nicht alle Fahrer verheizen, nur um das Rosa Trikot für Giulio Ciccone zu verteidigen. Sie werden ohne Zweifel viel investieren, aber am Ende werden sie eine möglicherweise große Gruppe nicht alleine kontrollieren.
Giro d’Italia Prognose für die 5. Etappe
Radikale Prognose: Jhonatan Narvaez könnt’s direkt noch Mal machen!
Welchen Rennverlauf dürfen wir erwarten? Direkt am ersten Anstieg wird sich eine mittelgroße Fluchtgruppe lösen. Diese wird von Lidl – Trek kontrolliert. Lässt man das deutsche Team alleine, wird der Sieg an die Ausreißer gehen. Steigen andere Teams mit ein, wird die Flucht vereitelt. Die Entscheidung fällt am Monte Grande di Viggiano (6,6 km a 9,2 %). Hier werden sich die Klassementfahrer und die Puncheure die Klinge in die Hand geben. Es wird Abstände geben. Es wird Fahrer geben, die ihre Podium-Hoffnungen begraben müssen. Am Ende aber wird sich eine Gruppe, gemischt aus GC-Fahrern und Puncheuren finden, die den Tagessieg unter sich ausmacht. Beste Karten hat auch morgen Jhonatan Narvaez [UAE -XRG]. Wenn er am Gipfel mit dabei ist und im späteren Rennverlauf attackiert, wird man ihm nicht wegen der Gesamtwertung hinterherfahren. Das ist sein großer Vorteil, den er nutzen wird, um direkt noch ein Teilstück zu gewinnen.

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