Der Auftakt des Giro d’Italia geht an Paul Magnier. Der Franzose hat sich im Massensprint in Burgas durchgesetzt und wird daher morgen im Rosa Trikot an den Start gehen. Auf dem letzten Kilometer kam es zu einem heftigen Massensturz, der fast das komplette Peloton aufhielt. -> Vorschau auf die 2. Etappe des Giro d’Italia 2026. -> Was ist der Red Bull Kilometer?
Paul Magnier sprintet ins Rosa Trikot
109. Giro d’Italia (2.UWT)
1. Etappe: Nessebar › Burgas (147 km)
147 km
⚡Attacke
Die Fahne wird geschwenkt, der Giro d’Italia 2026 läuft. Und sofort attackieren die beiden italienischen Continental-Teams. Der Italiener Manuele Tarozzi von Bardiani CSF 7 Saber hat sich gemeinsam mit dem Spanier Diego Pablo Sevilla von Polti VisitMalta abgesetzt. Dahinter wird das Feld breit aufgefächert. Das wird es schon gewesen sein. Wir haben heute nur ein Ausreißerduo. Funfact: Tarozzi (2025) und Sevilla (2026) haben in ihrer Karriere beide schon das Bergtrikot bei Tirreno-Adriatico gewonnen.
125 km
⏱Zeitangabe🚅Tempoarbeit
Die Profis haben ihr ersten 22 Kilometer in den Beinen. Das Ausreißerduo hat einen Vorsprung von zwei Minuten erhalten. Weiter aufgehen lassen wollen die Teams der Sprinter die Lücke scheinbar nicht. An der Nachführarbeit beteiligen sich aktuell Lidl – Trek für Jonathan Milan, Soudal Quick-Step für Paul Magnier und die Unibet Rose Rockets für Dylan Groenewegen.
63 km
4Bergwertung 4. KategorieCape Agalina (1,1 km à 2,6 %)
1. Diego Pablo Sevilla (3 Punkte), 2. Manuele Tarozzi (2), 3. Ayco Bastiaens (1). Das war deutlich. Der Italiener hatte gegen den Spanier keine Chance. Das Hauptfeld rollt einfach über die Bergwertung. Niemand wollte für den letzten verbliebenen Punkt Kraft investieren.
57 km
SSprintwertungSozopol
1. Manuele Tarozzi (12 Punkte), 2. Diego Pablo Sevilla (8), 3. Jonathan Milan (5), 4. Kaden Groves (3), 5. Max Walscheid (1). Um den Zwischensprint wollten die beiden Ausreißer nicht sprinten. Dafür wurde im Hauptfeld zumindest von zwei Fahrern um die Punkte gekämpft. Milan setzt sich gegen Groves durch. Angefahren wurde der Sprint von Walscheid.
41 km
4Bergwertung 4. KategorieCape Cape Agalina (1,1 km à 2,6 %)
1. Diego Pablo Sevilla (3 Punkte), 2. Manuele Tarozzi (2), 3. Hartthijs de Vries (1). Wieder macht Sevilla das ganz souverän. Tarozzi ist chancenlos. Damit hat der Spanier 6 Punkte auf seinem Konto und wird morgen im Bergtrikot an den Start gehen.
32 km
⌛BonussekundenRed Bull KM
1. Manuele Tarozzi (6 Sekunden), 2. Diego Pablo Sevilla (4), 3. Antonio Morgado (2). Im Hauptfeld geht’s beim Red Bull Kilometer ordentlich zur Sache. Lennert van Eetvelt wollte sich gemeinsam mit Teamkollege Jonas Rutsch aus dem Staub machen und sich die zwei Bonussekunden sichern. Das haben einige Teams aber nicht zulassen wollen. Schließlich holt sich Antonio Morgado Platz drei.
23 km
🔒Ausreißer eingeholt
Manuele Tarozzi und Diego Pablo Sevilla werden eingeholt. Damit sind wieder alle Fahrer zusammen.
5,0 km
🚅Tempoarbeit
Einige Teams haben Sprintzüge aufgebaut. Noch ist die Straße breit, aber gleich wird es deutlich enger. Die Männer von Visma | Lease a Bike haben sich ganz am Ende des Pelotons platziert, um einem möglichen Sturz aus dem Weg zu gehen.
3,1 km
⚠️Sturz
Und da ist der Sturz. Das war fast zu erwarten. Wen es erwischt hat, wissen wir nicht.
0,7 km
⚠️Sturz
Heftiger Sturz. Fast das komplette Peloton wird aufgehalten. Es war zu erwarten. Die Straße ist einfach zu eng. Nur zehn Fahrer sprinten gleich um den Sieg.
0,6 km
⚡Attacke
Max Walscheid wollte eigentlich nur Tempo machen für seinen Kapitän Jonathan Milan. Doch jetzt ist eine Lücke aufgegangen. Der Deutsche fährt plötzlich als Solist auf die letzten Meter. Aber er schafft es nicht.
0,0 km
🏁Ziel
Paul Magnier gewinnt! Der Franzose setzt sich vor Tobias Lund Andresen und Ethan Vernon durch. Jonathan Milan sprintet nur auf Rang vier. Das ist eine herbe enttäuschung für den Italiener. Pascal Ackermann wird Siebter, Max Walscheid Neunter.
