Für viele Fans beginnt die Radsport-Saison erst im März so richtig. Prestigeträchtige Rundfahrten und legendäre Eintagesrennen sorgen für epische Rennen. Wir blicken zurück auf die Radsport-Highlights im März 2026.
-> Alle UCI-Rennen auf einen Blick.
1) Moritz Kretschy gewinnt die Tour du Rwanda
Mit einem echten Paukenschlag für den deutschen Radsport begann der Monat März. Moritz Kretschy [NSN] gewann überraschend die Tour du Rwanda. Mit einer konstanten Leistung über alle Etappen hinweg sicherte sich der 23-Jährige aus Annaberg-Buchholz seinen ersten Profisieg. Ausschlaggebend dafür war vor allem die vierte Etappe nach Rubavu. Der Etappensieg ging an Mathijs De Clercq [Soudal Quick-Step Devo Team], aber das Gelbe Trikot an Moritz Kretschy.
A breakthrough first pro victory for Moritz Kretschy 🏆
— NSN Cycling Team (@NSNCyclingTeam) March 1, 2026
He wraps up the @tour_du_rwanda GC with the biggest winning margin since 2009 🇷🇼
In yellow since Stage 4️⃣, the German rode a superb race and played his part in three stage wins for his teammates along the way 👏… pic.twitter.com/DqPHKt5O00
2) Strade Bianche: Pogacar machts souverän, Chabbey dramatisch
Am 7. März fand mit Strade Bianche für viele Radsportfans das erste richtig große Highlight der Saison statt. Und die Fans wurden nicht enttäuscht. Tadej Pogacar [UAE – XRG] triumphierte bei den Herren souverän mit einem 79-Kilometer-Solo. Bei den Frauen gewann Elise Chabbey [FDJ United – SUEZ] in beeindruckender Manier, nachdem sie zuvor bereits in der Fluchtgruppe war. Und sensationelle Dritte wurde die Deutsche Meisterin Franziska Koch [FDJ United – SUEZ].
3) Max Kanter feiert seinen ersten WorldTour-Sieg
Einen emotionalen Sieg durfte Max Kanter [XDS Astana] bejubeln. Der deutsche Sprinter gewann auf der zweiten Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza endlich sein erstes WorldTour-Rennen. Im Interview danach flossen die Tränen.
Kanter at a canter! 🔥 Max Kanter picks up the biggest win of his career on Stage 2 of Paris–Nice 👏 pic.twitter.com/0MMdA4JyAE
— Cycling on TNT Sports (@cyclingontnt) March 9, 2026
🗣️ « je ne m'attendais vraiment pas à gagner aujourd'hui. Hier je me sentais vraiment mal sur le vélo. »
— Paris-Nice (@ParisNice) March 9, 2026
🎙 La réaction de Max Kanter, vainqueur de la 2ème étape.
🗣️ ''I really didn't expect to win today. Yesterday I felt really bad on the bike.''
🎙 Hear from Stage 2 winner Max… pic.twitter.com/RFuj4Yo1ua
4) Das Schotter-Finish bei Tirreno-Adriatico
Die Meinungen sind zwiegespalten über Kopfsteinpflaster- und Schotter-Abschnitte bei Rundfahrten. Fest steht: Für die Zuschauer ist es immer ein Highlight! So war es auch am 10. März, als auf der zweiten Etappe bei Tirreno-Adriatico in San Gimignano Mathieu van der Poel [Alpecin – Premier Tech] seinen ersten Saisonsieg einfuhr. Er bezwang Isaac del Toro [UAE – XRG] nur knapp, der hier aber einen ersten wichtigen Schritt Richtung späteren Gesamtsieg ging.
