Bei der Baskenland-Rundfahrt 2026 werden vom 6. bis 11. April alle Augen auf Paul Seixas gerichtet sein. Nach seiner starken Performance zu Saisonbeginn wollen jetzt alle sehen, ob der junge Franzose seine erste WorldTour-Rundfahrt gewinnen kann. Zu tun bekommt er es unter anderem mit Isaac del Toro, Juan Ayuso und Primoz Roglic.
-> Das waren die 10 Highlights im März.

Baskenland-Rundfahrt 2026: Auf keiner Etappe gibts Entspannung
Die Baskenland-Rundfahrt bleibt auch 2026 seiner Linie treu und führt das Fahrerfeld über vorwiegend welliges Terrain. Sprinter haben hier definitiv nichts verloren. Das Einzelzeitfahren zu Beginn der Rundfahrt wird bereits ein erster Gradmesser sein. Hier wird die Rundfahrt zwar nicht entschieden, aber hier entscheidet sich, welche Fahrer auf den kommenden Etappen offensiv fahren müssen und welche nicht. An den weiteren fünf Tagen warten immer ca. 3.000 Höhenmeter auf die Profis, weshalb wir von DIESER EINEN entscheidenden Etappe nicht sprechen können. Es ist aber davon auszugehen, dass vor allem das Teilstück nach Astitz am zweiten Tag und die Etappe nach Eibar am vorletzten Tag für Unterschiede sorgen werden.

Paul Seixas ist schon der Favorit
Obwohl er erst 19 Jahre alt ist, muss Paul Seixas [Decathlon CMA CGM] bereits als Favorit für diese Baskenland-Rundfahrt bezeichnet werden. Der Franzose war bei Strade Bianche derart stark, dass er uns keine andere Möglichkeit lässt. Im Zeitfahren der Volta ao Algarve verlor er nur 13 Sekunden auf Sieger Filippo Ganna. Durchaus möglich, dass er sogar im Kampf gegen die Uhr der stärkste GC-Fahrer hier im Baskenland ist. Messen muss er sich dann an den Anstiegen mitIsaac del Toro [UAE – XRG], Primoz Roglic [Red Bull – Bora – hansgrohe], Juan Ayuso [Lidl – Trek] und Antonio Tiberi [Bahrain – Victorious], aber auch Mattias Skjelmose [Lidl – Trek] und Tobias Halland Johannessen [Uno-X Mobility] stehen hier mit Podiumschancen am Start.
Bruno Armirail könnte für eine Überraschung sorgen
Ohne echten GC-Kapitän bestreitet die Mannschaft Visma | Lease a Bike die Baskenland-Rundfahrt. Das könnte die Chance für Bruno Armirail sein, auf eigene Resultate fahren zu dürfen. Der Franzose wechselte in diesem Winter ins niederländische Team. Bei der Tour de France im Vorjahr hat er angedeutet, wie stark er sein kann, wenn die Straße bergauf führt. Als guter Zeitfahrer gilt er ohnehin. Ihm könnte dieses schwere, aber nicht zu schwere Profil entgegenkommen. Ein Platz unter den Top 10 der Gesamtwertung wäre keine Überraschung.

Andreas Klöden ist einziger deutscher Sieger der Baskenland-Rundfahrt
Im Jahr 2011 feierte Andreas Klöden bei der Baskenland-Rundfahrt seinen letzten großen Erfolg. Als 35-Jähriger befand er sich bereits im Spätherbst seiner Karriere. Er konnte sich deutlich vor Chris Horner und Robert Gesink durchsetzen. Kurios: Bereits elf Jahre früher war Andreas Klöden hier siegreich. Im Jahr 2000 gewann er die Baskenland-Rundfahrt als erster Deutscher vor Danilo di Luca und Laurent Jalabert. Im selben Jahr triumphierte er auch bei Paris-Nizza. In seiner Karriere wurde Andreas Klöden 2x Tour-Zweiter und beendete 7x eine Touretappe auf Rang zwei. Gewinnen konnte er nie.
Baskenland-Rundfahrt 2026 Etappen 1-6 vom 6. bis 11. April
1. Etappe am 6. April: Bilbao – Bilbao (13,8 km)

Die Rundfahrt beginnt mit einem kurzen Einzelzeitfahren, welches erste kleine Zeitabstände schaffen soll. Nachdem es 2021 pandemiebedingt ohne Zuschauer ausgetragen wurde, kehrt dieses Format nun zurück. Mit 13,9 Kilometern ist die Strecke zwar relativ kurz, sodass größere Differenzen eher unwahrscheinlich sind, dennoch entstehen hier die ersten Abstände im Gesamtklassement. Auch wenn die Etappe noch keine Entscheidung bringt, gibt sie eine erste Richtung für die kommenden Tage vor.
2. Etappe am 7. April: Pamplona-Iruña – Astitz (164,9 km)

Die zweite Etappe führt direkt in das typische Profil der Itzulia. Mehr als 3.300 Höhenmeter sorgen für einen langen und fordernden Tag, der weniger durch einen explosiven Schlussanstieg als vielmehr durch stetige Belastung geprägt ist. Das Terrain könnte ideal für eine gut abgestimmte Ausreißergruppe sein, gleichzeitig könnten aber auch die Teams der Gesamtfavoriten beginnen, das Rennen zu kontrollieren. Die Topfahrer müssen aufmerksam bleiben, werden aber vermutlich noch keine entscheidenden Angriffe setzen.
3. Etappe am 8. April: Basauri – Basauri (152,8 km)

Diese Etappe bewegt sich in einem mittleren Distanzbereich und bringt knapp 2.900 Höhenmeter mit sich. Es ist von Beginn an mit einem hohen Tempo zu rechnen, was den Fahrern kaum Erholungsphasen lässt. Zwar ist die Etappe nicht klar vorentscheidend, dennoch birgt sie Gefahren – insbesondere für Fahrer, die schlecht positioniert sind oder kein starkes Team hinter sich haben.
4. Etappe am 9. April: Galdakao – Galdakao (167,2 km)

Mit über 3.200 Höhenmetern verlangt auch diese Etappe vor allem Konstanz und taktisches Gespür. Mannschaften mit mehreren gut platzierten Fahrern haben hier strategische Möglichkeiten. Gleichzeitig macht sich die Belastung der Vortage zunehmend bemerkbar, wodurch sich das Feld immer weiter selektieren dürfte. Aber auch hier bleiben die Abstände gering.
5. Etappe am 10. April: Eibar – Eibar (176,2 km)

Dies dürfte die Königsetappe sein. Auf 176,2 Kilometern summieren sich die Höhenmeter auf rund 3.841 und die traditionelle Strecke rund um Eibar gilt als besonders anspruchsvoll. Für die Gesamtwertung ist dies der entscheidende Tag. Es ist zu erwarten, dass die Favoriten offensiv fahren. Große Zeitabstände sind möglich, und sehr wahrscheinlich wird an diesem Tag ein Großteil der Endplatzierungen festgelegt.
6. Etappe am 11. April: Antzuola – Bergara (135,4 km)

Die Schlussetappe ist alles andere als ein lockerer Ausklang. Zwar ist sie kürzer, bringt aber dennoch fast 3.000 Höhenmeter mit sich und sorgt damit bis zum Ende für Spannung. Sollte die Gesamtwertung eng sein, wird es zu intensiven Positionskämpfen kommen. Gleichzeitig bietet sich hier noch einmal die Chance für einen letzten Angriff aus der Distanz, um das Klassement doch noch zu verändern.


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