Die 7. Etappe der Vuelta a Espana 2026 führt über 149,8 Kilometer von Vall d’Alba hinauf zum Skigebiet Aramón Valdelinares. Gleich fünf gewertete Anstiege stehen auf dem Programm, wobei sich die Schwierigkeiten vor allem auf der zweiten Streckenhälfte immer dichter aneinanderreihen. Die zweite echte Bergankunft dieser Vuelta bietet den Klassementfahrern damit die nächste Gelegenheit, größere Abstände herauszufahren.

Fünf Anstiege und ein immer schwereres Finale
Zunächst geht es auf welligen Straßen ins Landesinnere, bevor nach knapp 40 Kilometern der erste längere Anstieg beginnt. Der Puerto El Remolcador ist 12,4 Kilometer lang, durchschnittlich 4,3 Prozent steil und als Bergwertung der 2. Kategorie eingestuft. Direkt nach der Abfahrt folgt der Alto de Zucaina mit 5,5 Kilometern bei fünf Prozent. Später erreicht das Rennen Aragón und damit die Provinz Teruel. Rund 45 Kilometer vor dem Ziel wartet mit dem Puerto de Fuente de Rubielos die nächste Prüfung: sechs Kilometer mit 6,3 Prozent im Schnitt. Von dort an gibt es kaum noch längere Erholungsphasen. Die Straße steigt immer wieder an und führt das Peloton Schritt für Schritt in größere Höhen. Gerade diese Häufung der Anstiege dürfte dafür sorgen, dass die Mannschaften ihrer Kapitäne schon deutlich vor dem eigentlichen Schlussberg viele Helfer verlieren.
San Rafael bereitet den Angriff auf Valdelinares vor
Die entscheidende Phase beginnt am Puerto de San Rafael, dessen Passhöhe nur 13,5 Kilometer vor dem Ziel erreicht wird. Der Anstieg der 2. Kategorie misst 11,1 Kilometer bei durchschnittlich 4,3 Prozent und dürfte das Feld bereits stark verkleinern. Nach einer kurzen Abfahrt beginnt unmittelbar der Schlussanstieg nach Aramón Valdelinares. Bis zum Ziel auf 1.963 Metern Höhe sind es 9,8 Kilometer mit durchschnittlich 5,9 Prozent, einzelne Rampen erreichen bis zu 13 Prozent. Der Berg ist damit nicht dauerhaft extrem steil, bietet aber genug Raum für Tempoverschärfungen und späte Attacken. Für Tadej Pogacar, Primoz Roglic und die übrigen Klassementfahrer wird vor allem das Finale zur nächsten wichtigen Standortbestimmung. Ein schlechter Moment kann hier erstmals deutlich Zeit kosten – gleichzeitig besitzt auch eine starke Ausreißergruppe Chancen auf den Tagessieg.
Radikale Prognose: Schenkt Pogacar der Fluchtgruppe den Sieg?
Tadej Pogacar hat nach sechs Etappen einen beruhigenden Vorsprung herausgefahren und bereits Etappen gewonnen. Nun kommen wir langsam in eine Phase der Vuelta, in der der Weltmeister aus Slowenien Geschenke verteilt. Die Fluchtgruppen werden nun immer größere Chancen auf Erfolg haben. Möglich ist aber auch, dass Pogacar selbst Helfer in die Offensive schickt. Denn am liebsten verschenkt er Tagessiege an seine Teamkollegen. Favorit auf den Etappensieg bleibt Pogacar trotzdem. Eine erfolgreiche Flucht zuzutrauen wäre morgen Clèment Berthet, Jakob Omrzel oder Jan Hirt.

