Die achte Etappe des Giro d’Italia ist eine Angelegenheit für die Puncheure. Das Klassikerprofil kommt den Ausreißern entgegen, falls es im Hauptfeld kein Team gibt, welches den gesamten Tag für den Etappensieg arbeiten möchte.
-> Vingegaard gewinnt auf dem Blockhaus!
Vorschau zur 8. Etappe: Chieti > Fermo (156,0 km) am Samstag

Ein Klassiker-Profil für die Puncheure und Klassementfahrer

Nach dem anspruchsvollen Finale des Vortags wartet beim Giro d’Italia erneut eine Etappe, die deutlich schwieriger wird, als sie auf den ersten Blick wirkt. Zunächst führt die Strecke noch flach entlang der Adriaküste, doch im Hinterland von Fermo verändert sich das Profil spürbar. Dort erwartet das Feld ein ständiges Auf und Ab mit mehreren kurzen, aber äußerst steilen Anstiegen. Besonders die berüchtigten „Mauern“ rund um Fermo könnten den Rennverlauf entscheidend prägen. Im Finale geht es fast ausschließlich bergauf – inklusive enger Straßen, brutaler Steigungsprozente und einer letzten Rampe, die den explosiven Puncheuren entgegenkommen dürfte. Aber auch die Klassementfahrer werden keinen Ruhetag erleben. Im Gegenteil: Geht einer attackieren, müssen alle mit. Und wir dürfen fest davon ausgehen, dass genau das der Fall sein wird.
Radikale Prognose: Alessandro Pinarello gewinnt aus der Fluchtgruppe heraus
In Fermo wird ein starker Puncheur gewinnen. Ob er aus dem Hauptfeld heraus triumphiert oder aus einer Fluchtgruppe, liegt stark an der Zusammensetzung. Auf Grund der bereits großen Abstände in der Gesamtwertung, ist nicht davon auszugehen, dass das Team von Afonso Eulalio [Bahrain – Victorious] die Lücke unbedingt schließen möchte. Auch Jonas Vingegaard [Visma | Lease a Bike] wird kein Interesse daran haben, da er bei diesem Etappenprofil zwar zu den Besten zählt, nicht aber wie im Hochgebirge der klare Favorit ist. Das stärkste Interesse an dieser Etappe dürfte das UAE Team Emirates – XRG haben. Mit Jhonatan Narvaez, Antonio Morgado und Jan Christen dürfen sich zwei Fahrer dieser Mannschaft Hoffnungen auf de Tagessieg machen. Statt den gesamten Tag im Peloton zu arbeiten, könnten sie aber auch direkt in die Fluchtgruppe gehen. Denn die Gesamtwertung spielt für diese Mannschaft keine Rolle mehr.

Ein Tag für Harold Martin Lopez oder Alessandro Pinarello
Natürlich wissen wir nie, wer sich in die Ausreißergruppe wagt. Empfehlen können wir die Etappe aber einigen Fahrern, die in der Gesamtwertung mehr als zehn Minuten Rückstand haben und solche Etappen mögen. Sofort ins Auge sticht Alessandro Pinarello. Er könnte aus einer Fluchtgruppe heraus gewinnen. Aber eben auch das UAE Team Emirates – XRG müssen wir auf der Rechnung haben. Kommt der Sieger aus der Favoritengruppe, müssen wir hier alle Bergfahrer nennen, die auch heute auf dem Blockhaus stark waren. Aber klar: Einem Felix Gall z. B. liegen lange Anstiege eher als kurze, giftige Hügel.
Giro d’Italia Prognose für die 8. Etappe
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