Er hat es geschafft! Tadej Pogacar hat den legendären Klassiker Mailand-Sanremo gewonnen. In einem turbulenten Rennen musste der Weltmeister zunächst einen Sturz wegstecken und sich dann gegen Mathieu van der Poel und Thomas Pidcock durchsetzen.
117. Mailand-Sanremo (1.UWT)
Pavia-Sanremo (298 km)
298 km
⚡
Endlich ist es soweit. Um 10:10 Uhr startet das erste Monument der Saison 2026. Direkt auf den ersten Kilometern kommt es zu zahlreichen Angriffen, bis sich schließlich neun Fahrer lösen und die Fluchtgruppe des Tages bilden: Martin Marcellusi, Manuele Tarozzi, Lorenzo Milesi, Manlio Moro, Andrea Peron, David Lozano, Alexy Faure Prost, Dario Igor Belletta und Mirco Maestri.
230 km
⚠️❌
Orluis Aular und Jan Christen kommen schon in der Anfangsphase zu Fall und müssen das Rennen verletzt aufgeben. Für Tadej Pogacar ist der Verlust seines Helfers ein herber Rückschlag.
198 km
⏱🚅
Nach 100 gefahrenen Kilometern hat die Ausreißergruppe einen Vorsprung von rund drei Minuten. Maximal waren es vier Minuten, aber das Peloton scheint heute keinen großen Abstand zulassen zu wollen. Hauptsächlich verantwortlich für die Nachführarbeit zeigt sich der Schweizer Silvan Dillier, der für Vorjahressieger und Topfavorit Mathieu van der Poel arbeitet.
82 km
⏱🚅
Nach dem Passo del Turchino (2,4 km à 5,2 %) ist der Abstand doch deutlich angestiegen. Mittlerweile haben die neun Ausreißer einen Vorsprung von 6:50 Minuten. Bis jetzt war Silvan Dillier noch immer derjenige, der den Hauptanteil der Nachführarbeit übernahm. Ab und an haben auch die Teams Red Bull – Bora – hansgrohe und Pinarello Q36.5 einen Mann durch den Wind geschickt. Aber erst jetzt steigt das UAE Team Emirates – XRG ein. Domen Novak kommt nach vorn und erhöht das Tempo sichtlich. Damit ist der Arbeitstag von Silvan Dillier beendet und der Vorsprung der Ausreißer beginnt zu schmilzen.
65 km
⚠️
Bitterer Moment für Ineos Grenadiers. Gleich drei Fahrer der britischen Mannschaft kommen zu Fall, als es ganz links vorne im Peloton zum Sturz kommt. Unter anderem hat es Joshua Tarling erwischt. Glück hatte Kapitän Filippo Ganna, der dem Sturz mit einem Balanceakt gerade noch so ausweichen konnte.
51 km
⏱🚅🔒
Felix Großschartner führt mit drei Teamkollegen am Hinterrad das Peloton in den Capo Mele (1,6 km à 4,8 %) hinein. Der Vorsprung der Ausreißer beträgt nur noch 3:30 Minuten. Mit Andrea Peron und David Lozano wurden zwei der neun Ausreißer bereits eingeholt.
37 km
⏱🚅🔒
Es geht hinein in den Capo Berta (1,9 km à 6,2 %) und die Fluchtgruppe hat noch weniger als zwei Minuten Vorsprung. Um Hauptfeld macht jetzt nur noch das UAE Team Emirates – XRG das Tempo. Die Teams formieren sich und versuchen alle ihren Kapitän in eine gute Position zu fahren. Weitere Ausreißer werden eingeholt und durchgereicht. Nur noch ein Quartett, bestehend aus den drei Italienern Lorenzo Milesi, Dario Igor Belletta, Mirco Maestri und dem Franzosen Alexy Faure Prost sind jetzt vor dem Hauptfeld.
33 km
⚠️
Sturz von Tadej Pogacar! Der Weltmeister kommt ganz vorne im Hauptfeld als erster Fahrer zu Fall und reißt einige Profis hinter sich mit zu Boden. Unter anderem fallen auch Wout van Aert und Biniam Girmay. Während Tadej Pogacar schnell wieder auf dem Rad sitzt, muss Wout van Aert lange auf sein Ersatzrad warten. Hektik bricht aus, da das Feld durch diesen Vorfall in mehrere Teile zerrissen ist. Auch Mathieu van der Poel befindet sich nicht in der ersten Gruppe, scheint gestürzt zu sein und wird nun von Jasper Philipsen wieder hereingefahren. Die Pogacar-Gruppe liegt rund 30 Sekunden dahinter.
27 km
🔒➤
Die letzten verbliebenen Ausreißer werden eingeholt. Zeitgleich kann Tadej Pogacar den Anschluss kurz vor dem Fuße der Cipressa (5,7 km à 4,1 %) wiederherstellen. Isaac del Toro ist als Co-Kapitän in der ersten Gruppe geblieben und musste nicht auf seinen Kapitän warten.
