Nach einigen erfolglosen Attacken haben sich schließlich acht Fahrer abgesetzt. Dries de Bondt, Jules Hesters, Victor Vercouillie, Frits Biesterbos, Julius Johansen, Camille Charret, Hartthijs de Vries und Wessel Mouris bilden die Fluchtgruppe des Tages. Sie haben schnell einen Vorsprung von über fünf Minuten.
Das Hauptfeld ist geteilt. Vor allem die Mannschaft Alpecin – Premier Tech hat mit einem hohen Tempo für diesen Split gesorgt. Die Fluchtgruppe liegt dadurch nur noch 2:25 vor dem ersten Feld. Das zweite Feld ist rund 40 Sekunden zurück, hat sich aber noch nicht aufgegeben.
Das Hauptfeld findet wieder zusammen. Die Fluchtgruppe hat nur noch etwas mehr als eine halbe Minute Vorsprung.
Bitter: Paul Magnier erleidet eine Reifenpanne, muss aber ewig auf den Teamwagen warten. Er fällt weit zurück. Später muss auch Teamkollege Yves Lampaert wechseln. Sie versuchen zurückzukommen, erhalten in dieser abgehängten Gruppe aber kaum Unterstützung.
Paul Magnier hat es zurück geschafft. Das hat aber sicher viel Kraft gekostet.
Im Kemmelberg wird das Tempo forciert. Wout van Aert fährt den gepflasterten Hügel von vorn an. Nur ein Mann bleibt am Hinterrad des Belgiers: Mathieu van der Poel. Alle Ausreißer werden von den beiden eingeholt. Auch Florian Vermeersch scheint dabei zu sein. Dahinter ist die Situation gewohnt unübersichtlich. Klar ist aber: Wout van Aert hat das Finale eingeläutet.
In der Verfolgergruppe sprechen sich Flippo Ganna und Daan Hoole ab. Gemeinsam versuchen sie jetzt die Lücke von zehn Sekunden zuzufahren. Die Gruppe ist groß. Auch Paul Magnier ist wieder drin. Aber viel Energie haben sie alle nicht mehr.
Ben Turner stürzt spektakulär. Das Rennen dürfte für ihn gelaufen sein.
Der Abstand wächst. Jetzt sind es schon 40 Sekunden. Überraschenderweise arbeiten vorne sogar einige der ehemaligen Ausreißer mit. In der Verfolgergruppe – nennen wir sie Hauptfeld – versuchen sich die Teams zu organisieren.
Nach und nach zerfällt die Spitzengruppe. Julius Johansen kann nicht mehr folgen. Gleich geht es in den Kemmelberg. Mit dabei sind noch: Mathieu van der Poel, Wout van Aert, Florian Vermeersch, Dries de Bondt, Frits Biesterbos und – die beiden Männer der Unibet Rose Rockets – Hartthijs de Vries und Wessel Mouris.
Kemmelberg: Wie erwartet, explodiert hier das Rennen. Mathieu van der Poel und Wout van Aert setzen sich ab. Elf Sekunden dahinter überquert Florian Vermeersch die Kuppe. Darauf folgen die ehemaligen Ausreißer, ehe das Peloton 68 Sekunden später an diesem Punkt angekommen ist.
Die ehemaligen Ausreißer werden vom Hauptfeld eingeholt. Die aktuelle Rennsituation: Das Duo Mathieu van der Poel/Wout van Aert führt mit 14 Sekunden vor Florian Vermeersch. Das Hauptfeld liegt 44 Sekunden zurück. Entschieden ist hier also noch nichts.
Es sieht so aus, als würden bei Florian Vermeersch die Kräfte schwinden. Der arme Kerl ist ganz allein unterwegs und ist im Niemandsland. Soll er weiterfahren, ohne echte Chance, noch aufzuschließen? Oder soll er den Versuch aufgeben und sich einholen lassen? Er hat jetzt 20 Sekunden Rückstand auf das Spitzenduo und 19 Sekunden Vorsprung auf das Hauptfeld. Er wird das nicht durchhalten. Rang drei ist für alle im Peloton also auf jeden Fall noch möglich.
Jetzt ist es geschehen. Florian Vermeersch wird eingeholt. Wir haben jetzt nur noch das Duo vorn. Das Peloton liegt auch nur noch 28 Sekunden zurück. Da ist noch alles drin!
Das Hauptfeld kommt immer näher. Vor allem die Teams Red Bull – Bora – hansgrohe für Jordi Meeus und Decathlon CMA CGM für Tobias Lund Andresen sind die treibende Kraft. Aber Vorsicht: Auch Jasper Philipsen ist noch mit dabei. Für Alpecin – Premier Tech ist die aktuelle Situation also gar nicht so schlecht.
Attacke von Alec Segaert! Der Belgier versucht es jetzt alleine, wie schon bei Nokere Koerse und dem Grand Prix de Denain. Der wird doch nicht erneut so ein Ding abziehen?
Brutal: Alec Segaert hat aus dem Duo ein Trio gemacht. Wie geht es jetzt weiter? Sie haben wieder 14 Sekunden Vorsprung. Im Hauptfeld ist das Tempo etwas eingeschlafen.
Das Trio wird eingeholt – nein, doch nicht. Alec Segaert geht in diesem Moment noch einmal attackieren. Dieser Junge ist brutal stark.
Jetzt ist es aber auch um ihn geschehen. Es wird zum Massensprint kommen.
Jasper Philipsen gewinnt den Sprint! Tobias Lund Andresen wird Zweiter. Das Team Alpecin – Premier Tech hat seine Karten perfekt ausgespielt.
Legende
⚡ Angriff
⏱ Zeitabstand
🔒 Ausreißer eingeholt
❌ Aufgabe
🚅 Nachführarbeit
⚠️ Sturz
🏁 Ziel
1 Bergwertungen
HC HC-Bergwertungen
S Sprintwertungen
➤ Fahrer abgehängt
➤ Fahrer zurück im Feld
🔧 Defekt
💨 Windkante
🌧️ Wetter