Endlich: Beim Giro d’Italia geht es auf der 7. Etappe in die Berge. Der Blockhaus stellt sich den Profis in den Weg. Die Gesamtwertung wird Form annehmen. Macht Jonas Vingegaard direkt bei der ersten Bergankunft deutlich, dass der Giro-Sieg nur über ihn gehen kann?
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Vorschau der 7. Etappe: Formia > Blockhaus (244,0 km) am Freitag, den 15. Mai

Ein Tag für die Berg- und Klassementfahrer
Die 7. Etappe ist die längste des diesjährigen Giro d’Italia und zugleich die erste Bergankunft. Zunächst führt die Strecke entlang der Küste im südlichen Latium über Orte wie Sperlonga und Gaeta, ehe das Rennen nach Norden abbiegt und zunehmend anspruchsvoller wird. Nach den ersten Bergwertungen in Roccaraso und am Passo di San Leonardo folgt eine lange Abfahrt, bevor der entscheidende Schlussanstieg beginnt. Die letzten 13 Kilometer führen nahezu ohne Pause bergauf – auf einer schmalen Straße mit zahlreichen Kehren. Hier dürfte der Kampf der Klassementfahrer richtig eröffnet werden.
Der Blockhaus ruft: Erste große Abstände werden erwartet

13,6 km mit durchschnittlich 8,4 % Steigung
Er wird gefürchtet und von manchen sogar gehasst: der Blockhaus. Der markante Gipfel im Majella-Nationalpark in den Abruzzen ist bekannt als legendärer und extrem anspruchsvoller Anstieg. Er zieht sich über 13,6 lange Kilometer und ist im durchschnitt satte 8,4 Prozent steil. Den steilsten Abschnitt müssen die Profis ca. fünf Kilometer vor dem Gipfel befahren. Hier steigt die Straße bis auf 14 Prozent an. Spätestens hier werden die entscheidenden Attacken der Klassementfahrer erwartet. In der Vergangenheit waren hier auf dem Blockhaus nur richtig starke Kletterer siegreich. 2022 gewannJai Hindley, 2019 Nairo Quintana und 2009 Franco Pellizotti. Einen Zufallssieger kann es hier nicht geben.
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Radikale Prognose: Jonas Vingegaard sorgt für klare Verhältnisse
Bei einer Grand Tour ist es häufig so, dass der Top-Favorit auf der ersten harten Bergetappe direkt für große Unterschiede sorgt. Davon gehen wir auch beim Giro d’Italia 2026 aus. Jonas Vingegaard [Visma | Lease a Bike] wird den Blockhaus hinauf demonstrieren, dass der Gesamtsieg nur über ihn gehen kann. Der Däne gewinnt die Etappe und nimmt seinen Kontrahenten bedeutend viel Zeit ab. Nur Giulio Pellizzari [Red Bull – Bora – hansgrohe] kann den Rückstand in Grenzen halten. Dahinter kristallisiert sich heraus, wer tatsächlich um das Podium kämpfen kann.
Afonso Eulalio [Bahrain – Victorious] hat einen Vorsprung von über sieben Minuten und sollte daher die Maglia Rosa eigentlich verteidigen können. Der Portugiese gilt als starker Kletterer und ist in seiner Mannschaft jetzt wohl der klare Kapitän, nachdem Santiago Buitrago bereits auf der zweiten Etappe verletzt aufgeben musste. Gespannt sein dürfen wir, wie gut sich Derek Gee-West [Lidl – Trek] nach seinem Unfall erholt hat. Der Kanadier fuhr letztes Jahr auf Platz vier in der Gesamtwertung und peilt 2026 das Podium an. Auch hinter der Leistungsfähigkeit vonEgan Bernal [Netcompany Ineos] stehen Fragezeichen, nachdem er vor zwei Tagen einen so hohen Puls hatte. Weitere Kandidaten für ein gutes Resultat sind morgen: der Österreicher Felix Gall [Decathlon CMA CGM], der NiederländerThymen Arensman [Netcompany Ineos] sowie die Australier Michael Storer [Tudor] und Ben O’Conner [Jayco-AlUla].
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