Mit einem unglaublichen Starterfeld wird uns die 77. Austragung der Volta Comunitat Valenciana vom 4. bis 8. Februar begeistern. Das 2.Pro-Rennen führt über fünf Etappen von Segorbe nach Valencia. Wir schauen uns heute die Etappenprofile an, durchstöbern die beeindruckende Startliste und wagen vorherzusagen, dass der Gesamtsieg eigentlich nur an einen Fahrer gehen kann: Remco Evenepoel [Red Bull – Bora – hansgrohe].

Volta Comunitat Valenciana 2026: Das Zeitfahren entscheidet
Bei der Volta Comunitat Valenciana 2026 haben sich mehrere gute Sprinter angemeldet. Auf der ersten und letzten Etappe rechnen sie sich zurecht Chancen auf den Tagessieg aus. Zu nennen sind hier vor allem Mads Pedersen [Lidl – Trek] und Biniam Girmay [NSN]. Bei richtig guter Form kann ein hügelfester Sprinter sogar an Tag drei um den Sieg sprinten. Bleiben nur zwei Etappen, die vermutlich nicht an die Sprinter gehen. Die vierte Etappe ist eine Angelegenheit für die Puncheure. Vorentschieden wird die Rundfahrt aber schon am zweiten Tag. Das 17 Kilometer lange Zeitfahren von Carlet nach Alginet wird für verhältnismäßig große Zeitabstände sorgen. Ein Top-Zeitfahrer kann sich hier die entscheidenden Sekunden erarbeiten, die er dann auf der vierten Etappe nicht mehr verliert. Der Schlüssel zum Sieg liegt also im Zeitfahren!

Evenepoel präsentiert sein Regenbogentrikot
Nach seinem beeindruckenden Saisonstart für seine neue Mannschaft Red Bull – Bora – hangrohe muss Remco Evenepoel als klarer Favorit auf den Gesamtsieg genannt werden. Der Belgier ist der wohl weltbeste Zeitfahrer und auch über hügeliges Terrain freut er sich. Auf der zweiten Etappe wird er nach gewonnenem WM-Titel erstmals in dieser Saison in seinem Regenbogentrikot an den Start gehen. Als Hauptkontrahent von Evenepoel muss auf den ersten Blick der letztjährige Gesamtzweite Joao Almeida vom Team UAE – XRG genannt werden. Der Portugiese ist bereits häufiger in seiner Karriere nur mühsam in die neue Saison gestartet. Und wenn Almeida etwas nicht liegt, dann sind es kurze Anstiege. Nicht selten braucht sein Motor ein paar Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Bei der Volta Comunitat Valenciana 2026 wäre dies das Ende aller Hoffnungen auf den Gesamtsieg. Ein weiterer Mitfavorit ist der Italiener Antonio Tiberi [Bahrain – Victorious].
Mathias Vacek könnte eine Überraschung gelingen
Als Dark Horse geht für uns Mathias Vacek [Lidl – Trek] ins Rennen. Der amtierende Tschechische Meister im Zeitfahren und im Straßenrennen ist kein Mann fürs Hochgebirge, aber auf jedem anderen Terrain fühlt er sich wohl. Es dürfte schwer werden, ihm im Kampf gegen die Uhr viel Zeit abzunehmen. Auch auf der hügeligen vierten Etappe wird man den kämpferischen 23-Jährigen nicht so einfach abschütteln. Kurzum: Das Profil der Volta a la Comunitat Valenciana 2026 liegt ihm. Einziges Gegenargument könnte die teaminterne Rolle Vaceks sein. Auf den Flachetappen wird er viel für Mads Pedersen arbeiten müssen. Steckt er diesen Einsatz gut weg, kann er die Überraschung der Rundfahrt werden.

Pogacar war keine Eintagsfliege
Als 18-Jähriger ist Tadej Pogacar 2019 bei der Vuelta a Espana sensationell aufs Podium geklettert. Aus dem Nichts kam der Slowene nicht, aber wirklich damit gerechnet hat niemand. Einige vermuteten in ihm eine Eintagsfliege – das wäre bei der Spanien-Rundfahrt nicht das erste Mal der Fall gewesen. Doch sie irrten sich. Als Pogacar im Februar 2020 – ziemlich genau also vor sechs Jahren – bei der Volta a la Comunitat Valenciana in die Saison startete, verstummten alle Zweifler des Top-Talents. Pogacar gewann zwei Etappen und schließlich die Gesamtwertung.
Das sollte erst der Anfang einer beeindruckenden Saison sein. Es folgte der erste Gesamtsieg bei der Tour de France, begleitet von drei Etappensiegen. Wir können froh sein – so sehr seine Dominanz auch für langweilige Rennen sorgen mag – dass sich Tadej Pogacar in der Corona-Saison 2020 nicht hat beirren lassen. Der mittlerweile 21-fache Tour-Etappensieger trotzte den widrigen Bedingungen und startete durch – bis heute!

Etappenprofile der Volta Comunitat Valenciana 2026





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2 Gedanken zu „Brutales Starterfeld bei der Volta Comunitat Valenciana“