Der Giro d’Italia 2026 neigt sich dem Ende zu. Am Sonntag erreichen die Profis Rom und haben die Tortur endlich hinter sich gebracht. Morgen jedoch wird ihnen noch einmal alles abverlangt. Auf dem Weg nach Piancavallo könnte es in der Gesamtwertung ein letztes Mal zu Veränderungen kommen.
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Vorschau auf die 20. Etappe: Gemona del Friuli > Piancavallo (200,0 km) am Samstag

Piancavallo wird zum letzten großen Prüfstein des Giro d’Italia 2026


Die 20. Etappe des Giro d’Italia führt die Fahrer von den Ebenen Friauls hinauf zum gefürchteten Schlussanstieg nach Piancavallo und dürfte die letzte große Chance sein, das Gesamtklassement noch einmal durcheinanderzubringen. Zu Beginn verläuft die Strecke durch die Tagliamento-Ebene mit einigen welligen Passagen, darunter die Anstiege nach Forgaria nel Friuli und Clauzetto. Anschließend erreicht das Peloton über Maniago den entscheidenden Rundkurs rund um Piancavallo. Auf den letzten 53 Kilometern müssen die Profis den Schlussanstieg gleich zweimal bewältigen. Nach der ersten Auffahrt folgt eine anspruchsvolle Abfahrt zum Barcis-See, ehe die Fahrer über Aviano erneut den Weg zum Ziel einschlagen. Die finale Bergfahrt ist rund 15 Kilometer lang und verlangt den Athleten alles ab. Besonders die ersten zehn Kilometer mit durchschnittlich etwa neun Prozent Steigung und Rampen von bis zu 14 Prozent könnten für große Zeitabstände sorgen. Nach einer etwas flacheren Passage wartet ein technisch anspruchsvoller Schlusskilometer, bevor das Ziel in Piancavallo erreicht wird. Damit ist diese Etappe der letzte große Härtetest vor dem abschließenden Tag in Rom.
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Gemona del Friuli liegt am Fuß der Julischen Alpen und gilt als geschichtsträchtiges Tor zwischen friaulischer Ebene und Alpenpässen. Das mittelalterlich geprägte Zentrum wird vom Dom Santa Maria Assunta dominiert, der nach dem schweren Erdbeben von 1976 originalgetreu wiederaufgebaut wurde. Dieses Unglück prägt die Identität der Stadt bis heute: Der gemeinschaftliche Wiederaufbau gilt als beispielhaft und steht für Widerstandskraft und Heimatbewusstsein.
Piancavallo, ein Ortsteil von Aviano, liegt auf über 1.200 Metern in den Karnischen Voralpen. Der Ferienort entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem wichtigen Bergzentrum Friaul-Julisch Venetiens. Heute verbindet Piancavallo Wintersport, Wanderwege, Almenrunden und weite Hochflächen. Zwischen Wäldern, Bergrücken und Aussichtspunkten bietet der Ort eine alpine Kulisse, in der Sport, Natur und regionale Tradition eng zusammenfinden.
Radikale Prognose: Darf morgen Davide Piganzoli in die Gruppe?
Heute hat Jonas Vingegaard seinem Edelhelfer Sepp Kuss den Etappensieg ermöglicht, weil er ihm die Freiheit dafür gegeben hat. Morgen könnten wir das gleiche Szenario mit Davide Piganzoli zu sehen bekommen. So oder so wird die Fluchtgruppe groß und stark besetzt sein. Daher sollten alle Teams versuchen, einen starken Fahrer in die Offensive zu schicken. Ob schlussendlich doch die Favoriten sich durchsetzen werden, wird sich zeigen. Die lange Anfahrt bis zum ersten Berg ist lange, daher lässt sich die Fluchtgruppe gut kontrollieren.
Giro d’Italia Prognose für die 20. Etappe
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