Auf der zwölften Etappe des Giro d’Italia erwarten die Experten trotz zweier Anstiege einen Massensprint. Erwartet uns wieder ein Duell zwischen Jonathan Milan und Paul Magnier, oder gibt es in Novi Ligure einen lachenden Dritten?
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Vorschau auf die 12. Etappe: Imperia > Novi Ligure (175,0 km) am Donnerstag

Von der ligurischen Küste nach Novi Ligure

Die zwölfte Etappe des Giro d’Italia 2026 beginnt in Imperia und führt zunächst ins Hinterland der ligurischen Küste. Nach den ersten Kilometern Richtung Pieve di Teco geht es auf die berühmte Via Aurelia, allerdings entgegen der bekannten Richtung von Mailand–Sanremo. Dabei warten mehrere typische ligurische Anstiege und Ortsdurchfahrten entlang der Küste zwischen Albenga und Savona. Nach Savona verändert sich das Profil deutlich: Mit dem Colle Giovo und dem Bric Berton stehen zwei längere Anstiege auf dem Programm, bevor die Fahrer die Po-Ebene erreichen. Von dort sorgen kurze Wellen und kleinere Anstiege weiterhin für Rhythmuswechsel auf dem Weg nach Novi Ligure. Im Finale werden die Straßen zunächst etwas enger, ehe breite und schnelle Abschnitte folgen. Die letzten Kilometer verlaufen leicht ansteigend, fast komplett gerade und könnten ideale Bedingungen für einen Sprint bieten – sofern die Sprinterteams die Etappe kontrollieren können.
Novi Ligure liegt im Südosten des Piemont und war lange ein wichtiger Verbindungspunkt zwischen Po-Ebene und ligurischer Küste. Die Stadt wuchs durch Handel, Industrie und ihre Lage an bedeutenden Verkehrswegen. Breite Straßen, Plätze und die geordnete Struktur des 19. Jahrhunderts prägen das Stadtbild. Bekannt ist Novi Ligure außerdem für Süßwaren- und Schokoladentradition.
Radikale Prognose: Jonathan Milan gewinnt endlich seinen Massensprint
Auch wenn das Etappenprofil teilweise anspruchsvoll aussieht, wird es auf der zwölften Etappe des Giro d’Italia zu einem Massensprint kommen. Durchaus möglich, dass nicht alle Sprinter daran teilnehmen können, weil sie nach den Anstiegen zur Etappenmitte nicht mehr ins Peloton zurückfinden werden. Wir dürfen wieder auf ein Duell zwischen Jonathan Milan [Lidl – Trek] und Paul Magnier [Soudal – Quick-Step] hoffen. Der Franzose war bisher stärker, aber der Italiener ist hungrig und hat weiterhin das bessere Sprinter-Team an seiner Seite. Morgen wird es klappen mit dem Etappensieg! Der größte Gegner der beiden ist vermutlich Orluis Aular [Movistar]. Denn seine Mannschaft wird in den Anstiegen das Tempo anziehen und versuchen die reinen Sprinter abzuhängen.
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