Legende
⚡Attacke
🔒Ausreißer eingeholt
⚠️Sturz
⏱Zeitangabe
🚅Tempoarbeit
⌛Bonussekunden
🏁Ziel
4Bergwertung 4. Kategorie
SSprintwertung
Paul Magnier: „Es ist ein gutes Gefühl. Ich bin so stolz auf mein Team und meine Leistung. Ich war bereits glücklich, den Giro d’Italia in guter Form und mit einem besonderen Trikot von Castelli zu starten. Jetzt kann ich es gegen die Maglia Rosa eintauschen. Im Finale war es sehr hektisch, weil es davor ein einfacher Tag vor dem Sprint war und deshalb alle wirklich frisch waren. Wir haben versucht, vor der engen Straße, auf der der Sturz passiert ist, in einer guten Position zu sein. Jasper [Stuyven] hat einen unglaublichen Job gemacht und ich konnte es vollenden, das ist unglaublich. Es war das erste Mal, dass ich gegen diese großen Sprinter wie Jonathan Milan sprinten konnte. Ich hatte bereits einige schöne Erinnerungen mit der Maglia Rosa beim Giro NextGen, jetzt kann ich noch mehr haben. Ich werde es genießen, dieses Trikot zu tragen!“
Nur zehn Fahrer sprinten um den Tagessieg in Burgas
Viel schlechter hätte der Giro d’Italia für einige Fahrer nicht beginnen können. Direkt auf der ersten Etappe ist es zu einem Massensturz gekommen. Glücklicherweise vermelden bisher alle Teams, dass sich kein Fahrer wirklich schwer verletzt hat. Kaden Groves [Alpecin – Premier Tech] sah aber nicht gut aus, ebenso wie Dylan Groenewegen [Unibet Rose Rockets]. Statt um den Tagessieg und die Maglia Rosa zu sprinten, fanden sie sich auf dem Boden wieder. Dafür darf sich Paul Magnier [Soudal – Quick-Step] freuen. Der Franzose bestreitet erst seine zweite Grand Tour und hat sich heute nicht nur den Tagessieg geschnappt, sondern aus das Rosa Trikot. Er wird nun mit Sicherheit auch um das Punktetrikot – die Maglia Ciclamino – fahren. Beim Zwischensprint hielt er sich heute zurück, während Jonthan Milan [Lidl – Trek] hinter den zwei Ausreißern Rang drei belegte und damit schon Ambitionen auf die Punktewertung angemeldet hat.
Diego Pablo Sevilla ist der erste Träger des Bergtrikots
Nur zwei mutige Ausreißer haben sich heute in die Offensive gewagt. Der Spanier Diego Pablo Sevilla [Polti VisitMalta] hat das Bergtrikot erobert, indem er sich bei beiden Wertungen gegen seinen Begleiter Manuele Tarozzi [Bardiani CSF 7 Saber] aus Italien durchsetzen konnte. Realistische Chancen auf den Tagessieg hatten sie nie, da sie nicht weit mehr als zwei Minuten Vorsprung erhalten haben. 23 Kilometer vor dem Ziel wurden sie schließlich eingeholt. Anschließend kam es zu keinen Attacken mehr. -> 5 interessante Fahrer, die du beim Giro beobachten solltest.
Tarozzi & Sevilla – Wer sind die beiden Ausreißer des Tages?
Manuele Tarozzi fährt seinen dritten Giro d’Italia. Eine andere Grand Tour hat der 27-jährige Italiener nie bestritten. Dazu hatte er auch keine Möglichkeit, denn seit er Profi ist, fährt er für italienische Mannschaften. 2021 erhielt er als Trainee die Chance bei Androni Giocattoli – Sidermec vorzufahren. Einen Vertrag unterschrieb er wenige Monate später dann aber bei Konkurrent Bardiani-CSF-Faizanè. Das Team hat er anschließend nicht mehr gewechselt. So fuhr er seine drei Tagessiege – Etappensiege bei der Tour de Langkawi, der Tour of Qinghai Lake und der Tour du Rwanda – für seine jetzige Mannschaft ein. Seinen größten Erfolg feierte er 2025, als er bei Tirreno-Adriatico das Bergtrikot gewann. Tarozzi gilt als klassischer Ausreißer, der nur ungern in einem großen Peloton die Füße still hält. Da er auch gut über Berge und Hügel kommt, werden wir ihn innerhalb der nächsten gut drei Wochen wohl noch häufiger in Fluchtgruppen zu sehen bekommen.
Diego Pablo Sevilla bestritt seine erste und bisher einzige Grand Tour im Jahr 2023. Auch damals war er beim Giro d’Italia dabei. Allerdings hieß seine Mannschaft damals noch EOLO-Kometa. Erst seit 2025 heißt das Team Polti VisitMalta. Für diese bzw. deren Vorgängerteams fährt er seit Beginn seiner Karriere. Er ist nämlich eine Entdeckung von Alberto Contador. 2013 stieß er zum Verein Specialized – Fundación Alberto Contador, ehe er 2018 dann in den Profikader des Spaniers wechselte. Trotz seiner bereits 30 Jahre wartet Sevilla noch immer auf seinen ersten Tagessieg. Allerdings gewann er vor wenigen Wochen die Bergwertung bei Tirreno-Adriatico und wurde damit zum Nachfolger seines heutigen Ausreißerkollegen. Sevilla ist ebenfalls ein klassischer Ausreißer, der seine Stärken aber eigentlich eher auf hügeligem Terrain zeigen kann. Dass er heute in die Offensive gegangen ist, liegt allein an der Möglichkeit, vielleicht das Bergtrikot zu übernehmen.
#GirodItalia 🇮🇹💗 | 🚴🏻♂️💥☹️ ÚLTIMO KM CON LA VICTORIA y primera Maglia Rosa para el francés Paul Magnier (@soudalquickstep) salvando un accidentado final en la etapa 1️⃣ del Giro de Italia (Nessebar › Burgas, 147 Kms) 😱🚴🏻♂️🇧🇬🇮🇹💗🚨 pic.twitter.com/2t6SGpMzLR
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1 Gedanken zu „Giro d’Italia 2026 – 1. Etappe: Paul Magnier gewinnt Sturz-Finale in Burgas“