Nach zahlreichen Attacken hat sich nun endlich eine erste ernstzunehmende Fluchtgruppe gebildet. Sie besteht aus 18 Fahrern, darunter Matthew Brennan, Christophe Laporte, Paul Magnier, Mads Pedersen und Tobias Lund Andresen.
Arnaud de Lie gibt das Rennen auf.
Die 18 Mann starke Fluchtgruppe wird eingeholt. Das Hauptfeld teilt sich in mindestens zwei Gruppen.
Eine neue Gruppe bildet sich. Diesmal sind es 16 Fahrer und Wout van Aert ist mit dabei.
Auch diese Gruppe wird wieder eingeholt. Insgesamt ist das Feld vielleicht noch 40 Mann groß. Der zweite Teil des Pelotons liegt rund 30 Sekunden zurück.
Am Berg Ten Houte (1,0 km à 5,6 %) gibt es eine Tempoverschärfung von Per Strand Hagenes. Danach attackiert Teamkollege Wout van Aert. Sie können sich nicht lösen, aber das Feld wird immer mehr ausgedünnt. Eines der bekanntesten Opfer ist Tobias Lund Andresen. Auch Jonathan Milan scheint nicht mehr dabei zu sein. Sie können dem Tempo nicht mehr folgen. Danach attackiert Antonio Morgado und auch Nils Politt, Niklas Larsen und Filippo Ganna versuchen es auf den kommenden Kilometern. Aber es kommt keiner weg.
Jetzt löst sich endlich eine Gruppe. Wout van Aert, Romain Gregoire und Niklas Larsen bilden das Führungstrio. Dahinter nehmen Magnus Sheffield, Tim van Dijke und später auch Florian Vermeersch die Verfolgung auf.
Am Nokereberg (0,3 km) forciert Wout van Aert das Tempo. Romain Gregoire kann nicht mehr folgen und fällt in die Verfolgergruppe zurück, aber Niklas Larsen bleibt dran. Das Verfolgerquartett liegt ca. 25 Sekunden dahinter.
Das Peloton hat nun das Verfolgerquartett eingeholt und hat nur noch einen Rückstand von 23 Sekunden. Ganz vorne fährt Niklas Larsen jetzt wieder mit durch die Führung, aber der Mann der Unibet Rose Rockets ist natürlich müde.
Der Vorsprung beträgt nur noch 19 Sekunden. Um Hauptfeld führen mehrere Teams nach, u. a. UAE – XRG und Soudal Quick-Step.
Kurz vor dem Nokereberg (0,7 km à 4,2 %) hängt Wout van Aert seinen Begleiter ab. Niklas Larsen fällt ins Hauptfeld zurück, hat sich heute aber sehr stark präsentiert. Es folgt eine Attacke von Valentin Madouas. Aber der Franzose kommt nicht weg. Mit 13 Sekunden führt Solist Wout van Aert jetzt noch.
Im Hauptfeld ist gerade keine organisierte Verfolgung möglich. Es gibt weitere Angriffe, u. a. von Dries de Bondt und Jonas Abrahamsen. Aber sie können sich nicht absetzen. So kann Wout van Aert seinen Vorsprung auf 19 Sekunden erhöhen.
Filippo Ganna und Florian Vermeersch versuchen es nochmal. Das Duo kommt immer näher. Aber auch das Peloton ist nicht weit weg. Das wird eine ganz enge Kiste.
Der Teufelslappen: Wout van Aert hat nur noch einen Vorsprung von vier Sekunden. Florian Vermeersch wurde eingeholt. Filippo Ganna versucht es jetzt als Solist. Ihm fehlen nur wenige Meter zum Hinterrad des Führenden.
Nicht zu fassen: Filippo Ganna saugt sich heran, kommt tatsächlich ans Hinterrad und fährt sofort vorbei. Wout van Aert kann nicht mehr kontern. Der Sieg geht an den Italiener. Was für ein bitteres Ende für ihn.
Legende
⚡ Angriff
⏱ Zeitabstand
🔒 Ausreißer eingeholt
❌ Aufgabe
🚅 Nachführarbeit
⚠️ Sturz
🏁 Ziel
1 Bergwertungen
HC HC-Bergwertungen
S Sprintwertungen
➤ Fahrer abgehängt
➤ Fahrer zurück im Feld
🔧 Defekt
💨 Windkante
🌧️ Wetter