25 km
🚅
In der Cipressa hat Tadej Pogacar endlich die Spitze des Hauptfeldes erreicht. Nun kann seine Mannschaft beginnen, das Tempo hochzuschrauben. Eigentlich wollte die Mannschaft des Weltmeisters von Anfang an mit Vollgas in diesen Hügel hineinfahren. Wegen des Sturzes beginnt dieses Vorhaben nun einige Kilometer später. Brandon McNulty gibt das Tempo vor, an seinem Hinterrad sehen wir Isaac del Toro und Tadej Pogacar.
24 km
⚡🚅
Attacke von Tadej Pogacar! Nur Mathieu van der Poel und Thomas Pidcock können folgen.
22 km
⚡⏱
Wieder greift Tadej Pogacar an. Doch er wird seine beiden Begleiter nicht los. Das Trio hat an der Kuppe der Cipressa einen Vorsprung von knapp weniger als 30 Sekunden.
18 km
⏱🚅➤
Der Abstand zwischen Führungstrio und Verfolgergruppe bleibt konstant bei ca. 30 Sekunden. Alle drei wechseln sich mit der Tempoarbeit ab, wobei Mathieu van der Poel am schwächsten aussieht. Auch in der Abfahrt ging immer wieder die Lücke leicht auf. Er atmet schwer und scheint am Limit zu sein. In der Verfolgergruppe versuchen Lidl – Trek und Bahrain – Victorious den Schaden in Grenzen zu halten. Derweil wird Wout van Aert erst jetzt zurück ins Hauptfeld gebracht.
9,2 km
⏱
Es geht rein in den Poggio di Sanremo (3,7 km à 3,8 %). Thomas Pidcock ist zuletzt nicht mehr mit durch die Führung gegangen. Die erste Verfolgergruppe hat den Rückstand auf das Trio auf zehn Sekunden reduziert. Was für ein spannendes Finale!
8,5 km
⚡
Wieder greift Tadej Pogacar an. Und der Vorjahressieger Mathieu van der Poel kann nicht folgen. Jetzt haben wir nur noch ein Duo vorn. Die Verfolgergruppe verliert im Anstieg wie erwartet Zeit.
6,7 km
⚡⏱
Tadej Pogacar wird Thomas Pidcock einfach nicht los. Eine weitere Attacke verpufft. Der Brite geht nicht mit durch die Führung, aber abhängen lässt er sich vom Slowenen eben auch nicht. 14 Sekunden liegt Mathieu van der Poel zurück, nur fünf Sekunden dahinter liegt die Verfolgergruppe, die im Poggio natürlich auch immer kleiner wird.
5,5 km
⏱
Das Duo ist oben angekommen. In der Abfahrt fährt Thomas Pidcock mit durch die Führung. Der Vorsprung beträgt ca. 20 Sekunden.
1,7 km
🔒⚡⏱
Mathieu van der Poel wurde von der Verfolgergruppe eingeholt. Da greift Wout van Aert an! Der Rückstand auf das Duo beträgt nur noch 14 Sekunden.
1,0 km
⏱
Der Teufelslappen wird durchfahren. Die beiden Führenden pokern jetzt. Wout van Aert und die Verfolgergruppe kommen immer näher.
0,0 km
🏁
Tadej Pogacar zieht den Sprint rund 250 Meter von vorn an. Thomas Pidcock bleibt dran, versucht nochmal vorbeizuziehen, aber er schafft es nicht. Tadej Pogacar gewinnt erstmals in seiner Karriere Mailand-Sanremo. Jetzt fehlt ihm nur noch Paris-Nizza, dann hat der Teufelskerl alle fünf Monumente gewonnen. Rang drei geht an Wout van Aert.
Legende
⚡ Angriff⏱ Zeitabstand🔒 Ausreißer eingeholt❌ Aufgabe🚅 Nachführarbeit⚠️ Sturz🏁 Ziel1 BergwertungenS Sprintwertungen➤ Fahrer abgehängt➤ Fahrer zurück im Feld🔧 Defekt💨 Windkante🌧️ Wetter
Tadej Pogacar lässt sich auch von einem Sturz nicht stoppen
Dieser Mann ist einfach nicht zu bremsen. Tadej Pogacar [UAE – XRG] hat Mailand-Sanremo gewonnen, obwohl er kurz vor der Cipressa zu Fall kam. Davon ließ er sich nicht beirren. Etwas später als ursprünglich geplant, zog sein Team das Vorhaben und die Attacke einfach durch. Gemeinsam mit Mathieu van der Poel [Alpecin – Premier Tech] und Thomas Pidcock [Pinarello Q36.5] konnte er sich vom Hauptfeld lösen. Im Poggio di Sanremo (3,7 km à 3,8 %) wurde der Weltmeister Mathieu van der Poel los, aber Thomas Pidcock blieb an seinem Hinterrad. Erst im Zielsprint konnte sich der Slowene schließlich gegen den Briten durchsetzen. Somit geht die 117. Ausgabe von Mailand-Sanremo nach 298 Kilometern von Pavia nach Sanremo an Tadej Pogacar. Jetzt fehlt ihm nur noch der Sieg bei Paris-Roubaix und er hätte alle fünf Monumente des Radsports gewonnen.
