Alpe d’Huez ist der wohl bekannteste Berg der Tour de France. Morgen müssen ihn die Profis erstmals bezwingen, am Tag danach direkt noch einmal. Doch das Etappenprofil trügt: So schwer ist die 19. Etappe der Tour de France 2026 nicht. Dennoch wird sich Tadej Pogacar – sollte er gesund sein – diesen Tagessieg nicht nehmen lassen.
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Wer hat Angst vor Alpe d’Huez?
Mit nur 127,9 Kilometern gehört die 19. Etappe der Tour de France 2026 zwar zu den kürzeren Tagesabschnitten, an Härte mangelt es ihr jedoch keineswegs. Schon kurz nach dem Start in Gap dürfte das Rennen am Col Bayard Fahrt aufnehmen. Angriffsfreudige Kletterer könnten dort die erste Gelegenheit nutzen, um das Feld unter Druck zu setzen und eine Fluchtgruppe zu bilden. Anschließend warten mit dem Col du Noyer und dem Col d’Ornon zwei weitere anspruchsvolle Anstiege, die bereits viele Kräfte kosten werden. Die endgültige Entscheidung dürfte jedoch erst am legendären Schlussanstieg nach Alpe d’Huez fallen. Die berühmten 21 Kehren zählen zu den bekanntesten Straßen des Radsports und haben schon zahlreiche Tour-Geschichten geschrieben. Wer hier noch Reserven besitzt, fährt um den Tagessieg. Nach den Strapazen der Alpen werden an diesem Tag nur die stärksten Bergfahrer um den Etappensieg kämpfen können.
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Radsport Radikal: Pogacar will diesen prestigeträchtigen Sieg
Vermutlich gilt Alpe d’Huez als der bekannteste und legendärste Berg in der Geschichte der Tour de France. Dennoch ist er bei weitem nicht der härteste. Natürlich ist die 19. Etappe kein Spaziergang, aber die Anfahrt zum Schlussanstieg ist für alle GC-Fahrer so leicht, dass es zuvor zu keinen Attacken kommen wird. Vermutlich werden alle Klassementfahrer relativ erholt ins Finale kommen, weshalb keine großen Abstände zu erwarten sind. Den Sieg wird sich Tadej Pogacar trotzdem nicht nehmen lassen. Der Slowene will hier gewinnen – ohne Zweifel! Seine Mannschaft ist gesundheitlich geschwächt, muss aber das Rennen wahrscheinlich erneut nicht selbst kontrollieren, weil andere Mannschaften sich einbilden, hier gewinnen zu können. Für Remco Evenepoel ist dies der vorletzte Härtetest. Kann er ihn bestehen?

