Die 18. Etappe des Giro d’Italia führt die Profis über ein welliges Profil. Vor allem im Finale könnten die kurzen, giftigen Anstiege entscheidend sein. In der Vorschau gehen wir davon aus, dass sich eine Fluchtgruppe durchsetzt oder ein starker Puncheur kurz vor dem Ziel den entscheidenden Move macht.
Vorschau auf die 18. Etappe: Fai della Paganella > Pieve di Soligo (171,0 km) am Donnerstag

Der perfekte Tag für einen guten Puncheur
Die 18. Etappe des Giro d’Italia 2026 führt über ein ständig wechselndes Profil und bietet kaum längere flache Abschnitte. Vom Start an wartet eine wellige Strecke, die das Etschtal mit dem Brentatal verbindet. Über den Anstieg nach Civezzano geht es zunächst in hügeliges Terrain, ehe die Strecke überwiegend bergab in Richtung Primolano verläuft. Dort wartet mit den Scale di Primolano ein kurzer, aber wichtiger Anstieg, der das Fahrerfeld ins Piave-Tal führt.

Im weiteren Verlauf bleibt das Terrain anspruchsvoll. Nach der Passage von Valdobbiadene folgen mehrere kurze Anstiege, die den Rhythmus der Fahrer immer wieder stören. Die Anstiege nach Combai, Tarzo und besonders Ca’ del Poggio könnten eine entscheidende Rolle spielen. Letzterer liegt nur rund neun Kilometer vor dem Ziel und bietet eine ideale Gelegenheit für späte Attacken. Die letzten Kilometer führen leicht bergab, wodurch hohe Geschwindigkeiten möglich sind. Zwei Kurven innerhalb des Schlusskilometers sorgen jedoch für zusätzliche Spannung. Nach der letzten Richtungsänderung wartet eine etwa 300 Meter lange Zielgerade, die leicht ansteigt und den schnellen Fahrern noch einmal alles abverlangen dürfte.
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Radikale Prognose: Movister entscheidet, wie das Rennen verläuft

Für die morgige Giro-Etappe gibt es eigentlich nur zwei mögliche Szenarien: Entweder Movistar schickt Fahrer in die Fluchtgruppe, oder sie kontrollieren die Ausreißer und wollen die Lücke vor dem Finale am Poggio wieder zufahren. Mit Orluis Aular [Movistar] haben sie es mehrfach versucht, aber es hat nicht geklappt. Morgen werden sie den nächsten Versuch starten – ob sinnvoll oder nicht. Somit erleben wir vermutlich einen spannenden Kampf zwischen Fluchtgruppe und Peloton. Um wirklich zu gewinnen, muss man im entscheidenden letzten Hügel aber explosiv sein und sich von seinen Begleitern lösen können – oder zumindest dran bleiben. Favoriten können für mich daher nur richtig starke Puncheure sein. Daher heißt der Top-Favorit erneut Jhonatan Narvaez [UAE – XRG]. Auch Giulio Ciccone [Lidl – Trek] wird wieder vorne sein. Kann Movistar diese Gruppe wirklich kontrollieren? Schlauer wäre es wohl, mit Aular und weiteren Fahrern einfach selbst in die Ausreißergruppe zu gehen. Denn die große Gefahr ist: Selbst wenn das Feld geschlossen in den letzten Anstieg hineinfährt, dass Aular dann die Attacken der Puncheure nicht mitgehen kann …
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