Der Tag der Wahrheit ist gekommen. Auf der 15. Etappe der Tour de France müssen alle Karten auf den Tisch gelegt werden. Nur die kleinste Schwäche wird morgen bestraft. Es wird große Abstände und Verlierer geben – und einen großen Gewinner.
-> Tadej Pogacar baut auf der 14. Etappe seine Führung weiter aus

Der nächste Härtetest für die Favoriten
Nach den Strapazen der Vortage wartet auf die Fahrer eine weitere Schlüssletappe im Kampf um das Gelbe Trikot. Über 183,9 Kilometer geht es von Champagnole hinauf zum Plateau de Solaison, wo die Gesamtwertung kräftig durcheinandergewirbelt werden könnte. Bereits nach 17 Kilometern steht ein bergauf führender Zwischensprint an, der vor allem Mads Pedersen entgegenkommen dürfte. Erst danach dürfte sich die Fluchtgruppe des Tages endgültig formieren. Insgesamt warten vier Bergwertungen auf das Peloton: die Côte des Rousses, der Salève mit dem brutalen Col de la Croisette, die Côte du Mont sowie der Schlussanstieg. Besonders die fünf Kilometer der Croisette mit durchschnittlich 11,2 Prozent Steigung werden für erste Auslese sorgen. Die Entscheidung fällt schließlich am 11,3 Kilometer langen Anstieg zum Plateau de Solaison, der mit durchschnittlich 9,1 Prozent kaum Verschnaufpausen bietet. Hier sind die Favoriten gefordert – und es könnten bereits entscheidende Sekunden oder sogar Minuten vergeben werden.
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Radikale Prognose: Pogacar macht den Deckel drauf
Experten sind der Meinung, dass die Etappen 19 und 20 die härtesten der diesjährigen Tour de France sind – auch weil sie am Ende der Rundfahrt ausgetragen werden und das auch noch direkt hintereinander. Doch die morgige 15. Etappe der Tour de France 2026 wird bereits den Kampf um das Gelbe Trikot entscheiden. Tadej Pogacar wird dieses Teilstück für sich entscheiden und damit seinen Vorsprung weiter ausbauen. Es kann sogar sein, dass der Weltmeister aus Slowenien bereits am Col de la Croisette attackiert, denn die Helfer seiner Kontrahenten haben bislang keinen guten Eindruck hinterlassen. Außerdem fährt bis auf Jonas Vingegaard ohnehin niemand gegen ihn. Sie fahren alle um Platz drei – und genau das wird ihm zugute kommen. Hinter dem Dominator muss Vingegaard seinen zweiten Rang verteidigen. Und Paul Seixas muss zeigen, dass er ein Mann fürs Podium ist. Die Teams Lidl – Trek und Red Bull – Bora – hansgrohe sollten sich endlich für einen Kapitän entscheiden. Durchaus möglich, dass sich das morgen ganz automatisch ergibt. Juan Ayuso sollte sich gegen Mattias Skjelmose durchsetzen und Florian Lipowitz gegen Remco Evenepoel.
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