Er hat es dann doch noch geschafft: Jonathan Milan hat die Schlussetappe des Giro d’Italia 2026 für sich entschieden. Der Italiener gewann den hektischen Massensprint in Rom und sorgt damit doch noch für ein versöhnliches Ende dieser Rundfahrt.
-> Vorschau auf die Tour Auvergne-Rhône-Alpes (ehemals: Critérium du Dauphiné)
-> Giro-Zeugnisse: Diese Noten haben sich die Teams beim Giro d’Italia 2026 verdient.
-> Der Giro d’Italia 2026 Rückblick in 47 Bildern.

Jonathan Milan erkämpft sich den späten Tagessieg
Im Team Lid – Trek lief bei diesem Giro d’Italia lange nichts nach Plan. Am Ende jedoch haben sie sich mit viel Einsatz und individueller Klasse doch noch ihre Erfolge eingefahren. Die Krönung gelang auf der heutigen Schlussetappe, die Jonathan Milan im Massensprint von Rom für sich entschied. Er gewann vor Landsmann Giovanni Lonardi und dem Franzosen Paul Penhoet. Trotz zahlreicher Angriffe auf dem finalen Rundkurs ließ sich das Feld nicht überraschen, auch wenn Filippo Ganna den Sprintern lange das Leben schwer gemacht hat. Die traditionelle Schlussetappe in Rom bot dabei noch einmal eine eindrucksvolle Kulisse. Auf den Runden durch die italienische Hauptstadt passierte das Peloton zahlreiche berühmte Sehenswürdigkeiten, allen voran das majestätische Kolosseum, das als Wahrzeichen der Stadt immer wieder für spektakuläre Bilder sorgte. Zuvor standen die Gewinner der Sonderwertungen im Mittelpunkt. Bei einem Glas Sekt und einer Handvoll Gummibärchen konnten sie die letzten Kilometer genießen und ihren Erfolg feiern, während das Rennen ein letztes Mal durch die Straßen Roms rollte. Auch die äußeren Bedingungen hätten für das große Finale kaum besser sein können. Die Fahrer wurden von angenehmen Temperaturen begleitet – warm, aber nicht drückend heiß. Vor allem blieb der Regen, der den Giro d’Italia 2026 an mehreren Tagen geprägt hatte, zum Abschluss aus, sodass das Peloton die letzte Etappe unter besten Bedingungen und vor der beeindruckenden Kulisse der Ewigen Stadt absolvieren konnte.
Jonas Vingegaard gewinnt den Giro d’Italia vor Felix Gall
In der Gesamtwertung blieb auf der Schlussetappe alles beim Alten. Damit krönt sich Jonas Vingegaard erstmals in seiner Karriere zum Sieger des Giro d’Italia und darf das begehrte Rosa Trikot mit nach Hause nehmen. Auf dem Podium flankieren ihn der Österreicher Felix Gall, der einen starken zweiten Gesamtrang einfährt, sowie der Australier Jai Hindley auf Platz drei. Die Punktewertung sichert sich der Franzose Paul Magnier, während der Italiener Giulio Ciccone als bester Kletterer das Bergtrikot gewinnt. Als bester Nachwuchsfahrer wurde Afonso Eulálio ausgezeichnet: Der Portugiese holt sich das Weiße Trikot und überzeugt zudem mit Rang sechs in der Gesamtwertung.
Top-Ergebnisse auch für das UAE Team Emirates – XRG
Besonders erfolgreich präsentierte sich bei diesem Giro d’Italia die Mannschaft UAE – XRG. Trotz zahlreicher Rückschläge und mehrerer Ausfälle bereits auf der zweiten Etappe konnte das Team die Rundfahrt mit insgesamt vier Etappensiegen abschließen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Jonathan Narváez, der gleich drei Tageserfolge feierte und zwischenzeitlich sogar die Maglia Ciclamino tragen durfte, während Teamkollege Igor Arrieta einen weiteren Sieg beisteuerte. Auch XDS Astana darf auf drei erfolgreiche Wochen zurückblicken. Zwar spielte die Mannschaft in der Gesamtwertung keine Rolle, dafür überzeugte sie mit drei Etappensiegen. Für die Erfolge der türkisfarbenen Equipe sorgten Guillermo Thomas Silva, Davide Ballerini und Alberto Bettiol, die jeweils einen Tagesabschnitt für sich entscheiden konnten. Doch nicht alle Teams können ein positives Fazit ziehen. Besonders enttäuschend verlief der Giro für Picnic PostNL. Trotz ihres WorldTour-Status blieb die Mannschaft über den gesamten Giro d’Italia hinweg blass und konnte weder auf einzelnen Etappen noch in Zwischenwertungen Akzente setzen.
Jonathan Milan wins the final stage of #GirodItalia 🔥🇮🇹 pic.twitter.com/3J2Ok5n792
— Eemeli (@LosBrolin) May 31, 2026
Results powered by FirstCycling.com
-> Ludovico Crescioli im Interview.

