Giro d’Italia 2026 – 2. Etappe Vorschau: Schon am zweiten Tag nimmt der Giro d’Italia Fahrt auf. Nach dem heutigen Massensprint erwartet uns morgen vielleicht schon der erste Fight der Klassementfahrer. Der Etappensieg in Veliko Tarnovo kann laut Prognose aber nur an einen starken Puncheur gehen.
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Giro d’Italia 2026 Vorschau auf die 2. Etappe: Burgas > Veliko Tarnovo (221,0 km)

Ein erster Schlagabtausch der Favoriten?
Die 2. Etappe des Giro d’Italia 2026 führt ebenfalls durch Bulgarien und verspricht bereits früh Spannung im Kampf um das Gesamtklassement. Startort ist die Küstenstadt Burgas am Schwarzen Meer, die am ersten Tag Zielort war. Nach einem flachen Beginn auf breiten Straßen wird das Profil im Landesinneren deutlich anspruchsvoller. Vor allem rund um Sliven warten mehrere Anstiege und schnelle Abfahrten auf die Fahrer. Entscheidend könnte der Anstieg zum Lyaskovets-Kloster werden, der elf Kilometer vor dem Ziel liegt. Auch die Bonussekunden am Red-Bull-Kilometer kurz vor dem Anstieg dürften für zusätzliche Attacken der Favoriten sorgen, da niemand überrascht werden möchte. Das Finale in Veliko Tarnovo führt über enge, teils gepflasterte Straßen mit Rampen von bis zu neun Prozent und verspricht ein spektakuläres Etappenende. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Klassementfahrer alle Karten auf den Tisch legen, aber sie müssen wachsam sein. Und wenn nur einer von ihnen eine Attacke wagt, müssen sie alle mitgehen.
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Kein Sprinter wird den Lyaskovets Pass überstehen

Die Freude war groß, als sich Paul Magnier am ersten Tag des Giro d’Italia über den Etappensieg und das Rosa Trikot freuen konnte. Leider wird er es nach nur einem Tag schon wieder abgeben müssen. Denn das zweite Teilstück dürfte für alle Sprinter im Finale zu schwer sein. Der 3,9 Kilometer lange Lyaskovets Pass mit durchschnittlich 6,8 Prozent bietet ideale Angriffsmöglichkeiten für explosive Kletterer und Puncheure. Auch die letzten zwei Kilometer sind phasenweise anspruchsvoll und werden – sollte sich kein Solist lösen – im Sprint einer kleinen Gruppe über den Tagessieger entscheiden.
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Radikale Prognose: Giulio Ciccone gewinnt seine vierte Giro-Etappe
3x war er beim Giro d’Italia bereits erfolgreich. 2016, 2019 und 2022 gewann Giulio Ciccone jeweils ein Teilstück der Italien-Rundfahrt. Als Klassementfahrer hat er sich bei großen Landesrundfahrten mehrfach ausprobiert, konnte aber nie überzeugen. Er hat mittlerweile eingesehen, dass er als Etappenjäger besser funktioniert. Und genau eine solche Etappe wie die morgige kommt dem 31-jährigen Italiener entgegen. Er wird sich am Lyaskovets Pass nicht abhängen lassen. Selbst wenn eine kleine Lücke entstehen sollte, wird er diese dank seiner Abfahrtskünste wieder zufahren können. Das Steilstück 1,5 Kilometer vor dem Ziel kommt Ciccone auch entgegen. Die Favoriten auf die Maglia Rosa werden morgen aufmerksam sein müssen, aber sie werden nicht bereits alle Karten auf den Tisch legen. Es geht maximal um wenige Sekunden.
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| Datum | Rennen | Kategorie |
|---|---|---|
| 09.08.2025 | Vuelta a Burgos | Etappe 5 | 2.Pro |
| 02.08.2025 | Donostia San Sebastian Klasikoa | 1.UWT |
| 21.04.2025 | Tour of the Alps | Etappe 1 | 2.Pro |
| 11.06.2023 | Critérium du Dauphiné | Etappe 8 | 2.UWT |
| 21.03.2023 | Volta Ciclista a Catalunya | Etappe 2 | 2.UWT |
| 02.02.2023 | Volta a la Comunitat Valenciana | Etappe 2 | 2.Pro |
| 22.05.2022 | Giro d’Italia | Etappe 15 | 2.UWT |
| 16.02.2020 | Trofeo Laigueglia | 1.Pro |
| 28.05.2019 | Giro d’Italia | Etappe 16 | 2.UWT |
| 23.02.2019 | Tour Cycliste International du Haut Var | Etappe 2 | 2.1 |
| 22.04.2018 | Giro dell’Appennino | 1.1 |
| 05.08.2017 | The Larry H.Miller Tour of Utah | Etappe 6 | 2.HC |
| 17.05.2016 | Giro d’Italia | Etappe 10 | 2.UWT |
Die größten Konkurrenten um den Tagessieg könnten die Männer vom UAE Team Emirates – XRG sein. Mit Jhonathan Narvaez, Jan Christen und Antonio Morgado haben sie gleich drei Fahrer, die als Siegkandidaten genannt werden müssen. Da alle drei Profis auch eine gewisse Sprintstärke mitbringen, sind sie nicht zu unterschätzen, sollte man sie nicht abhängen können. Läuft in der Abfahrt wieder einiges zusammen, könnte Uneinigkeit entstehen. Eine Mannschaft mit nummerischer Überlegenheit könnte diesen Vorteil ausnutzen. Wäre Narvaez nicht seit der Tour Down Under verletzungsbedingt kein Rennen mehr gefahren, wäre er vermutlich sogar der Favorit auf den Tagessieg. Wir wissen aber alle nicht, wie gut in Form der Ecuadorianer ist.
„Ich bin hier, um Etappen zu gewinnen.“
Giulio Ciccone
Spannend sind auch die Personalien Corbin Strong, Ben Turner, Orluis Aular, Andrea Vendrame und Davide Ballerini. Sie gelten als sprintstark und hügelfest. Wenn nur einer von ihnen nicht abgeschüttelt werden kann, wird es sehr schwer, ihn im anschließenden Sprint zu schlagen. Das trifft natürlich besonders zu auf Fahrer wie Kaden Groves, Jonathan Milan, Paul Magnier und Arnaud de Lie. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass sie das hügelige Finish überstehen.
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Giro d’Italia Prognose für die 2. Etappe
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