Der Giro d’Italia ist in der Schweiz angekommen. Am Dienstag radeln die Profis über 113 Kilometer von Bellinzona nach Cari. Auch wenn die Etappe kurz ist, dürfen sich die Fahrer auf einen harten Tag gefasst machen – denn der Schlussanstieg hat es in sich. Natürlich ist Jonas Vingegaard der große Favorit, in dieser Vorschau tippen wir aber auf einen anderen Fahrer in Schwarz-Gelb …
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Vorschau auf die 16. Etappe: Bellinzona > Carì (113,0 km) am Dienstag

Eine kurze, aber anspruchsvolle Bergetappe nach dem Ruhetag

Die 16. Etappe des Giro d’Italia 2026 führt über eine kurze, aber anspruchsvolle Bergetappe komplett durch die Schweiz. Zu Beginn verläuft die Strecke zunächst moderat ansteigend, bevor die Fahrer einen rund 22 Kilometer langen Rundkurs zweimal absolvieren müssen. Auf jeder Runde warten zwei Anstiege direkt hintereinander, wobei besonders die Auffahrt nach Leontica viel Kraft kosten dürfte. Nach dem Rundkurs führt die Route weiter ins Gotthardtal, wo das Terrain bis nach Faido stetig ansteigt. Dort beginnt schließlich der entscheidende Schlussanstieg. Die letzten zwölf Kilometer gehen fast durchgehend bergauf, nur in Campello sorgt ein kurzes Flachstück für eine kleine Unterbrechung. Vor allem die letzten drei Kilometer mit durchschnittlich rund acht Prozent Steigung und Rampen bis zu 13 Prozent könnten für große Zeitabstände sorgen.
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Radikale Prognose: Schenkt Jonas Vingegaard die Etappe her?

Natürlich ist Jonas Vingegaard [Visma | Lease a Bike] auf jeder Bergetappe des Giro d’Italia 2026 der große Favorit. Es ist eigentlich nicht vorstellbar, dass ein anderer Fahrer gewinnt – es sei denn eine Fluchtgruppe erreicht vor den Favoriten das Ziel. Der Däne hat nun schon drei Bergankünfte gewonnen und jetzt ist die Zeit gekommen, in der auch auf einer Bergetappe ein Ausreißer gewinnen darf. Denkbar ist ein Szenario, in dem Visma | Lease a Bike einen eigenen Fahrer in die Gruppe schickt, um dann im Peloton nicht hinterherfahren zu müssen. Dann hätten alle anderen Helfer einen freien Tag. Ein genialer Move wäre, Davide Piganzoli in die Offensive zu schicken. Der 23-jährige Italiener träumt von einem Giro-Etappensieg und so wie er sich hier bislang präsentiert, wäre er aus jeder Fluchtgruppe heraus der Favorit. Aktuell liegt er in der Gesamtwertung auf Platz zehn, hat noch keinen allzu großen Rückstand, weshalb gut sein kann, dass die Konkurrenz ihn nicht ziehen lässt. Die Etappe wird aber so schnell und hart gefahren werden, dass es ihm dennoch gelingen könnte. Weitere Kandidaten für eine starke Fluchtgruppe sind Giulio Ciccone [Lidl – Trek], Jan Hirt [NSN] und natürlich das Movistar-Duo Enric Mas und Einer Rubio.
Giro d’Italia Prognose für die 16. Etappe
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