Ashlin Barry gehört zu den spannendsten Nachwuchsfahrern im internationalen Radsport. Der Kanadier mit US-Staatsbürgerschaft hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem der erfolgreichsten Junioren weltweit entwickelt.
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Ashlin Barry – Ein Ausnahmetalent mit außergewöhnlicher Herkunft
Es gibt Karrieren, die wirken fast vorherbestimmt und doch verlaufen sie nie geradlinig. Ashlin Barry, Sohn der ehemaligen Profis Michael Barry und Dede Demet, wuchs mitten im Radsport auf, ohne jemals dazu gedrängt zu werden. Geboren im spanischen Girona, aufgewachsen unter anderem in Toronto, begann seine Laufbahn mit kanadischen Wurzeln, ehe er sich entschied, international für die USA zu starten. Schon früh fällt seine Vielseitigkeit auf: Straße, Bahn und Gravel – Barry überzeugt in allen Disziplinen. Diese Bandbreite macht ihn zu einem der komplettesten Talente seiner Generation und erklärt seinen schnellen Aufstieg.
„Meine Eltern haben mir viel Freiheit gelassen. Ich habe viele Sportarten ausprobiert, bevor ich mich mit 13 oder 14 fürs Radfahren entschieden habe.“
Ashlin Barry
Erste Erfolge auf der Bahn und ein rasanter Aufstieg
Der sportliche Durchbruch beginnt auf der Bahn. Am Mattamy National Cycling Centre entwickelt Barry früh seine Stärke im Velodrom. 2023 sorgt er für Aufsehen, als er – trotz U17-Alter – bei den kanadischen U19-Meisterschaften startet und mehrere Titel gewinnt, darunter im Ausscheidungsfahren, Madison und in der Mannschaftsverfolgung. Auch international überzeugt er früh, etwa beim Next Generation Track Meet in Apeldoorn mit mehreren Siegen und Podiumsplätzen. Parallel sammelt er erste Erfahrungen auf der Straße und bei Kriteriumsrennen in Nordamerika. Sein erstes Rennen überhaupt bestritt er im Alter von zehn Jahren bei einem Cyclocross-Event in Toronto. Bereits damals zeigte sich seine schnelle Entwicklung. Schritt für Schritt legte er so das Fundament für seine späteren internationalen Erfolge.
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„Er ist eines der größten Talente seiner Generation.“
Robbert de Groot
2024 und 2025: Der internationale Durchbruch
Die Jahre 2024 und 2025 markieren Barrys endgültigen Durchbruch im Juniorenbereich. Für das US-Nationalteam feiert er große Erfolge auf Straße und Bahn. Er gewinnt mehrere nationale Titel, darunter im Straßenrennen, Zeitfahren und Madison, und wird zudem auch US-Meister im Elite-Madison. Bei Weltmeisterschaften überzeugt er ebenfalls: Silber im Omnium sowie später Silber im Junioren-Zeitfahren unterstreichen seine Klasse. Auch auf der Straße fährt er konstant vorne mit – mit Gesamtsiegen wie bei der Tour du Bocage und Spitzenresultaten bei Klassikern wie Paris–Roubaix Juniors und der E3 Classic, wo er jeweils Zweiter wird.
2026: Entwicklungsteam, erste große Siege und klare Ziele
Im Jahr 2026 ist Ashlin Barry Teil des Development-Teams von Team Visma | Lease a Bike und sammelt weiter wichtige Erfahrungen auf internationalem Niveau. Dabei setzt er früh ein Ausrufezeichen: Im März gewinnt er eine Etappe der Metec Olympia’s Tour und bestätigt damit seine Entwicklung auch im Straßenrennsport. Schon zuvor hatte er mit starken Leistungen – darunter ein US-Rekord in der Mannschaftsverfolgung und mehrere internationale Podestplätze – seine Qualität unter Beweis gestellt. Gleichzeitig bleibt seine Karriere bewusst langfristig ausgerichtet. Mit Blick auf die Zukunft setzt er klare Ziele: Klassiker, Zeitfahren und langfristig die Olympischen Spiele 2028. Barry steht im April 2026 genau an dem Punkt, an dem aus einem Ausnahmetalent Schritt für Schritt ein Profi wird
„Das Team Visma | Lease a Bike ist ein Traumteam. Es ist inspirierend, in derselben Mannschaft wie Wout van Aert und Jonas Vingegaard zu fahren.“
Ashlin Barry
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