„Tom ist wirklich in Form. Ich hatte etwas Angst.“
Tadej Pogacar
Keine frühe Vorentscheidung
Vor dem Rennen haben einige Fans und Experten darüber spekuliert, ob Tadej Pogacar bereits am Passo del Turchino (2,4 km à 5,2 %) angreifen wird. Schlussendlich war dies nicht der Fall. Auch über den Capo Mele (1,6 km à 4,8 %), den Capo Cervo (1,4 km à 3,2 %) und den Capo Berta (1,9 km à 6,2 %) hinweg sollte es nicht zu einer frühen Vorentscheidung kommen. Vielleicht hielt sich das Team des Weltmeisters auch bewusst lange zurück, da sie mit Jan Christen bereits früh im Rennen einen ihrer wichtigsten Helfer verloren haben. Bis ca. 80 Kilometer vor dem Ziel hielt sich das Team UAE – XRG vollständig zurück. Für das Tempo war über mehr als 100 Kilometer der Schweizer Silvan Dillier [Alpecin – Premier Tech] verantwortlich.
Chancenlose Ausreißer
Neun Fahrer haben sich heute früh nach dem Start in die Offensive gewagt. Martin Marcellusi, Manuele Tarozzi [beide Bardiani CSF 7 Saber], Lorenzo Milesi, Manlio Moro [beide Movistar], Andrea Peron, David Lozano [beide Novo Nordisk], Dario Igor Belletta, Mirco Maestri [beide Polti VisitMalta] und Alexy Faure Prost [Picnic PostNL] hatten zwischenzeitlich einen Vorsprung von fast sieben Minuten erhalten. Als das UAE Team Emirates – XRG in die Nachführarbeit mit eingestiegen ist, sank der Vorsprung aber unglaublich schnell in sich zusammen. Zwischenzeitlich wurden vier Minuten innerhalb von 20 Kilometern zugefahren. Somit war schon weit vor der Cipressa klar, dass die Ausreißergruppe heute chancenlos sein wird.
💥 CHUTE DE POGACAR ! Le champion du monde finit au sol, en compagnie de Wout van Aert ou Biniam Girmay à 32 kilomètres de l'arrivée de #MilanoSanremo ! pic.twitter.com/PzSaIBwXue
Mit ihrem zweiten Saisonsieg feiert Lotte Kopecky [SD Worx – Protime] den Erfolg bei Mailand-Sanremo Donne. Die Belgierin konnte sich im Sprint einer kleinen Gruppe vor der Schweizerin Noemi Rüegg [EF Education-Oatly] und der Italienerin Eleonora Camilla Gasparrini [UAE Team ADQ] durchsetzen. Erst vor wenigen Tagen gewann sie das belgische Eintagesrennen Danilith Nokere Koerse und damit ihre Generalprobe von Mailand-Sanremo Donne. Vorjahressiegerin Lorena Wiebes [SD Worx – Protime] muss sich diesmal mit Platz sechs begnügen, darf sich aber mit ihrer siegreichen Teamkollegin freuen. Mitfavoritin Kasia Niewiadoma [CANYON//SRAM zondacrypto] hat das Rennen nicht beendet, weil sie in der Abfahrt der Cipressa zu Fall kam. Die 8. Ausgabe von Mailand-Sanremo Donne führte die Fahrerinnen über 156 Kilometer von Genua nach Sanremo. Seit 2025 findet dieser italienische Klassiker auch wieder für die Frauen statt. Zuletzt wurde er 2005 unter dem Namen Primavera Rosa ausgetragen. Es gewann die Deutsche Trixi Worrack. Beste Deutsche in diesem Jahr war Ricarda Bauernfeind [Lidl – Trek] auf Platz 31.
„Nach meinem Sieg am Mittwoch hatte ich viel Selbstvertrauen. Heute ist alles perfekt gelaufen. Unser Team hat die Verantwortung übernommen, als es nötig war. Die Mädels haben einen tollen Job gemacht, um mich vor den Anstiegen in die richtige Position zu fahren.“
Lotte Kopecky
Kopecky delivers in Sanremo 🏆
Lotte Kopecky takes Milano-Sanremo Donne after outsprinting Noemi Rüegg from a small group, adding La Classicissima to her palmarès.
𝐌𝐢𝐥𝐚𝐧𝐨-𝐒𝐚𝐧𝐫𝐞𝐦𝐨 𝐃𝐨𝐧𝐧𝐞 𝐑𝐞𝐬𝐮𝐥𝐭: 1. Kopecky 2. Rüegg, same time 3. Gasparrini, same time pic.twitter.com/eKgFusRAAt
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Einwilligung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Präferenzen
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
4 Gedanken zu „Tadej Pogacar gewinnt endlich Mailand-Sanremo“