5) Michael Valgren krönt sein sensationelles Comeback
Es gibt Fahrer, denen man einen Sieg einfach nur gönnen kann. Michael Valgren [EF Education – EasyPost] ist ein genau solches Beispiel. Der Däne musste vor einigen Jahren einen heftigen Sturz verarbeiten, wurde in das Development-Team seiner Mannschaft herabgestuft. Er kam zurück, leistete Helferdienste. Und auf der fünften Etappe von Tirreno-Adriatico krönte er sein langes, sensationelles Comeback.
6) Georg Steinhauser fährt bei Paris-Nizza aufs Podium
Es war ruhig um ihn geworden, nachdem er beim Giro d’Italia 2024 eine Etappe gewann. Georg Steinhauser konnte seine Leistungen in Ausreißergruppen lange nicht bestätigen. Nun ist er als Klassementfahrer in Erscheinung getreten. Bei Paris-Nizza klettert er sogar aufs Podium!
Georg secures his third spot in the overall after a huge week of riding by the entire team 💕
— EF Pro Cycling (@EFprocycling) March 15, 2026
📸: @gettyimages #efprocycling pic.twitter.com/iCK3m7YheB
7) Alec Segaert beeindruckt mit Stärke und Taktik
Es ist äußerst selten, dass ein Fahrer an zwei Tagen in Folge eine späte Flucht versucht – und das bei klassischen Eintagesrennen. Alec Segaert [Bahrain – Victorious] hat genau das gemacht. Am 18. März scheiterte er bei Nokere Koerse nur knapp, als er wenige Meter vor dem Ziel gestellt wurde. Davon ließ er sich nicht beirren. Am Tag danach versuchte er selbiges beim Grand Prix de Denain – mit Erfolg! Der Belgier bewies dabei nicht nur mentale Stärke, sondern auch taktische Raffinesse, indem er seinen Begleiter attackieren ließ und ihm ein paar Meter Vorsprung gönnte. Kilometerlang fuhr er hinter ihm her, nur um ihn dann zu attackieren und stehen zu lassen.
8) Tadej Pogacar gewinnt endlich Mailand-Sanremo
Auch ein Sturz kurz vor der entscheidenden Phase konnte ihn nicht stoppen: Tadej Pogacar [UAE – XRG] hat Mailand-Sanremo gewonnen. Der Weltmeister attackierte wie erwartet an der Cipressa. Erst am Poggio wurde er Mathieu van der Poel [Alpecin – Premier Tech] los. An seinem Hinterrad aber blieb Thomas Pidcock [Pinarello Q36.5]. Mit dem Briten lieferte sich der Slowene einen packenden Schlusssprint um den Sieg beim ersten Monument des Jahres.
9) Dylan Groenewegen zündet die Unibet Rose Rockets
Fabio Jakobsen tut sich schwer, Fernando Gaviria tut sich schwer und auch Dylan Groenewegen tut sich schwer. Das war der Stand der Dinge Ende 2025. Mit seinem Wechsel zu den Unibet Rose Rockets hat Dylan Groenewegen aber seine Karriere neu gezündet. Der Niederländer gewinnt Rennen um Rennen und bescherte seiner Mannschaft bei der Ronde Van Brügge nicht nur den dritten Sieg in Folge, sondern auch den ersten auf WorldTour-Ebene. Sprinter-Coach Marcel Kittel freut sich im Auto sichtlich mit ihm.
10) Mathieu van der Poel gewinnt eine epische E3 Classic
Eigentlich schafft es die E3 Classic zwischen all den hochklassigen Rennen im März und April selten unter die Highlights. Im Jahr 2026 darf sie aber keinesfalls fehlen. Mathieu van der Poel [Alpecin – Premier Tech] hat zu einem beeindruckenden Solo über 63 Kilometer angesetzt und führte bereits mit über einer Minute Vorsprung. Doch die Verfolger kamen näher und näher. Auf dem letzten Kilometer hatten sie ihn eigentlich schon – nahmen dann aber plötzlich die Beine hoch. DAS Rennen MUSS man gesehen haben.


4 Gedanken zu „DAS waren die 10 Radsport-Highlights im März 2026“